Dieses Tagebuch wurde am 31.03.2023 geschlossen.

Doch hier kann man sich gern noch bisherige Beiträge ansehen.

Und wenn dabei Gott mit einem guten Impuls lenkt, lohnt sich das …..

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Oktober 2022: Einstimmung

01.10. Wunderbare Aussicht

Ich: Jesus, heute Nacht war mir danach, den Krempel hinzuschmeißen. Mich fallen zu lassen. Das Gefühl ganz abzuschreiben, dass ich noch eine Aufgabe habe. Dabei ist es genau dieses Gefühl, das mich im Leben so oft angetrieben und vorangetrieben hat.

Jesus: Ich weiß. Dir steckt das Alter immer mehr in den Knochen. Gestern hast du in der letzten Septembersonne gesessen und sie genossen. Zugleich hast du auch ein wenig trübe daran gedacht, dass deine Wanderwege langsam kürzer werden.

Aber heute Morgen bin ich da und sage dir: Komm, probier es, mit mir ins Gespräch zu kommen. Und schau, ob dabei etwas herauskommt, das dir und anderen hilft. Ja, es ist ein Experiment, aber es kann sich lohnen.

Und ich sage dir noch eins: Geh jetzt an dein Fenster nach Südwesten. Schau dort in die Weite. Und so viel, wie du da siehst, liegt noch immer vor dir …..

02.10. Sehnsuchtstriebe

Ich: Jesus, gestern habe ich am Fenster – wie von dir verlangt – in die Weite geschaut. Alles war sonnenbeschienen. Allerdings war der ferne Horizont nur durch einen schmalen Korridor zu erblicken. Zudem habe ich gestern unbewusst die nahen Obstbaumtriebe ausgeblendet, die ins Blickfeld hineinragen.

Heute nun beißt sich mein Blick an diesen Baumtrieben fest. Sie stehen kerzengerade vor meinem Fenster und weisen strikt zum Himmel. Und auch ihre Blätter recken sich wie geöffnete kleine grüne Hände himmelwärts. Dabei hat der Herbst schon begonnen, der so viele Blätter ins Gelbe abrutschen lässt. Wirken die Triebe noch so frisch, weil sie ihre Daseinsberechtigung bisher nicht unter Beweis gestellt haben? Jedenfalls war dieses Jahr kein einziger Apfel an ihnen zu sehen.

Jesus: Wie diese Triebe zieht es dich sehr nach oben. Sie sind ein Symbol für Sehnsucht nach himmlischen Dingen. Zugleich hast auch du – deinem Gefühl nach – noch keine nennenswerten Früchte hervorgebracht. Immerhin musst du zugeben: Es reichte für ein paar schöne Blüten. Doch die sind immer schneller als erwartet verwelkt und verweht.

Wird sich das ändern? Gerade sind drei Menschen mit Erwartungen zu dir gekommen. Das sind kleine Hoffnungsknospen. Schau mal, ob sich da etwas anbahnt.

03.10. Enttäuschungen

Ich: Meine Internetplattform Gottes-Manifest.de, die gerade hoffnungsfroh zu blühen begann, wurde gestern zerschossen. Warum auch immer. Sie hat ihren Duft nur eine Woche lang verströmen können. Und stundenlange Arbeit hat sie noch nicht wiederhergestellt.

Außerdem sind gestern zwei von den drei gestrigen Hoffnungsknospen abgefallen, bevor sie sich überhaupt öffnen konnten. Denn zwei Menschen, die gestern kamen, sind schon wieder entschwunden.

Jesus: Du weißt, Enttäuschungen gehören dazu. Im Prinzip sind sie der Samen für Neues. Oder sie können zumindest ein guter Nährboden werden. Jedenfalls ist es mir absolut recht, wenn gleich am Anfang Hoffnungen in sich zusammenfallen.

Im Übrigen hast du ja gestern Gott um Rat gefragt. Und er hat dir geantwortet: „Ich schenke dir viel Durchhaltevermögen bis zur nächsten Freude.“ Mit anderen Worten: Die Situation ist für dich ein Training in Geduld, Zuversicht und Glauben.

04.10. Wurfanker der Hoffnung

Ich: Jesus, ich habe jetzt ein inneres Bild: Mit einer Hoffnung schleudert man einen Wurfanker in die Zukunft. Man probiert, ob er sich da irgendwo verhakt. Und man testet, ob man sich dann am Seil, das daran hängt, in die Zukunft ziehen kann. Meine Plattform war solch ein Wurfanker. Aber jetzt hat sich das Seil verheddert, an dem ich mich vorwärtsziehen wollte.

Jesus: Du hast inzwischen verstanden, dass du dich auf ein komplexes System für die Realisierung der Plattform eingelassen hast. So unerfahren, wie du bist. Und da ist es eigentlich ein Wunder, dass die Plattform tatsächlich ein paar Tage im Internet funktioniert hat. Jetzt musst du dich ein Stück mehr auf die Realitäten einlassen. Und dir weitere Funktionen erarbeiten. Dann kann dieses Stück Hoffnung wieder aufblühen.

05.10. Großer Dank

Ich: Die Plattform Gottes-Manifest.de ist aus den Tiefen des Internets plötzlich wieder aufgetaucht. Ganz unbeschadet. Das Durchhalten hat sich gelohnt. Die von Gott vorgestern versprochene Freude ist da. Großer Dank!

Jesus: Der Gegenspieler Gottes hatte die Plattform vor dir versteckt. Sie war ihm ein Dorn im Auge. Schon beim Aufbau musstest du ein paar Tage gegen seinen Gegenwind anstrampeln. Und jetzt musstest du es erneut bei deinen Versuchen der Wiederherstellung. Du darfst daraus schließen: Die Plattform ist für Gott nicht unbedeutend. Und auch für seinen Gegenspieler. Doch Gottes Macht kann die Plattform, wenn es ihm passt, jederzeit wieder erstehen lassen.

06.10. Experimente

Gestern habe ich mit einem weiteren Experiment begonnen: Ich will jetzt täglich eine halbe Stunde zusätzlich beten. Ich möchte sehen, ob dadurch irgendetwas leichter und besser vorangeht.

Ansonsten ist auch dieses Tagebuch immer noch ein Experiment. Die Vorgeschichte dazu ist: Vor kurzem meinte eine Frau zu mir, Gott wolle mehr haben als nur die Plattform Gottes-Manifest.de. Die sei nur eine Hälfte von dem, was er sich wünsche. Und Gott wolle, dass auch Jesus eine eigene Plattform erhält. Nach fünf Tagen innerer Suche überkam mich dann die Idee, die jetzt angewandte Dialogform für eine neue Plattform mit Jesus zu nutzen.

Jesus: Gott lässt sich durchaus auf Experimente ein. Experimente mit ihm können sehr fruchtbar sein. Da sind die Bodenschwellen ziemlich niedrig, und die experimentellen Anfänge können sich schon mal zu etwas Größerem auswachsen.

Aber das ist nun, mein Lieber, keine Vorhersage für den Ausgang deiner jetzigen zwei Experimente.

07.10. „Wir müssen reden!

Ich: Jesus, Gott hat heute Morgen zu mir gesagt: „Wir müssen reden. Wir müssen vorankommen. Mein Wille soll sich ausbreiten.“

Jesus: Ja, jetzt ist vielleicht Gottes Zeit in besonderer Weise gekommen. Du hast dich häufiger wie ein „Schläfer“ gefühlt. Bei Agenten ist es ein Mensch, der in eine Position gebracht worden ist, in der er irgendwann eine wichtige Aufgabe übernehmen kann. Womöglich bist du ein derartiger Schläfer und Agent Gottes. Und vielleicht könnte jetzt könnte deine Zeit gekommen sein.

Aber wenn Gott seinem Willen mehr Raum geben will, heißt das nicht: Er will über den Willen von Menschen hinwegtrampeln. Nein, er will mehr Menschen für sich einnehmen. Sein Wille soll freiwillig der Wille dieser Menschen werden. Und dann liegt es auch an dir, wie weit du ihm freiwillig bei der Ausbreitung seines Willens hilfst.

08.10. Miesmacher und Mutmacher

Ich: Jesus, Gott hat mir gestern Abend gesagt: Wachsam sein! Und mir war klar: Es geht um das, was sich jetzt bedrohlich zusammenballt: Corona-Epidemie, Ukraine-Krieg, überschäumende Inflation, schwer kalkulierbarer Energiemangel im kommenden Winter.

Jesus: Bei einem Bericht dazu sind gestern Abend Ängste in dir aufgestiegen. Und du musst aufpassen, dass sie dich nicht vereinnahmen. Grundsätzlich gibt es zwei gegensätzliche Typen von Menschen. Die einen sind Miesmacher, die gern auf das Schlimme gucken und ihm auch noch bis in ferne Verästelungen nachgehen. Sie sind zum Teil auch gekonnte Angstmacher. Die anderen sind Mutmacher. Sie verleugnen nicht die Realitäten. Aber sie schauen bevorzugt auf Gutes und Hilfreiches. Und sie blicken auch auf Gott. Und Gott wünscht sich, dass du zu diesem Menschentyp gehörst.

09.10. Gottes Wahrheit

Ich: Jesus, mich bewegt: In dieser krisenhaften Zeit geschieht viel Täuschung: Einmal viel Selbsttäuschung. Dann viel Täuschung durch solche, die mit der Realität einfach nichts am Hut haben. Und dann auch noch durch andere, die absichtlich täuschen und in die Irre führen. Damit werden Ängste und Orientierungslosigkeit von Menschen ausgenutzt. Oder schärfer gesagt: Die Menschen werden missbraucht.

Jesus: Ich weiß. Aber immerhin ist es so: Je näher ein Mensch Gott ist, desto näher ist er oft den Realitäten und damit der Wahrheit.

Dabei ist zu bedenken: Außer der objektiven Wahrheit existiert auch noch eine subjektive Wahrheit. Die objektive Wahrheit beschreibt die realen Gegebenheiten. Die subjektive Wahrheit gibt dagegen an, wieweit eine reale Gegebenheit einem einzelnen Menschen gut tut oder schadet. Also: Ein schöner Apfel in deiner Obstschale verheißt dir Wohlgeschmack. Kracht er dir aber unter einem Apfelbaum direkt auf den Kopf, ist deine subjektive Wahrheit: Der Apfel tut dir jetzt gerade nicht gut und ist ein Ärgernis.

Gott kennt auch immer diese subjektive Wahrheit. Und er weiß folglich, was jeden Menschen voranbringt und was nicht. Und je näher du ihm bist, desto eher hast du Zugang zu seinem Wissen über das, was für dich in deiner Situation gerade gut und vorteilhaft ist.

10.10. Gottes große Weite

Ich: Jesus, gestern ergab sich ein Gespräch mit einer Frau. Sie lebt in einem Umfeld, das sich eng an einzelne Aussagen der Bibel hält. Und sie orientiert sich selbst daran. Zugleich ist sie aus tiefstem Herzen mit dir unterwegs. Gestern nun habe ich sie in Verwirrung gestürzt damit, dass ich auf den Umgang der Geschlechter miteinander großzügiger blicke als manch anderer Mensch. Und am Ende gab ich ihr auch noch mit in die Nacht: Gottes Herz ist viel größer, als irgendein Mensch zu denken vermag.

Jesus: Ich liebe diese Frau. Und ich schenke ihr richtig gute Erfahrungen mit mir. Aber es ist bei ihr wie bei vielen anderen Menschen: Im Anfängerstadium des Glaubens halten sie sich manchmal wortwörtlich an einzelne Bibelverse. Das gibt ihnen Orientierung. Und damit fühlen sie sich sicher.

Doch mit der Zeit müssen sie lernen, dass Gottes äußerst großzügige Liebe über allem steht. Da können dann manche Aussagen in der Bibel – im Lichte seiner Liebe – stark an Bedeutung verlieren. Denn sie sind nur zeit- oder situationsbedingt. Das erschwert natürlich die Orientierung. Und da kann man schon mal im Gestrüpp des Lebens die Übersicht verlieren. Dann braucht es einiges an Mut und Vertrauen zu mir, wenn man mir folgen will. Doch ich lasse niemanden los – auch nicht im dunkelsten Lebensdickicht. Und ungewollte Abweichungen vom richtigen Weg vergebe ich gern.

Als du die Frau verwirrt hast, hast du getan, was ich wollte. Du hast dabei über eurem Gespräch mein Lächeln gesehen, hast es zu Recht als mein Einverständnis gedeutet und hast dich verhalten, wie ich es mir wünschte.

11.10. Tägliches Glück

Ich: Jesus, gestern sah ich in einem Bericht einen Förster im Ruhestand. In seinem Leben hatte er einen naturnahen Wald gegen viele Widerstände durchgesetzt. Und nun wurde gezeigt, wie er in seinem Wald sein Werk genoss. Er bezeichnete sich selbst als glücklich. Und er strahlte tatsächlich auch viel Glück aus. Das war beeindruckend.

Plötzlich war bei mir die Frage da: Soll dieser Mann vielleicht eine Art Rippenstoß für mich sein? Soll ich mich vielleicht selbst um eine glücklichere Ausstrahlung kümmern? Ich habe den Eindruck. Und da frage ich dich jetzt, Jesus: Willst du das vielleicht? Und soll ich dich auch gleich noch darum bitten?

Jesus: Du brauchst nicht erst zu bitten. Gern schenke dir jetzt sofort ein Stück Glück. Es ist kein stürmisches Glück, sondern bescheidenes Glück. Und es kann dir immer wieder entgleiten. Aber mein Geschenk ist bei dir und bleibt da. Du kannst täglich immer wieder darauf zugreifen. Zudem will ich dich auch ab und an daran erinnern.

12.10. Himmlisch beglückt

Ich: Jesus, es hat geklappt. Ich konnte mich an dein gestriges Glücksgeschenk ab und an erinnern. Und ich konnte es in mir hochkommen lassen. Wenn es gerade etwas zu tun gab, war zwar keine Zeit, in mich hineinzufühlen. Aber es gelang immer wieder zwischendurch. Ich würde sagen: Gestern war ich zwar kein dauerhaft glücklicher Mensch, aber immer wieder mal ein Mensch, der ein wenig himmlisch beglückt war.

Jesus: Dieses dein Glück beruht nicht auf persönlichen Erfolgserlebnissen. Oder anderen beglückenden Erlebnissen, wie es sonst meistens ist. Sondern es war mein Geschenk. Einfach so. Und es ist ein stilles Glück. Es hat ganz viel damit zu tun, dass du mit mir zusammen deinen Weg gehst.

13.10. Glück und Freude

Ich: Jesus, mich beschäftigt der Unterschied zwischen Glück und Freude. Glück ist mehr als Freude, das ist klar. Das gilt auch für das stille Glück, das du mir gerade geschenkt hast. Aber was ist sein Geheimnis? Es gibt ja viele irdische Freuden. Sie beruhen auf dem stetigen Wechsel zwischen Bedürfnis einerseits und Befriedigung andererseits. Doch dein Glück ist anders.

Jesus: Es gibt ein Glück, das dich erfüllt, wenn du in deiner Lebensbestimmung angekommen bist. In der Bestimmung, die deinem Leben einen Sinn gibt. Viele Menschen haben innerlich einen Kompass, der sie dahin lotst. Ihre Bestimmung hat dann meistens einen irdischen Sinn. Doch auch eine himmlische Aufgabe kann die Bestimmung sein. Das, mein Lieber, ist jetzt gerade bei dir der Fall. Und dein Glück beruht darauf.

14.10. Irdische und himmlische Bestimmung

Ich: Ist es Zufall, dass ich gestern über unsere Bestimmung geschrieben habe – und genau heute erlebe ich dazu etwas? Und das berührt und erfreut mich sehr. Vor 14 Tagen klagte mir eine Frau, dass sie seit 4 Jahren – anders als vorher – überhaupt keine Freude mehr an ihrem Beruf hat. Ich bin mit ihrem Problem in ein inneres Bild mit Jesus gegangen. Und Jesus hat mir darin gesagt und gezeigt: Sie soll ihre berufliche Belastung deutlich runterfahren. Dann wird sie zu großer beruflicher Freude zurückfinden. Beides habe ich an sie weitergegeben.

Und nun schreibt mir diese Frau: Die alte Freude am Beruf ist wieder da! Sie sei ganz beglückt. Und dabei hat sie ihre berufliche Belastung noch gar nicht abbauen können.

Jesus: Ihr Beruf ist im Moment die irdische Bestimmung für die Frau. Aber sie hat auch eine himmlische Bestimmung. Und damit sie in ihre himmlische Bestimmung ein Stück hineinwachsen konnte, habe ich ihr eine Weile die Freude am irdischen Beruf genommen. Nun hat sie bereits ihr berufliches Glück zurückbekommen – so bin ich manchmal. Und beim Abbau ihrer Belastung werde ich auch noch mithelfen.

15.10. Gebetserfolg

Ich: Jesus, vor neun Tagen habe ich wissen wollen, ob mehr Gebet vielleicht auch irgendwie mehr bewirkt. Und so habe ich – als Experiment – einige Tage eine halbe Stunde mehr gebetet. Gleich danach stach mir eine mögliche Folge ins Auge: Genau am ersten Tag, als ich mehr betete, wurden meine zwei Plattformen im Internet doppelt so oft besucht wie sonst. Und beides sind Plattformen im Dienste Gottes. Aber einen Tag später sanken die Besuche sofort wieder auf ihr vorheriges Niveau. Und auch als ich noch weiterhin mehr betete, blieben die Besuche auf dem niedrigeren Niveau. Jesus, was bedeutet das?

Jesus: Du hattest einen kurzen Achtungserfolg. Du solltest wissen, dass dein Experiment respektabel ist und von Gott nicht unbeachtet blieb. Aber für Besucherzahlen sollst du dich nicht extra ins Zeug legen. Da gibt es Bedeutsameres. Und sobald Wichtigeres von dir mehr Gebet erfordert, werde ich dich darauf aufmerksam machen.

16.10. Befreiung anderer

Ich: Jesus, du kennst es: Bei uns Menschen gibt es Ausrutscher ins Böse. Vor einigen Tagen erlebte ich an einem frühen Sonntagmorgen solch einen Ausrutscher. Und der war eindeutig ein Angriff des Gegenspielers. Meine Plattform Gottes-Manifest.de war erst kurz wieder im Internet etabliert. Und nun schrieb mir eine Frau dazu: Diese Plattform sei „Scheiße“. Ich hätte echt nicht mehr alle Latten am Zaun. Was ich da von mir gäbe, sei totaler Müll. Meine Website sei so dumm, dass man ständig kotzen müsse. Und ich solle mich mit dem Scheiß verpissen.

Ich habe dann um eine angemessene Reaktion gerungen. Und ich habe dafür sehr gebetet. Einen halben Tag später war klar, wie ich darauf im Sinne Gottes antworten konnte und sollte. Nämlich so: „Aha. Ein ganz spezielles Wort zum Sonntag für mich.“ Zusätzlich habe ich noch einen Text ins Internet gestellt. Und zwar dort, wo die Frau immer unterwegs ist. In dem Text ging es um göttliche Liebe, die sich nicht zum Zorn reizen lässt und das Böse nicht nachträgt.

Und dann geschah etwas Großes. Ein paar Stunden später stellte die Frau ihrerseits einen Text ins Internet. Und darin war sie nicht wiederzuerkennen. Sie wirkte wie verwandelt. Sie war nun offenbar völlig befreit von ihrem bösen Angriffsgeist. Und seitdem schreibt sie überhaupt völlig anders im Internet: Viel verständiger, weiser und manchmal fast lammfromm.

Jesus: Ja, manchmal lasse ich solche Ausrutscher zu. Menschen erschrecken dann gelegentlich über sich selbst und erleiden einen kleinen heilsamen Schock. Und der kann sie verwandeln. Allerdings helfe ich dabei meinerseits mit, indem ich die kurzfristige Kaperung durch das Böse auflöse und die Menschen wieder davon befreie.

17.10. Eigene Befreiung

Ich: Die gestern beschriebene Erfahrung hat bei mir ein altes Erlebnis wieder hochgebracht. Vor Jahren sprach ich mit einer jungen Frau über Christliches. Sie war leicht angetrunken.

Plötzlich steht diese Frau auf, kommt mit vorgestreckten und zum Klammmergriff geöffneten Händen auf mich zu und sagt: „Ich bring dich um!“ Ganz offensichtlich überkam sie plötzlich der starke Impuls, mich zu erwürgen. Nach ein paar Sekunden der Ratlosigkeit hatte ich die Eingebung, ihr zu sagen: „Jesus legt jetzt seine Hände auf deine Hände.“ Und ihre Hände sanken langsam wieder hinunter.

In diesem Fall wurde ich selbst aus einer beklemmenden Situation befreit. Zugleich erschrak aber auch die Frau über sich selbst. Ein bisschen später konnte ich ihr bei einem seelsorgerischen Problem helfen. Und für mich ist heute klar: Das Böse war in sie gefahren, um diese Hilfe zu verhindern, die sie dann aber doch noch durch mich erlebte.

Jesus: Ja, ich habe dich da aus einer ziemlich heiklen Situation gerettet. Du hast damals ein befreiendes Eingreifen durch mich erlebt. Aber auch andere Menschen können so etwas manchmal mit mir erleben. Dann, wenn sie mit mir unterwegs und offen dafür sind.

18.10. Zärtlichkeit

Ich: Jesus, gestern ging ein erstaunliches Paar vor mir her: Beide waren wohl in den Sechzigern. Er war groß und handfest. Sie war anderthalb Köpfe kleiner als er und zierlich. Und sie wog vielleicht nur halb so viel wie er. Es war auffällig: Sie gingen Hand in Hand. Und mir schien es undenkbar, dass sie ohne körperliche Verbindung zueinander einfach nur so nebeneinander herlaufen könnten. Den gewaltigen körperlichen Unterschied konnte nur eine besondere Liebe zusammenhalten, welche die ineinander verschränkten Hände offensichtlich anzeigten.

Schon einmal habe ich solch ein Paar gesehen: Er war groß und wohl in den Achtzigern. Sie war klein und zart und stand oben am Kopf einer Treppe. Er wartete unten am Fuß dieser Treppe auf sie und holte sie ab. Mit ausgebreiteten Armen rief er zärtlich zu ihr hinauf: „Komm, meine Kleine!“ Das Geschehen schrie nun fast danach, dass sie jetzt auch noch oben abspringen und hinunter in seine Arme fliegen würde …..

Jesus: Du warst gestern fasziniert von den beiden. Und dir dämmerte irgendwann später, dass die beiden etwas von der Liebe Gottes abbildeten – wenn auch in allerkleinstem Maßstab. Also etwas von der göttlichen Liebe, die zugleich himmelhoch und abgrundtief zärtlich ist. Mit ihr beugt sich der gewaltige Gott tief, tief hinunter zu den mehr als ameisenhaft kleinen Menschen. Und zwar in größter Fürsorglichkeit. Und ja, da hast du gestern ein klein wenig davon vorgeführt bekommen.

19.10. Gottes Zärtlichkeit

Ich: Jesus, es gibt ein wunderbares Buch mit dem Titel: „Die unbändige Liebe Gottes“. Der Autor spricht davon, dass Gott die Menschen leidenschaftlich liebt. Ich denke zwar: Leidenschaft ist etwas für jüngere Leute. Und ich in meinem Alter ziehe Zärtlichkeit vor. Auch menschlichen Babys dürfte eher mit einer zärtlichen Mama gedient sein als mit einer leidenschaftlichen Mutter. Aber egal welche Art von Liebesintensität man in Gottes Zuneigung hineinsieht: Gottes Liebe zu uns Menschen ist grundsätzlich phänomenal.

Unter irdischen Bedingungen gibt es eigentlich nichts Vergleichbares. Allenfalls reicht die Liebe einer Mutter zu ihrem Säugling ganz entfernt heran. Denn Gott ist unser Schöpfer, und wir sind gewissermaßen auch für ihn winzige Babys. Und wenn wir dann zu gestandenen Menschen herangewachsen sind, könnte man sagen: Als menschliche Erwachsene erleben wir rücksichtsvolle Vaterliebe, wenn wir in den Betrieb des Vaters einsteigen und bei ihm mitarbeiten dürfen. Also bei Gott. Oder Gott könnte man auch als sozial höchst engagierten Chef mit vielen kleinen Untergebenen sehen. Doch alle Vergleiche treffen die Liebe von Gott zu seinen Menschen allenfalls ansatzweise.

Gott ist dabei in einer einmaligen Situation: Er durchschaut uns völlig, kennt unsere Wünsche und Abneigungen und hat immer unsere gesamten Lebenserfahrungen parat. Er könnte uns damit so extrem manipulieren, dass wir umgehend die gefügigsten Marionetten für ihn wären. Aber seine grandiose Zärtlichkeit besteht darin, bis auf Milligramm abzuwägen, was er uns zumutet, was er uns Gutes tut und wie wir zu unserem Lebenssinn kommen. Also zu dem Sinn, der uns letztendlich erfüllen, erheben und beglücken wird. Und dabei achtet Gott peinlichst darauf, dass uns immer genügend Willensfreiheit bleibt.

Jesus: Ja, so ist es. Und der Abstand zwischen Gott und Mensch ist einfach himmelweit. Der Unterschied ist geradezu gigantisch. Da kann jeder Vergleich mit irdischen Verhältnissen nur unermesslich hinken.

Und noch eins ist deiner Sicht auf Gott hinzuzufügen: Gott nimmt mit seiner Zärtlichkeit oft gewaltige Schmerzen in Kauf. Die würden jeden Menschen auf der Stelle zerfetzen. Denn Gott fühlt mit absolut jedem Menschen mit. Etwa bei Krankheit, Streit, Unfall, Folter. Und auch da wiegt Gott ganz penibel zu, was ein Mensch aushält und was ihn letztlich voranbringt. Dabei nimmt Gott nie Rücksicht auf den Schmerz, den er sich selbst damit antut. Und manchmal überschreitet er dabei mit den betroffenen Menschen zusammen Leidensgrenzen, die unfassbar und unvorstellbar sind.

20.10. Licht der Welt

Ich: Jesus, du hast mir gestern Abend nahegelegt, mit dir in ein inneres Bild zu gehen. Und ich sah dann dies: Du gingst mit mir in Riesenschritten zu einer kleinen Kapelle. Sie liegt in der Nähe, und von da aus blickt man weit über das Land. Dort ließen wir uns auf die Bank neben der Kapelle nieder. Der Himmel war allerdings rabenschwarz, ja sogar beklemmend schwarz. Ich rätselte: Steht der Himmel vielleicht für die Schwärze der gegenwärtigen Weltsituation? Doch mit der Zeit zeichneten sich am Himmel ein paar Sterne und schließlich auch der Mond ab.

Und dann stand Jesus plötzlich ganz energisch auf. Er hob den linken Arm und streckte ihn gebieterisch zum Himmel. Nun wurde es schlagartig hell. Und die Sonne stand in voller Pracht über uns und erleuchtete und erwärmte alles.

Ich rätselte gestern Abend noch, wie ich denn nun diese Szenerie deuten sollte. Ich fühlte mich blind. Und ich hoffte, dass du, Jesus, mir heute die Augen öffnen würdest.

Jesus: Heute Morgen habe ich dir dann ja tatsächlich das Rätsel gelöst und dir deine Augenbinde abgenommen. Und du erkanntest: Was du innerlich sahst, war ein Ausspruch von mir, der im Johannes-Evangelium (8,12) überliefert ist: „Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht und mit ihm das Leben.“ Dieser Ausspruch war nun in ein eindrucksvolles Bild übersetzt.

Zusätzlich kannst du dabei im Bild auch noch die Sonne als Gott interpretieren. Und das heißt dann: Gott ist kein kalt fordernder, sondern ein warm gebender Gott. Und als den möchte ich ihn den Menschen immer wieder nahebringen.

21.10. Das Dasein

Ich: Jesus, als ich heute Morgen das Gespräch mit dir suchte, tat sich dafür zunächst kein überzeugendes Thema auf. Ich suchte und suchte. Dann aber trat Stille ein. Eine warme Stille. Und plötzlich formten sich deutlich Gottes Worte in mir: „Du bist da.“ Erst habe ich gerätselt, was die Worte sollen. Schließlich verstand ich sie als Impuls, mein Dasein ein wenig in den Blick zu nehmen. Und ich fand, dass es eigentlich ziemlich weit auf Gott ausgerichtet ist. Daraus ergab sich die Frage – so rein theoretisch: Gibt es eigentlich ein absolut neutrales Dasein? Oder ist das Dasein immer auf etwas ausgerichtet?

Jesus: Die Menschen können – rein theoretisch – für vieles da sein: Für sich selbst, für andere Menschen, für bestimmte Aufgaben oder auch für mich. Dabei kann das Dasein zugleich mehrere Ziele haben. Und darunter können sowohl irdische als auch überirdische Ziele sein.

Und da habe ich nun eine kleine praktische Aufgabe für dich: Überleg mal, zu wieviel Prozent sind ich und Gott und dein Daseinsziel?

21.10. Das Dasein

Ich: Jesus, als ich heute Morgen des Gespräch mit dir suchte, tat sich dafür zunächst kein überzeugendes Thema auf. Ich suchte und suchte. Dann aber trat Stille ein. Eine warme Stille. Und plötzlich formten sich deutlich Gottes Worte in mir: „Du bist da.“ Erst habe ich gerätselt, was die Worte sollen. Schließlich verstand ich sie als Impuls, mein Dasein ein wenig in den Blick zu nehmen. Und ich fand, dass es eigentlich ziemlich weit auf Gott ausgerichtet ist. Daraus ergab sich die Frage – so rein theoretisch: Gibt es eigentlich ein absolut neutrales Dasein? Oder ist das Dasein immer auf etwas ausgerichtet?

Jesus: Die Menschen können – rein theoretisch – für vieles da sein: Für sich selbst, für andere Menschen, für bestimmte Aufgaben oder auch für mich. Dabei kann das Dasein zugleich mehrere Ziele haben. Und darunter können sowohl irdische als auch überirdische Ziele sein.

Und da habe ich nun eine kleine praktische Aufgabe für dich: Überleg mal, zu wie viel Prozent sind ich und Gott und dein Daseinsziel?

22.10. Gebets- und Arbeitszeit

Ich: Jesus, für deine Aufgabe von gestern habe ich drei Antworten: Nehme ich meine Gebetszeit, bin ich ziemlich wenig für dich und Gott da. Nehme ich meine Arbeitszeit für dich und Gott – und das ist im Moment hauptsächlich Schreiben –, komme ich derzeit auf maximal 20 Prozent des Tages. Und nehme ich das Ausmaß, in dem meine gesamte Existenz dir und Gott widme, dann sind das eigentlich 100 Prozent.

Jesus: Beim Gebet mag ich kurze knackige Gebete, wenn du dahinter mit deinem ganzen Willen stehst. Das ist mir lieber als langes oberflächliches Geplapper. Da ist deine Gebetszeit völlig ok für mich. Bei der Arbeitszeit für mich und Gott ist mir ein Einsatz mit ganzem Herzen lieber als nur formales Getue. Auch da bist du ok. Und wenn du mir und Gott ganz ernsthaft deine gesamte Existenz widmest, dann ist das einfach optimal. Das wiegt so einiges von dem auf, was vielleicht an Gebets- und Arbeitszeit für mich und Gott zu kurz kommt.

23.10. Selbstfürsorge

Ich: Jesus, uns Christen ist das Gebot der Selbstliebe gegeben. Zusätzlich zur Gottes- und Nächstenliebe. Aber mit der Liebe ist es so eine Sache. Und gerade das Wort Selbstliebe ist mir persönlich eine Nummer zu groß. Denn Selbstliebe kann allzu leicht nur sich selbst im Blick haben, wenn sie nicht in engem Verbund mit der Gottes- und Nächstenliebe daherkommt. Das Wort Selbstfürsorge gefällt dir dagegen wesentlich besser, das kann ich ganz gut abnicken.

Selbstfürsorge heißt für mich: Ich achte darauf, dass Körper und Seele ausreichend genährt sind. Zudem soll es Körper und Seele auch sonst gut gehen. Sie sollen einfach fit sein für die täglichen Lasten und Freuden. Und wie siehst du das, Jesus?

Jesus: Du hast noch eins vergessen. Deine Beziehung zu mir und Gott. Das gehört auch zur Selbstfürsorge: Den Kontakt zu mir und zu Gott aufrechtzuerhalten und zu pflegen. Denn du erhältst darüber so manchen Impuls und Kraftschub. Auch wenn du dir dessen oft gar nicht bewusst bist. Und überhaupt: Die Beziehung zu mir und Gott weitet dein Leben – nämlich bis in überirdische Dimensionen hinein. Das hat doch was!

24.10. Wüstenjahre

Ich: Jesus, heute Morgen habe ich Gott gefragt, welches Thema ich für heute haben könnte. Und er sagte: „Wiese“. Ich habe innerlich ziemlich dumm geguckt: Wiese? Aber ich weiß ja, es lohnt sich, rätselhaften Impulsen von Gott nachzugehen. Und schließlich bin ich bei meiner inneren Suche auf das Wiesenstück gestoßen, das ich sehe, wenn ich nach Südosten aus dem Fenster blicke.

Die Wiese dort steht jetzt so üppig da, wie noch nie in einem Herbst. Das Gras ist verblüffend hoch und dicht gesprenkelt von weißen Blütendolden. Dagegen war die Wiese vor zwei Monaten im heißen Sommer noch eine ausgedörrte Wüste. Und jetzt diese Üppigkeit!

Jesus: Die Wiese kannst du als Sinnbild verstehen für so manches Christenleben. Einige Christen erleben wirklich Wüstenjahre. Nichts gelingt. Nichts passiert. Und sie dürsten nach göttlichem Segen. Doch schließlich, wenn ihr Glaube schon fast verdorrt ist, kippt das Geschehen, und ein Segensregen prasselt auf sie nieder.

Du selbst hast genug Wüste kennen gelernt. Aber deine zwei Plattformen schlagen sich schon recht wacker. Und jetzt könnten es vielleicht sogar vier Plattformen im Internet werden. Du hast da schon eine Ahnung. Und daraus könnte überaus Fruchtbares erwachsen. Vielleicht steht jetzt dir selbst etwas Üppigkeit ins Haus ….. Lass dich überraschen!

25.10. Mein Liebster

Ich: Jesus, Gott hat mir heute Morgen erklärt: „Du bist mein Liebster!“ Einerseits habe ich das in mich aufgesogen. Andererseits habe ich aber auch sofort energisch protestiert: Nein, ich verkörpere doch nicht den Gipfel von Gottes Liebe! Da gibt es noch ganz andere Menschen. Aber Gott hat milde gelächelt und vielleicht sogar amüsiert gemeint: Jeder Mensch sei ihm doch der Allerliebste!

Jesus: Weißt du, die menschliche Sprache ist einfach mangelhaft, wenn sie die Intensität von Gottes Liebe wiedergeben soll. An ihrer Unzulänglichkeit scheitert jeder Versuch, Gottes überwältigende Liebe in wirklich angemessene Worte zu fassen. Schau mal, seine göttliche Liebe schließt zum Beispiel auch sämtliche Verbrecher mit ein, selbst wenn die sich seiner Liebe unentwegt entziehen und widersetzen. Und was dein Geliebtsein von Gott betrifft, stehst du damit also, wenn du so willst, mit Verbrechern auf einer Stufe …..

26.10. Freude

Ich: Jesus, ich stehe mit Verbrechern auf einer Stufe, meintest du gestern. Nein, das beleidigt mich nicht. Da rührt sich nichts in mir. Da staune ich eher über Gottes grandiose Liebe.

Aber nun kommt doch noch etwas in mir hoch: Worin unterscheide ich mich denn für Gott von Verbrechern? Da sollte es aber schon noch Unterschiede geben!

Jesus: Das ist ganz einfach: Du machst Gott mehr Freude. Und Gott hat auch mehr Freude daran, dich zu beschenken.

Aber vielleicht denkst du nun gleich: So mancher Großkriminelle lebt in Saus und Braus und hat viel mehr Freuden als du. Dein Lebensstil ist dagegen bescheiden, und deine Freuden halten sich in Grenzen. Das stimmt, ja. Doch du musst wissen: Gott ist nicht nur ein ewiger Gott, sondern er hat auch – wenn er will – ein ewiges Gedächtnis. Er vergisst also nie, dir das großzügig zu vergelten, womit du ihm hier Freude machst. Und das geschieht auch noch drüben in der anderen Welt. Du wirst das dort in vollen Zügen genießen …..

27.10. Alter und Demut

Ich: Jesus, ich erfahre es tagtäglich am eigenen Leib: Im höheren Alter geht es abwärts mit vielen persönlichen Möglichkeiten. Der Körper wird anfälliger und weniger belastungsfähig. Die Flexibilität des Geistes lässt nach. Die Aktivitäten fahren zwangsläufig herunter. Positiv schlägt dagegen vielleicht zu Buche: Man sitzt vielleicht auf einer großen Erfahrungsfülle. Und man erkennt leichter das Wesentliche. Oder gibt es vielleicht auch auf der geistlichen Ebene ein Plus für das Alter?

Jesus: Blick mal auf dich selbst. Und da siehst du doch: Gott kommt dir jetzt erst im höheren Alter deutlich näher. Und das geschieht auch so bei anderen Menschen.

Und das hat einen Grund: Das Alter macht demütig durch all die Verluste, die es gegenüber früheren Jahren und ihren Höhenflügen mit sich bringt. Und das ist auch Gottes Absicht. Der Ausblick auf den nahenden Tod kann erst recht Bescheidenheit lehren. Denn niemand kann sich hoch erhobenen Hauptes und mit voller körperlicher Breitseite durch das enge Tor des Todes zwängen. Und solche altersbedingte Demut kann Gott näherbringen.

Allerdings ist es dabei jedem Menschen selbst überlassen, wie er auf das Alter blickt. Er kann es als demütigend und als persönlich abwertend wahrnehmen. Oder er kann das Alter mit seinen Demütigungen als notwendige Vorbereitung betrachten. Und zwar als Vorbereitung für Höhenflüge, die Gott dem Tod folgen lassen wird.

28.10. Zweifel

Ich: Jesus, gestern haben mich Zweifel an diesem Tagebuch gepackt. Es soll ja Lesern und Leserinnen Impulse zu verschiedensten Themen geben können. Und mich trieb die Frage um: Wird es das wirklich leisten können?

Ich weiß, Zweifel gehören einfach zum Leben. Und du lässt sie auch zu. Denn sie können etwa aufdecken, dass man unglücklich abgebogen ist und einen falschen Weg geraten ist. Oder aber sie können aufzeigen, dass der eingeschlagene Weg – nach ausgiebiger Prüfung – eben doch der richtige ist. Und man kann ihn dann in neuer Gewissheit weiter unter die Füße nehmen.

Jesus: Mach es dir nicht unnötig schwer. Beim Tagebuch hängt nicht alles allein von dir ab. Ich bin ja eingebunden. Denn ich bin es doch, der Menschen ans Tagebuch heran und dann genau zu dem Eintrag und Thema führen kann, das sie umtreibt. Und ich bin es auch, der sie mit Gedanken beschenken kann, die ihnen weiterhelfen. Also: Schreib weiter! Und du wirst sehen, dass das Tagebuch für viele hilfreich sein wird.

29.10. Unsicherheit und Gelassenheit

Ich: Jesus, in diesen Tagen habe ich mich immer wieder selbst unter Druck gesetzt. Ich wollte mit dem Tagebuch und seiner Veröffentlichung schnell vorankommen. Dahinter steckte Unsicherheit. Mir war nicht klar, ob alles wirklich so klappen würde, wie ich es mir wünschte. Und das hätte ich am liebsten ganz schnell gewusst.

Unsicherheit ist ja immer wieder ein großes Thema im Leben. Auch bei mir. Sie kann hilfreich sein und dazu anspornen, Dinge schnell zu klären. Aber sie kann auch belasten und viel Energie fressen, wenn man Entwicklungen einfach nur abwarten kann. Und dabei schießt einem vielleicht noch immer wieder durch den Kopf, was alles schief laufen und daneben gehen kann.

Jesus: Du kennst eine wesentliche Lösung für Unsicherheit: Auf mich und Gott vertrauen. Dann kannst du voller Gelassenheit dem entgegensehen, was auf dich zukommt. Aber ich weiß ja auch: Vertrauen ist nicht einfach so da. Da solltest du mich darum bitten. Und zusätzlich kannst du dich dazu durchringen, einfach mit einigem Mut auf mich und Gott zu setzen. Häufiger wird dir das tatsächlich belohnt …..

30.10. Dreißig Tage sind um

Ich: Jesus, heute ist Sonntag. Man nannte den Sonntag früher gern Tag des Herrn. Und heute ist an diesem Tag die Zeit umgestellt worden. Zugleich gehen draußen extrem warme Oktobertage zu Ende. Es fühlt sich so an, als wenn sich der Sommer jetzt erst davonmacht. Da ist das schon ein besonderer Tag. Und zugleich gehen auch noch bei mir selbst die 30 Tage zu Ende, die ich mir am Anfang zum Experimentieren zugestanden habe. In dieser Zeit wollte ich sehen, ob ein Dialog-Tagebuch mit dir, Jesus, zustandekommt.

Tatsächlich gab es Tag für Tag etwas schreiben, das – hoffentlich – einigermaßen Substanz hatte. Damit ist mein Experiment tatsächlich positiv beendet. Und ich kann darangehen, unsere Dialoge ins Internet zu bringen. Du hast mich schon darauf vorbereitet. Und ich meinerseits habe mich daraufhin festgelegt, dass das unter der Überschrift „Tagebuch mit Jesus“ geschehen soll. Und nun ich bitte dich, Jesus, von ganzem Herzen, dass wir weiterhin sinnvolle und hilfreiche Dialogpartner bleiben werden.

Jesus: Bisher haben dich immer wieder Zweifel und Unsicherheit bei dem Vorhaben begleitet. Das wissen wir beide. Aber das wird besser werden. Offen bleibt nur, wie weit, wie lange und wohin uns dieser Ansatz tragen wird. Doch erst einmal bin ich auf jeden Fall dabei.

31.10. Zuversicht

Ich: Jesus, gestern Abend fiel ein merkwürdiges Gefühl über mich her. Ich habe es bald als Zuversicht identifiziert. Es war eine Kraft, die mir das Gefühl gab: Alles, was kommen wird, ist gut zu bewältigen. Es war wie ein göttlicher Rückenwind, der mich von hinten schob. Und dieser Rückenwind trieb mir ein Lächeln ins Gesicht. Zwar habe ich schon häufiger das Wort Zuversicht in den Mund genommen, aber ich habe Zuversicht noch nie deutlich als Kraft gespürt.

Später nahm mich Jesus erneut innerlich mit zur kleinen Kapelle. Und wir setzten uns da auch wieder auf die Bank. Wie vor 11 Tagen. Über den ganzen Horizont zog sich nun ein grandioses Morgenrot. Irgendwie waren plötzlich die Worte in mir: „Morgenrot – und alles im Lot.“ Und dann sagte Jesus noch – und er kann sogar Mundart: Diese Bank sei mein „Zuversichtsbänkle“. Jesus, dieses Wort fand ich einfach so köstlich!

Jesus: Wie schön, dass dir das Wort so gemundet hat! Du wirst es auch nicht so schnell wieder vergessen. Und das Wort kann noch mehr: Es wird sich auch einigen Lesern und Leserinnen einprägen.

Und damit werde ich hier auch noch ganz praktisch und verrate einen Tipp: Man kann sich selbst irgendwo ein „Zuversichtsplätzle“ suchen. Da angekommen atmet man anfangs tief durch. Dann lässt man dort ein Gefühl von Zuversicht in sich aufsteigen. Das wiederholt man zu unterschiedlichen Zeiten ein paar Mal. Und danach kann sich dieses Gefühl auf eben diesem Platz immer wieder von allein einstellen.

November 2022: Aufbruch

01.11. Ausstrahlung und Segen

Ich: Jesus hat mich heute Morgen in ein inneres Bild geführt, in dem es ein wenig um die Auswirkungen meiner Existenz ging. Die Frage war: Was bewirkt meine Existenz bei anderen?

Was mir dabei klar wurde, war: Mit unserer persönlichen Ausstrahlung wirken wir unbewusst auf die Menschen ein, die unmittelbar mit uns zu tun haben. Sie nehmen unser Befinden und unsere Stimmung wahr. Und davon überträgt sich etwas auf sie. Mit unserer Stimmung können wir sie also aufmuntern oder aber auch belasten. Und das geschieht in der Regel unbewusst.

Doch etwas anderes geht darüber hinaus: Von unserer Existenz kann auch Segen ausgehen. Und der wirkt über unsere unmittelbare Umgebung hinaus. Er durchdringt auch Wände und kann sogar ferne Regionen erreichen.

Jesus ergänzt meine Gedanken: Wenn sich ein Mensch Gott unterstellt hat, kann Segen von solch einem Menschen ausgehen. Dieser Segen ist dabei ein rein geistliches Geschehen. Er ist von irdischen Grenzen und Gesetzen völlig unabhängig. Gott lenkt den Segen, und dieser Segen kann – wie etwa auch jede Fürbitte – jeden Menschen auf der Erde erreichen.

Das Interessante ist dabei: Wenn sich eine größere Zahl von Jesus- und Gottesanhängern zusammenfindet, kann von ihnen zusammen eine intensive Segensintensität ausgehen.

02.11. Tag der Wahrheit

Ich: Jesus, ich spüre: Heute ist es dran, dieses Tagebuch ins Internet zu bringen. Und ich hoffe, dass auch solch ein Tagebuch eine gewisse Ausstrahlung hat und dass zudem von ihm Segen ausgeht.

Wie viele Menschen werden wohl die Einträge lesen? Und wie viele von werden wiederkommen, um weitere Einträge zu lesen? Ich nähere mich gerade mit großen Schritten dem Tag der Wahrheit. Und das ist der Tag, an dem die Statistik das erste Mal die Zahl der Besuche auf der Internetseite „Jesus-Tagebuch.de“ ausweist.

Jesus: Ich höre aus deinen Worten wieder Zweifel heraus. Deine Zuversicht ist nicht felsenfest, sie wankt. Aber ich weiß ja: Wenn du bis hierher gekommen bist, ziehst du das durch. So viel Mut hast du. Und mir ist es lieber, du bist unsicher und zweifelst ein wenig, als dass du so zweifelsfrei und selbstherrlich bist, einen grandiosen Erfolgslauf des Tagebuchs zu erwarten.

03.11. Verirrung

Ich: Jesus, ich wurde schon wieder in einer Internet-Aktion gestoppt. Und das hat sich in einem eindrucksvollen Traum heute Nacht widergespiegelt. Da bin ich genüsslich mit jemandem – ich vermute jetzt nachträglich, du warst es – durch eine schöne Landschaft spaziert. Aber irgendwann habe ich diesen Begleiter verloren. Zugleich wusste ich nicht mehr, wo ich war. Dann fand ich einen Schienenstrang, an den ich mich halten konnte. Er musste ja zu irgendeinem Ort hinführen. Aber schließlich nahm dieser Strang eine so enge Kurve, dass das es schon ein Knick war, den kein Zug mehr befahren konnte. Ich folgte also einer toten Strecke.

Heute Morgen denke ich: Das war genau meine Situation gestern Abend. Ich wollte dieses Jesus-Tagebuch voll Freude ins Internet bringen. Und ich dachte: Jetzt beim zweiten Mal hätte ich genug Übung für solch eine Aktion. Aber das war ein Irrtum, es gelang nicht. Ich weiß nun nicht: Sind die notwendigen Schritte zu schlecht beschrieben? Oder machte mein Gehirn Fehler? Es ist jedenfalls eine Situation, wie sie häufiger im Leben vorkommt: Nichts geht mehr. Und Jesus, ich habe einen Verdacht dazu. Vielleicht bestätigst du ihn mir nun.

Jesus: Ja, ich habe dich gestern anfangs begleitet. Dann habe ich mich zurückgehalten. Ich hätte dir locker richtige Ideen eingeben können. Aber ich wollte nicht. Und ich überlasse es dir, ob du meinst: Ich ließ zu, dass der Gegenspieler Gottes dich verwirrte. Man kann das so sehen. Oder ob ich dich bewusst an Grenzen stoßen ließ. Jedenfalls hast du darauf heute Morgen mit einem energischen Hilfeschrei an mich und Gott reagiert. Genau das wollte ich. Weil es letztlich unsere Beziehung stärkt.

04.11. Versuch und Irrtum

Ich: Jesus, nach dem gestrigen energischen Hilfeschrei bin ich mit meinem Vorhaben gut vorangekommen. Mit Versuch und Irrtum habe ich mich durch die Komplexität der Materie vorangetastet. Jetzt am Ende sieht das Ergebnis schlicht und einfach aus. Aber ich habe mich dafür – unerfahren, wie ich immer noch bin – längere Zeit durch verschiedenste Möglichkeiten gearbeitet. Doch jetzt ist das Tagebuch online, und ich bin glücklich!

Jesus: Ich danke dir sehr, dass du dieses Tagebuch schreibst. Und auch dafür, dass du die Mühen nicht scheust, es online zu stellen.

5.11. Start

Ich: Jesus, du hast mich wieder mal in ein inneres Bild geführt. Du brachtest mich an einen Fluss. Er lag ganz still wie ein kleiner See da, weil er aufgestaut war. Du gingst mit mir an den Staudamm. Und da zogst du ein großes Schott ein Stück hoch. Das Wasser begann, aus der Öffnung herauszusprudeln und zu fließen. Und unterhalb des Staudamms bildete sich nun ein quicklebendiger Fluss. Wir setzten uns auf eine Bank und schauten dem fröhlich dahinplätschernden Wasser zu. Wir genossen den Anblick. Und du sagtest: Was für ein feierlicher Augenblick!

Für mich war dieses innere Bild ein Vorgriff auf den heutigen Abend. Da werde ich im Internet Werbung für dieses Tagebuch machen. Und da sollte – dem Bild nach – etwas zu fließen beginnen.

Jesus: Ja, der Fluss wird sich voraussichtlich in nächster Zeit entfalten und verbreitern. Und wir beide werden daran unsere Freude haben.

6.11. Kirchen zum Jagen tragen

Ich: Jesus,ich bin bis in meine Grundfesten erschüttert. Gott hat mir heute morgen aufgetragen, eine Webseite für so etwas wie kreative Gottesfeiern aufzubauen. Und er hat mir das Motto dafür in den Kopf geschoben: „Die Kirchen zum Jagen tragen“. Sofort denke ich: Wer bin ich denn? Das ist doch einige Nummern zu groß für mich!

Dann kommt mir in den Kopf: Es gibt ja schon Kreatives von einigen Kirchen. Da ist zum Beispiel eine Webseite mit vielen recht poetischen Segenssprüchen. Wie etwa dem: „Gottgebe dir Flausen in den Kopf, Schmetterlinge in den Bauch und Liebe in dein Herz.“ Wunderbar! Und man kann sich auf der Webseite einen Spruch aus den Segenssprüchen heraussuchen lassen. Und zwar nach dem Zufallsprinzip. Da passiert tatsächlich schon etwas in den Kirchen. Und ich gratuliere ihnen hiermit ausdrücklich zu diesem Angebot und freue mich von Herzen darüber!

Aber etwas Elementares fehlt mir noch: Die Kirchen trauen sich leider nicht, Gott direkt und ganz frei zu den Menschen sprechen zu lassen. Ich dagegen verantworte bereits die Internetplattform Gottesoase, die 3000 Sätze und Sprüche anbietet. Gott kann diese Sprüche nutzen, um suchenden Menschen frei und direkt Hinweise zu ihrer persönlichen Situation zu übermitteln. Und dieses Angebot wird auch angenommen: Ohne Werbung hat die Gottesoase derzeit seit Monaten um die zwanzig Besuche pro Tag.

So, so: Und jetzt wünscht sich Gott also auch noch Gottesfeiern, in denen er die Menschen direkter als bisher ansprechen kann. Eigentlich ist mir das ja sehr recht.

Jesus: Jetzt brauchst du allerdings etwas Mut und Zuversicht, um das anzugehen. Und um die kreativen Ideen, die Gott dir schenkt, in die Öffentlichkeit zu bringen. Aber dazu habe dir ja schon vor einer Woche das „Zuversichtsbänkle“ geschenkt …..

07.11. Die bleierne Decke

Ich: Jesus, als ich zuletzt über heutige Gottesdienste nachdachte, war plötzlich das Wort in mir: „Bleierne Decke“. Und wenn ein Wort überraschend auftaucht, das außerhalb meines üblichen Sprachgebrauchs liegt, werde ich hellhörig. Deshalb denke ich, dieses Wort kam tatsächlich von Gott. Aber was meint Gott denn damit?

Meint Gott, dass Verwaltung und Organisation allzu oft das Leben in den Gemeinden überwuchern? In der Frühzeit der Menschheit wurde jedenfalls von den Priestern erwartet, dass sie einen direkten Draht zu den Göttern haben. Heute ist solch ein direkter Draht – so könnte man meinen – allenfalls Nebensache. Die Hauptsache scheint ein gutes theologisches Wissen über Gott zu sein, aber nicht das unmittelbare Gespräch mit Gott.

Oder meint Gott all das, was in Gemeinden durch Ehrgeiz, Neid oder auch Unsicherheit von Gemeindeleitern verhindert wird? Mir ist unvergessen: Ich bot einem Pastor eine Gruppe für seine Gemeinde an, in der ich Menschen in inneren Bildern näher an Jesus heranführen könnte. Woanders hatte ich schon in dieser Weise erfolgreich gearbeitet. Aber der Pastor wimmelte mich mit den Worten ab: Das sei nur etwas für „Gourmets“. Oder vor Jahren kam mir zu Ohren, dass eine Pastorin das Verhältnis unter den Pastoren in ihrer Stadt als „Haifischbecken“ bezeichnete.

Jesus: Ja, das alles ist ein riesiges Thema. So viel wird verpasst, bleibt liegen oder wird aktiv verhindert. Und Pfarrer und Pfarrerinnen können sogar – ohne sich dessen bewusst zu sein – Gott selbst als Konkurrenz für eigene Bestrebungen empfinden. Sie halten dann alles klein, was ihnen in ihrer Gemeinde glaubensmäßig über den Kopf wachsen könnte. Oder anders formuliert: Gemeindemitglieder dürfen keinen besseren Draht zu Gott haben als sie selbst.

8.11. Aufbruch

Ich: Jesus, was ist denn gegen die bleierne Decke von gestern zu tun? Darunter wegkriechen? Sie irgendwo wenigstens minimal anheben? Ich fände es ja mehr als vermessen, sie aufreißen zu wollen. Aber irgendein Aufbruch ist doch nötig!

Ich gehe Antwort suchend in ein inneres Bild mit Jesus. Und Jesus nimmt mich darin mit aufs „Zuversichtsbänkle“ neben der Kapelle. Ich sehe von da aus eine schwefelgelbe Wolkendecke über der Welt. Und mir steigt auch leicht der Geruch von Verbranntem in die Nase. Jesus sagt: „Jetzt pass auf, was passiert!“ Jesus steht auf und streut mit weit ausholender Geste ganze Hände voll kleiner weißer Körner über diese Wolkendecke. Da, wo die Körner nun etwas dichter hinfallen, reißt die schwefelgelbe Schicht auf. Und die Sonne erreicht dort wieder den Boden. Aber was heißt das nun, Jesus?

Jesus: Ich habe mal meinen Jüngern gesagt: „Ihr seid das Salz für die Welt“. So berichtet es das Matthäus-Evangelium (5,13). Und ich habe hinzugefügt: Wenn aber das Salz seine Salzkraft verliert, kann man es nur noch wegschütten. Nun aber hat ein großer Teil der Christen nicht mehr diese Salzkraft. Oder er hatte sie noch nie. Da ist es nötig, dass ich neues Salz auf sie herabrieseln lasse wie in deinem Bild. Dann kann das Licht Gottes zumindest an einigen Stellen bis zum Boden durchdringen. Und dort etwas in den Herzen verändern.

9.11. Hohe Politik

Ich: Jesus, dieser Tag ist für Deutschland ein hochpolitischer Tag. Am 9. November 1938 begann eine Serie immer haarsträubenderer politischer Verbrechen mit einem Progrom gegen Juden. Synagogen und jüdische Geschäfte wurden damals im Land zerstört. Hunderte Juden kamen dabei ums Leben. Zudem setzte eine massenweise Einlieferung in Konzentrationslager ein. Und im Jahr darauf begannen auch noch die Überfälle und Kriege gegen andere Völker und Staaten.

Ganz anders der 9. November 1989. Da fiel die Mauer zwischen den bisherigen zwei Teilen von Deutschland. Die Trennung in Ost- und Westdeutschland war bis dahin noch ein markantes Mahnzeichen und erinnerte an frühere deutsche Schuld. Nun aber fiel die Mauer, und die Trennung begann, sich in eine Vereinigung zu verwandeln. Im Mauerfall sehe ich jetzt ein gewaltiges Zeichen: Nämlich Vergebung durch Gott für frühere Schuld.

Jesus: Ja, Gott hat den Deutschen tatsächlich viel vergeben. Und er hat den Mauerfall wie einen Regenbogen nach der Sintflut über das Land gesetzt. Aber über Deutschland gibt es schon noch die schwefelgelbe Wolkendecke, die du gestern gesehen hast. Und mit ihr liegt – trotz aller Vergebung – noch einiges an alter Kriegsschuld über dem Land. Teils überträgt sich diese Schuld in Form seelischer Schäden immer noch von Generation zu Generation. Teils nährt sich der Hass, der immer wieder um sich greift, aus alten ideologischen Wahnideen, die großes Elend und große Schuld über das Land brachten.

Es ist noch ganz viel Salz auf die Wolkendecke zu streuen! Das kann dann – um in ein anderes Bild zu wechseln – in vielen Seelen Eis und Glatteis antauen und zum Schmelzen bringen.

10.11. Himmelswürze

Ich: Jesus, das Salzthema hat mich seit vorgestern begleitet. Und heute Morgen tauchte dazu in mir das Wort „Himmelswürze“ auf. Damit lässt sich etwas besser hantieren. Himmelswürze sind dann sämtliche göttlichen Impulse, die Gott voller Liebe über die Menschheit streut.

Der Haken ist nur: Diese Impulse müssen auch von den Menschen aufgenommen, ja aufgesogen werden. Sonst kann die Würze nicht würzen. Gott hat zwar die Menschen schon von Haus aus mit einiger Würze ausgestattet, und ich meine damit Kreativität. Doch allzu oft fällt sie nur ziemlich seicht und alltäglich aus. Und darüber hinaus kann diese natürliche Kreativität des Menschen sowohl Gutes wie Böses anrichten. Da braucht es doch noch einiges zusätzlich.

Jesus: Ich weiß. Und Gottes Würzimpulse umfassen deshalb auch eine riesige Palette mit manchmal besonderer Würzkraft. Sie sind etwa pfeffrig, wenn sie Menschen von einem falschen Kurs abbringen wollen. Oder sie sind honigsüß, wenn sie Menschen in liebevollem Tun bestärken sollen. Allerdings prallen die göttlichen Impulse oft an den Menschen ab. Oder die Menschen nehmen sie gar nicht wahr, nehmen sie nicht auf oder wertschätzen sie nicht. Das ist ein großes Thema.

11.11. Vaterschmerz

Ich: Jesus, als ich heute vor Gott still war, spürte ich einen leichten Schmerz auf meiner Herzseite in der Brust. Ich war irritiert. Dann kam es zunächst zu einem innerlich erhebenden Prozess. Doch genau danach tauchte – als Kontrapunkt dazu – ein uralter seelischer Schmerz auf: Ich sah bildlich, wie mein Vater mich als kleinen Jungen zusammenstauchte. Und warum dieser Schmerz heute? Nun gerade heute am 11.11. hatte mein Vater immer Geburtstag …..

Eigentlich bin ich inzwischen praktisch schmerzfrei, was meine Vergangenheit anbelangt. Aber mir war klar: Jetzt stößt mich Gott sozusagen mit der Nase darauf, dass unglaublich viele Menschen mit Vaterschmerz oder mit Mutterschmerz unterwegs sind. Und auch mich hat Vaterschmerz jahrzehntelang davon abgehalten, ein inniges Verhältnis zu Gott zu entwickeln. Denn schmerzliche Erfahrungen mit dem Vater übertragen wir nicht nur auf andere Menschen, sondern leider auch auf Gott. Unser biologisch verankertes Vorsichts- und Angstprogramm sorgt dafür.

Für mich hat das bedeutet: Gottes Himmelswürze ist lange Zeit bei mir auf relativ harten Boden gefallen – also Gottes Liebesimpulse. Aber zum Glück hat sich bei mir ungefähr ab dem 25. Lebensjahr ein umso innigeres Verhältnis zu dir, Jesus, eingestellt.

Jesus: Ja, ich bin das Mensch gewordene Abbild Gottes. Und ich mache kaum jemandem Angst. Zu mir können auch diejenigen Zugang finden, die der Vaterschmerz von Gott fernhält.

Gott hat dich heute darauf hingewiesen: Vaterschmerz ist ein gewaltiges Kapitel in der Menschheitsgeschichte. Es hat schon immer – und noch bis heute – das Verhältnis unendlich vieler Menschen zu Gott bestimmt. Und es ist dann die große Frage: Wie können Gottes Liebesimpulse auch diese Menschen erreichen?

12.11. Abwehrschirm Theologie

Ich: Heute Morgen tauchte der Gedanke in mir auf, dass Menschen manchmal die Theologie als Abwehrschirm benutzen. Sie haben sich etwa ausgiebig mit der Bibel befasst und sich über biblische Gedanken und Prinzipien eingehend informiert. Und vielleicht kennen sie auch noch die Ansichten berühmter Theologen. Ihrer persönlichen Meinung nach wissen sie dann ausreichend Bescheid darüber, was Gott in der Welt will und was aus seiner Sicht zu tun ist. Damit können sie, so meinen sie, gut auf lebendige Impulse von Gott verzichten. Die würden sie nur irritieren. Manche Menschen wirken dabei in ihrer Selbstgewissheit sogar geradezu selbstherrlich.

Ganz anders Menschen in großer Not. Sie sind häufig weit offen für alles, was ihnen helfen kann. Und sie können dabei auch offen für unmittelbare hilfreiche Impulse von Gott sein.

Jesus: Zwischen den ablehnenden Menschen und den notbedingt zugreifenden Menschen gibt es aber noch eine ganze Menge anderer Menschen. Und die können Gottes direkte Liebesimpulse tatsächlich nicht wahrnehmen und spüren. Sie sind da gewissermaßen blind und taub. Dabei sehnen sie sich manchmal nach solchen Impulsen. Zwar kann solche Blindheit und Taubheit zeitweise auch zu ihrem Besten sein. Etwa wenn sie sonst nicht angemessen mit göttlichen Impulsen umgehen könnten. Aber im Prinzip würden solche Impulse fast unendlich vielen Menschen gut tun. Und sie würden ihnen mehr auf die Beine helfen. Da liegt wirklich ein gewaltiges Aufgabengebiet für mich und Gott.

13.11. Gottes Üppigkeit

Ich: Jesus, heute Morgen hat Gott selbst mich in ein inneres Bild entführt. Er versetzte mich in eine größere Kapelle in der Nähe. Und in der wird gern mal geheiratet. Denn die Kapelle prangt in üppigem Barock, der etwas von der himmlischen Herrlichkeit auf der Erde sichtbar machen soll. Früher hatte solche Herrlichkeit den Sinn, Kapellen- und Kirchenbesucher immer neu zu Entscheidungen für den Himmel zu bewegen.

In dieser Kapelle saß nun Gott direkt hinter mir. Und er flüsterte mir ins Ohr: Ich solle etwas von der himmlischen Üppigkeit in die gegenwärtige Zeit holen. Da habe ich erst einmal nur Boah! gedacht. Was für ein Auftrag! Erste bescheidene Ideen sind zwar schon da bei mir. Sie sollen in die Webseite für neue Gottesfeiern einfließen, die Gott mir vor einer Woche ans Herz gelegt hat. Aber Gottes Dimension überragt alles. Wer bin ich da!?

Jesus: Ja, so weit hast du noch nie zu denken gewagt. Und ohne Gott stehst du auch mit deinen persönlichen Mitteln praktisch nackt da. Du wirst sehr auf Gott schauen und hören müssen.

14.11. Musik

Ich: Jesus, heute kam in mir das Thema Musik auf. Seit alters her gehört Musik zu religiösen Ritualen. In entsprechender Weise spielt sie auch heute noch in Gottesdiensten eine bedeutende Rolle. Und der Himmel wird oft als ein Ort gedacht, an dem es nur so singt und klingt.

Was macht Musik? Sie kann offenbar sogar den Himmel öffnen. Mir ist ein persönliches Erlebnis unvergesslich: Vor 55 Jahren saß ich in einer alten gotischen Stadtkirche in einem Bach-Oratorium. Mitten drin in der gewaltigen Musik Bachs öffnete sich der Himmel zusätzlich über mir, und von oben kamen unglaubliche Töne zu mir herab. Zum Teil hörte ich Instrumente, die ich auf der Erde noch nie gehört hatte.

Jesus: Ja, Musik kann eine Himmelsgabe sein. Sie kann ein Stück Himmel auf die Erde herunterholen. Aber sie kann auch die Erde dem Himmel ein Stück entgegenheben. Und entsprechend muss und wird sie bei dir eine bedeutsame Rolle dabei spielen, wenn es um neue Gottesfeiern geht.

15.11. Vertrautheit mit Jesus

Als Mann kann ich keine Braut Christi werden. Ich habe mich also gefragt, wie ich denn meine Beziehung zu Jesus verstehen kann. Bin ich ein Bruder, Freund, Kumpel von ihm? Das passt alles zwar ein kleines bisschen, wenn man irdische Beziehungsmuster zum Vergleich heranzieht. Doch zugleich passt es auch überhaupt nicht. Die besondere Qualität unserer Beziehung finde ich vielmehr durch den Begriff „Vertrautheit“ ganz gut beschrieben. Seit Jahrzehnten arbeite ich immer wieder mit Jesus zusammen. Insbesondere führe ich gelegentlich andere Menschen in innere Bilder hinein, in denen sie ihrerseits Jesus näher erleben und kennenlernen. Und in dieser Zusammenarbeit hat Jesus sich immer wieder als ausgesprochen vertrauenswürdig und verlässlich erwiesen. Und das sowohl für mich als auch für diejenigen, die ihn auf diese Weise kennenlernten. Aber jetzt, Jesus, frage ich dich mal selbst, wie du unser Verhältnis siehst.

Und gerade, wo ich dich dies frage, sehe ich dich innerlich mir gegenüber sitzen. Du schaust mich mit zutiefst liebendem Blick an. Und du lächelst dazu auch noch voller Liebe. Aber du schweigst. Doch nach einer Weile reichst du mir die Hand. Und ich ergreife sie meinerseits lächelnd. Unser intimes Händeschütteln, das nun folgt, sagt viel, viel mehr als nackte Worte …..

Jesus: – – –

16.11. Partnerschaft mit Gott

Diese liebende Verbindung wiederum, so meinen einige, hätte letztlich das Ziel des Einswerdens mit Gott. Doch das ist leicht misszuverstehen. Denn das klingt nach einer Verschmelzung mit Gott. Es ist zwar durchaus wünschenswert, dass unser Wille in Gottes Willen einschwingt und mit ihm identisch wird. Doch Gott hat uns bewusst als ganz eigene Person geschaffen. Auch bei Willensgleichheit mit Gott sollen wir eigenständig bleiben. Und das heißt konkreter: Wir sollen Gott ergänzen. Dann kann er uns in der irdischen Welt gebrauchen und einsetzen. Und jedes Mal, wenn wir uns – bei aller Eigenständigkeit – dafür entscheiden, seinen Willen für uns zu übernehmen, freut Gott sich über uns. Wären wir verschmolzen mit ihm, würde ihm diese Freude entgehen. Oder wie siehst du das, Jesus?

Jesus: Alle Menschen sind Partner Gottes bei der Weiterentwicklung der Welt. Sowohl in materieller als auch in sozialer Hinsicht. Und Gott wünscht sich Gemeinschaft mit ihnen, während die Menschen gleichzeitig möglichst viel Gemeinschaft untereinander haben. Darauf zielt sein Wunsch nach Nächstenliebe ab. Solch eine Gemeinschaft ist dann kein uniformes Einssein, sondern ein vielköpfiges Wesen, von einem gemeinsamen Band zusammengehalten. Und Gott liebt besonders vielstimmige Chöre …..

17.11. Gottesfest

Ich: Als ich heute Morgen im Dunkeln nach der Zeit sah, war es genau 6.00 Uhr. Zwischen mir und Gott hat es sich eingebürgert, genau diese Zeit als Gottes Ruf zum Aufstehen zu verstehen. Auch wenn ich mich nicht ausgeschlafen fühle. Aber als Rentner kann ich ja tagsüber nachschlafen.

Vor 6 Uhr lag ich schon wach, und mir ging durch den Kopf, was ich noch an weiteren Aufgaben neben diesem Tagebuch haben könnte. Und mir erschien es denkbar, dass es vielleicht bis Ende des Jahres ein kleines Bündel von sechs Webseiten geben würde, das ich zu verantworten hätte. Darunter könnte eine Webseite Gottesfest.de sein – eine Adresse, die ich mir schon länger gesichert habe. Und Gott hat mir heute Morgen klargemacht, dass es im Prinzip ein Fest ist, mit ihm und für ihn unterwegs zu sein. Also könnte die Adresse Gottesfest.de eine Art Dach über allen anderen Webseiten werden.

Jesus: Merkst du, wie sich das rundet, was dir bisher in verschiedensten Gedankenfetzen durch den Kopf geisterte? Gott ist so etwas von mit dir!

18.11. Lebenslauf

Ich: Zu meiner Verblüffung ist dieses Tagebuch vorgestern im Internet 30mal besucht worden. In den letzten Tagen davor lag der Schnitt bei 10 Besuchen pro Tag. Ich habe die erhöhte Besuchszahl als Bestätigung, ja sogar als Aufforderung von Gott empfunden, tatsächlich den gestern skizzierten Schritt zu insgesamt sechs Webseiten zu tun.

Heute Nacht hat mich dabei beschäftigt, wie viel ich dabei von meinem Lebenslauf preisgebe. Im Elternhaus habe ich gelernt, mich vor den Eltern zu verschließen, um nicht verletzt zu werden. Und so habe ich es auch weithin in meinem späteren Leben gehalten. Jetzt allerdings gebe ich hier schon im Tagebuch tagtäglich immer mehr kleine Stücke von mir preis. Und da dürfte langsam das in sich zusammenfallen, was mich hindert, auch über frühere Zeiten ausführlicher zu sprechen.

Jesus: Ich lächle. Weißt du, Lebensläufe können für andere Menschen auch das Salz sein, von dem ich vor zehn Tagen sprach. Oder ein Würzmittel Gottes. Sie können anderen Menschen Impulse geben für ihr eigenes Leben.

19.11. Radtour

Ich: Das Thema lässt mich auch heute nicht los: Lege ich nun etwas intimere Dinge aus meinem Leben offen oder nicht? Aber Gott macht mir klar. Das muss sein. Heute Morgen habe ich jedenfalls an mich als 15jährigen gedacht. Ich nahm damals mein geliebtes Rad und fuhr damit von Hannover bis an den Bodensee zu einer Freizeit. Und auch noch wieder zurück. Das war schon ein etwas kühneres Unterfangen. Und zugleich habe ich gedacht: Ein bisschen erscheint mir die damalige Radtour wie das Schreiben dieses Tagebuchs. Das empfinde ich auch als ein etwas kühneres Unterfangen.

Jesus: Als du vor sieben Wochen mit dem Tagebuch angefangen hast, war noch außerhalb deiner Vorstellung, wohin du dich inzwischen geschrieben hast. Und es kann gut sein, dass du dich wundern wirst, wohin du noch mit dem Tagebuch kommen wirst.

20.11. Alte Klosterkirche

Ich: Jesus, Gott hat mich heute gefragt: „Was willst du heute haben?“ Ich fand es erstaunlich, dass er mich so nach Wunsch und Willen fragte. Ich erwiderte, ich wünschte mir einen neuen Beitrag für das Tagebuch. Und er schlug vor, mit ihm in ein inneres Bild zu gehen. Das fand ich gut.

Gott nahm mich daraufhin innerlich mit in eine tausend Jahre alte Klosterkirche. Sie liegt nicht weit entfernt. Und sie ist schlicht, hat noch ein paar verblasste alte Fresken an den Wänden und eine wunderbare Atmosphäre. Als ich mich in ihr umsah, erfüllte Gott in Gestalt von warmem Licht den ganzen höher liegenden Chorraum. In diesem Gebäude mit tausendjähriger christlicher Geschichte erklärte mir nun Gott: Er wolle seine Geschichte mit den Menschen in verstärkter Weise fortschreiben. Wie denn? wollte ich wissen. Und Gott meinte: Ich würde doch schon an neuen Konzepten für Gottesfeiern arbeiten. Ich darauf: Aber die seien doch nur wie Tropfen auf einen heißen Stein! Gott: Ich solle sie nicht unterschätzen. Und ich wieder: Die brauchten aber doch noch ganz andere Menschen als mich, um tatsächlich verwirklicht zu werden. Gott darauf: Die würde er schon noch berufen.

Ich war zutiefst erschüttert. In meinen Gedanken ging ich nun mitten in dieser Kirche auf die Knie. Und mir kamen die Tränen.

Jesus dazu nur: „Fahr hin und erneuere deinen Bund mit Gott!“

Ich: Jesus, jetzt drei Stunden später bin ich wieder zurück aus der Kirche. Sie hat mich erneut fasziniert mit ihrem urwüchsigen, dicken Mauerwerk. Und mit der Leichtigkeit, die ihr trotzdem innewohnt. Es war zwar novemberkalt in ihrem Inneren, und dennoch habe ich mich in ihr „pudelwohl“ gefühlt – sofern man so etwas von einer Kirche sagen darf.

Ja, und Gott war auch da. Aber was wir besprochen haben, das behalte ich für mich.

21.11. Kleinste neue Gottesfeier

Das Konzept für die kleinste neue Gottesfeier ist bereits fertig. Sie soll nur etwa eine Minute dauern. Und ich verstehe diese Feier als kleines Gebet zu Jesus oder Gott, das prompt direkt beantwortet werden kann.

Und zwar geschieht das so: Man drückt auf einer noch zu schaffenden Webseite auf einen Knopf. Das ist dann eine Bitte an Jesus oder Gott und damit schon Teil des Gebets. Und dann wählt das System, das hinter der Seite steht, aus einer größeren Auswahl einen Satz aus. Der Satz wird von ein paar Klängen eingeleitet. Und nach dem Satz folgen noch ein paar weitere Klänge, mit denen diese winzige Feier dann ausklingt.

Zunächst einmal kann der Satz, den man erhält, eine direkte Antwort von Jesus oder Gott sein. Da sollte man dann innerlich hinspüren und prüfen, ob das so ist. Außerdem kann aber der Satz auch indirekt wirken: Er löst etwa einen entfernten Gedanken oder ein unerwartetes Gefühl aus, das Jesus oder Gott schenken will.

Jesus: Wer beim Anhören einen spürbaren Impuls erhält, bei dem festigt das sofort die Beziehung zu mir oder Gott. Etwas komplizierter ist es, wenn keinerlei Impuls erlebt wird. Dann kann man die eine Minute immerhin als willkommenen kurzen Ausstieg aus dem Alltag verbuchen, wenn die Klänge als angenehm erlebt werden.

Und im Übrigen: Ich und Gott nehmen auf jeden Fall die Hinwendung als Gebet wahr – so wie jedes Gebet im Himmel registriert wird. Und ein Gebet als solches hat zumindest längerfristig immer eine gewisse Wirkung. Und wenn mal ein Mensch an einem Tag eine Serie solcher winzigen Feiern abruft, dann kann ich versprechen: Das hat auf auf jeden Fall Wirkung. Und sei es auch nur etwa in Form einer leichten Anhebung des Lebensgefühls.

22.11. Abhängigkeit und Macht

Ich: Jesus, heute Morgen sagte Gott mir: „Heute wird es schwierig.“ Nach einer Weile hatte Gott so etwas wie eine kleinlaute und bedürftige Stimme, wie ich sie bei ihm noch nie gehört hatte. Und er sagte, ein Mensch sei in Schwierigkeiten. Er nannte mir den Namen und bat mich, für diesen Menschen besonders zu beten. Ich tat es.

Gottes bedürftige Stimme hat mich sehr bewegt. Er hat mir damit offenbar bewusst gezeigt, dass er abhängig von uns Menschen ist. Nicht aus Schwäche, sondern aus seinem liebenden göttlichen Willen heraus. Denn wenn er uns ernsthaft Verantwortung in dieser Welt überträgt und damit etwas von seiner Macht an uns abtritt, wird er ja ein kleines von uns Stückchen abhängig.

Umgekehrt heißt das: Der Mensch hat eine gewisse Macht in dieser Welt. Und das sehen und erleben wir jeden Tag. Der Mensch hat dabei viel Macht zum Guten und ebenso zum Bösen. Aber zugleich ist die Macht derjenigen nicht zu unterschätzen, die sich ganz auf Gottes Seite stellen und Gott ausdrücklich um sein Eingreifen bitten. Die also beten. Wenn sie in seinem Sinne und entsprechend seinem Willen bitten, sind sie auch ein Stück mächtig. Die sogenannten Stillen im Land haben damit gemeinsam einen großen Hebel in der Hand. Und sie geben damit zugleich Gott ein Stück der Macht zurück, die er zunächst an die Menschen abgetreten hat.

Noch etwas: Bei meinem Beten heute Morgen tauchte in mir plötzlich eine kleine wesentliche Idee für die Gestaltung der neuen Gottesfeiern auf. Auch Gottes Kreativität und Schöpfungskraft ist zum Teil davon abhängig, dass wir Gott mit unserem Gebet in die Welt hereinbitten.

Jesus: Dem habe ich nichts hinzuzufügen …..

23.11. Leicht ums Herz

Ich: Heute morgen gab mir Gott das Stichwort „Hüpfen“. Und ich durfte rätseln, was er meinte. Es gab eigentlich nur eine Lösung, das merkte ich bald: Ein Herz hüpft vor Freude. Und ja, mein Herz hat Anlass dazu.

Denn gestern ist die Webseite für neue Gottesfeiern fast fertig geworden. Sie enthält jetzt zwölf Formen von Feiern. Außerdem habe ich ein vor Jahren geschriebenes Manuskript für eine christliche Fantasy-Geschichte hervorgekramt. Und ich fand gestern auch noch einen neuen Titel dafür: „Nimm’s leicht! Werde wie eine Feder.“ Diese Geschichte könnte ich ebenfalls veröffentlichen. Zudem habe ich bis Weihnachten auch noch Zeit für etwas Lebensgeschichte von mir. Und im Übrigen liegt die Zahl der Besuche meiner drei bisher öffentlichen Webseiten derzeit bei etwa 50 pro Tag. Das ist für meine Verhältnisse schon ganz ordentlich, da ich kaum werbe.

Ja, mein Herz hüpft. Und mir ist leicht ums Herz.

Jesus: Ich freue mich mit dir. Das wird ein ganz ertragreiches Jahr für dich. Und du darfst auf das neue Jahr gespannt sein.

24.11. Leistung und Ziel

Ich: Ich habe Jesus und Gott gefragt: Heute mal wieder ein inneres Bild? Ich bekam zwei Neins. Da habe ich in mich hineingehorcht. Und das Wort „Fleiß“ tauchte plötzlich in mir auf. Ok, dann schreibe ich darüber.

Der Begriff Fleiß wirkt allerdings etwas altertümlich. Heute ist stattdessen das Wort Leistung in aller Munde. Ohne Leistung werde ich auch nicht das Ziel erreichen, bis Weinachten sechs Webseiten im Netz stehen zu haben. Und das will ich jetzt schaffen. Für mich ist das ein überaus sinnvolles Ziel, denn ich habe den Eindruck: Gott teilt es mit mir.

Jesus: Es wird viel sinnlose Leistung erbracht, die nicht mit Gottes Zielen im Einklang steht. Etwa wenn es insbesondere um Macht, Geld oder Ansehen geht. Und ganz schlimm ist es, wenn daraus ein Menschen verachtender Terror erwächst, der Gott geradezu ins Gesicht schlägt und seine Liebe verhöhnt. Es gab diesen Terror zu allen Zeiten. Und auch gerade jetzt. Aber nicht nur große Ziele, sondern auch alle kleinen Arbeits- und Lebensziele sind es wert, immer wieder mal auf ihren Sinn und ihren Einklang mit Gottes Zielen überprüft zu werden.

25.11. Urwald und Wüste

Ich: Jesus, du hast mich heute Morgen wieder mal in ein inneres Bild geführt. Aber es ging weder auf das „Zuversichtsbänkle“ noch an den Fluss. Sondern du führtest mich in den Urwald. Er war so etwas von üppig! Und es tobte ein wildes Tierkonzert um mich herum. Ich fragte Jesus: Was willst du mir damit zeigen? Und er sagte: So könne Gott schenken – also in Hülle und Fülle. Dann führte mich Jesus in eine Sandwüste. Und ich fragte wieder: Was willst du mir damit zeigen? Und Jesus sagte: Bei Gott führt der Weg in einen üppigen Urwald immer erst durch eine Wüste. Und oh ja, von solchen Wüsten habe ich selbst tatsächlich schon einige verspürt in meinem Leben.

Jesus: Aber es gibt in der Wüste Oasen, und die sind so üppig, dass man die Sandlandschaften drumherum vergisst. Solche Oasen gibt es wirklich im Leben. Und Gott kann immer mal wieder eine davon schenken.

26.11. Schweigen

Ich: Jesus, heute Morgen bekomme ich einfach kein Thema, über das ich schreiben kann.

Jesus: Das kann vorkommen. Dann ist es so. Gott schweigt ja oft. Und manchmal recht andauernd.

27.11. Heiliger Geist

Ich: Jesus, heute ist der erste Advent. Kirchlich beginnt man da an Weihnachten zu denken und an deine Ankunft in dieser Welt. Damit ist das Denken an den Tod im November abgehakt. Und sogar das neue Leben, das der Frühling bringen wird, kommt schon indirekt in den Blick.

Gott aber hat mir heute aber ein ganz anderes Thema gegeben: den Heiligen Geist. Und Gott schickte mich mit dir zusammen in dieselbe Kirche, in der er schon mit der Fülle seines Lichts und seiner Liebe gegenwärtig war. Das war vorn im höher gelegenen Chorraum. Nun aber standest du im tieferen Kirchenraum. Und ich schaute dort auf dich. Ich sah: Du blicktest nach oben über mir. Und von da kam nun eine Taube herunter. Plötzlich saß sie mir auf der Schulter. Und du winktest mich nach vorn. Du umfasstest dann die Taube zart mit deinen Händen, hieltest sie einen Moment so und setztest sie mir danach zurück auf die Schulter.

Jesus, was sagt mir das? Ich denke: Wir haben eine heilige Instanz in uns, die empfänglich ist für dich und Gott. Aber sie braucht erst eine Aufladung. Im Bild geschah das symbolisch dadurch, dass du die Taube eine Weile mit deinen Händen umgabst. Nach solbher Aufladung kann die heilige Instanz als göttlich gepoltes Gewissen funktionieren. Und ebenso als Empfänger göttlicher Gedanken und als göttlicher Gefühls- und Impulsgeber.

Wir tragen ja innerlich ein Abbild von Mutter und Vater ins uns, das uns dazu bringen kann, wie Mutter und Vater zu denken, zu fühlen und zu handeln. Besonders dann, wenn wir noch jung sind. Und so funktioniert das auch mit dir und Gott. Wir brauchen von außen die göttliche Aufladung unseres Empfängers, damit er dann als heiliger Takt- und Impulsgeber in uns funktioniert.

Jesus: So ist es. Und mit Advent und Weihnachten wird der innere Empfänger mit göttlicher Liebe, Freude und Frieden aufgeladen. Und es kann auch schon geistlich etwas zu knospen beginnen, das dann später wachsen und erblühen wird.

28.11. Gottes Liebe

Jesus, heute Morgen sagte Gott zu mir: „Ich bin dein Gott.“ Und er meinte damit: Er stellt sich ganz auf mich ein. Er spricht deutsch mit mir. Er spricht in relativ wenigen Worten mit mir und schwallt mich nicht mit Wortkaskaden zu. Er ist damit gewissermaßen das Spiegelbild von mir, denn bin in Gesprächen auch recht sparsam mit Worten. Aber Gott schafft es trotzdem, in wenigen Worten seine Liebe zu mir so rüberzubringen, dass ich den ganzen Tag davon zehren kann. Und als ich in meinen Gedanken so weit war, konnte ich nur sagen: „Du bist ein herrlicher Gott!“

Außerdem habe ich heute Morgen an die Frau in meinem Alter gedacht, mit der ich häufiger mal telefoniere. Ihre Enkelin, die monatelang bei ihr wohnte, ist vor einer guten Woche ausgezogen und in ihre Heimat zurückgekehrt. Und gestern ging es im Gespräch mit ihr um die Einsamkeitsgefühle, die nun wieder da sind – zusammen mit Ängsten. Irgendwann meinte ich, wenn sie täglich um Abhilfe beten würde, würde sich was ändern. Aber sie erwiderte, das tue sie doch schon bis zu dreimal am Tag. Da kam mir eine Eingebung. Ich fragte, zu wem sie betet – zu Jesus oder Gott. Sie meinte: Sie sage immer „Herr“ und damit seien beide gemeint. Aber im Grunde meine sie Gott. Doch ein „Lieber Gott“, das sei nur etwas für Kinder, das ginge für sie nicht. Und da sagte ich ihr: Ich selbst würde manchmal „geliebter Gott“ sagen. Und das war eine Offenbarung für sie, die sie beglückte und die sie sofort aufgriff. Jetzt bin ich gespannt, ob diese Anrede für Gott etwas in ihr ändert.

Jesus: Du fragst dich gerade innerlich, wie ich damit umgehe, wenn jemand mir Gott vorzieht. Früher warst du ja voll auf mich hin orientiert. Und heute steht für dich Gott im Vordergrund. Nach menschlichem Ermessen könnte ich eifersüchtig sein. Aber hast du das jemals bei mir bemerkt? Nein. Und ich habe ja auch mal nach dem Johannes-Evangelium gesagt: Der Vater und ich sind eins (10,30). Man kann ja nicht auf sich selbst eifersüchtig sein.

29. 11. Vergeblichkeit

Ich: Jesus, gestern Abend ist mir ein Buch in die Hände gefallen, das mich traurig gemacht hat. Vor vierzehn Jahren habe ich es in einer schweren Zeit daran geschrieben. Es ist voll wundervoller spiritueller innerer Bilder, die ich damals bekam. Und die haben mich damals ein Stück aufrechterhalten. Ich habe es dann als Book on Demand für mich selbst rausgebracht, weil es keinen Verlag interessierte. Da liegt jetzt also ein Schatz bei mir herum, der nur für mich selbst glänzt.

Heute Morgen hat mich Gott dann an die vielen Menschen denken lassen, die sich vergeblich für Dinge einsetzen oder eingesetzt haben. So wie ich mit meinem Buch. Es gibt so viel Vergebliches in der Welt. Zudem: So viele müssen schwer leiden. Und sie können keinen Sinn darin sehen. Ich denke dabei gleich an die Menschen in der Ukraine, die einen äußerst harten Kriegswinter vor sich haben. Oder ich denke auch an die Menschen anderswo in den Dürre- oder Überschwemmungsgebieten, deren Lebensentwürfe zerstört sind.

Jesus: Ja, es gibt so viel in der Welt, das vergeblich erscheint. Aber ich sage dir: Alle vergebliche Mühe ist bei Gott aufgehoben. Sie hat immer einen Sinn. Denk an meine Jünger, als ich am Kreuz hing: Sie meinten da, meine Existenz sei vergeblich gewesen. Und sie seien mir vergeblich gefolgt. Und du weißt ja, was danach geschah.

30.11. Aufstand

Ich: Jesus, Gott hat mich heute besonders früh aus dem Bett geholt. Und mitten in mein Gebet hörte ich die kleine Kirchenglocke, die fast zwei Kilometer entfernt um 6 Uhr immer läutet. Dieses Mal drang ihr Ton ganz zart durch die Fensterscheiben.

Ich habe Gott gefragt: Was gibt es heute für mich zu schreiben? Erst kam keine Antwort. Dann habe ich mich an dich, Jesus, gewandt. Und dann hast du ganz locker vor mir auf der Tischkante gesessen. Und ich habe mich gefragt: Wenn ich deine Sitzposition hier beschreibe, kann man dann meinen, dass ich ein bisschen daneben bin? Aber es muss sein. Denn ich gehe davon aus: Du hast bewusst da gesessen, um mir klarzumachen, dass jetzt Außergewöhnliches dran ist.

Gestern hat mir das Herz unglaublich geschmerzt, als ich an die Menschen in der Ukraine dachte. Sie haben jetzt einen Kriegswinter vor sich haben, der so schlimm wird, „wie seit dem letzten Krieg nicht mehr“. Das hat der Oberbürgermeister von Kiew gesagt. Und ich habe gedacht: Warum tut Gott nichts gegen die Unmenschlichkeiten, die da tagtäglich geschehen?

Und dann war er wieder da: der Gedanke an hilflose Kirchen und hilflose Christen. Warum haben sie nicht mehr Macht? Warum stecken sie in erstarrten Konventionen fest? Und mir kam der Gedanke an Aufstand: An ein Aufstehen aus Verhältnissen, in denen man festsitzt. Und ich fragte mich gestern schon: Ob „Aufstand“ vielleicht die Überschrift hier im Tagebuch für den Monat Dezember sein soll? Mir schien es so. Und jetzt, Jesus, sitzt du da so locker auf der Tischkante. Willst du jetzt auch vieles um dich herum lockern? Und das genau im Dezember, wo die christlichen Konventionen zu hoher Form auflaufen? Aber du bist ja nicht geboren worden, um als niedlicher Säugling aller Augen auf dich zu ziehen, sondern um gegen festgefahrene jüdische Theologie aufzustehen.

Mir kam heute Morgen die Idee, noch eine Webseite ins Netz zu bringen mit der Überschrift „Christlicher Aufstand“. Mir wurde bei dem Gedanken schwummerig. Was kann dann alles auf mich zukommen? Jesus versuchte, mich beruhigen: Er wolle dann keine Strafpredigt halten, sondern eine Liebespredigt. Aber ich fragte mich: Werde ich damit einer von den vielen Menschen, die angebliche Durchsagen von Jesus aufgeschrieben haben? Und Jesus beruhigte mich wieder: Du behältst deinen Kopf dabei!

Und dann dachte ich: Gut, dass ich in diesem Tagebuch mit der Veröffentlichung immer etwas hinterherhinke. Ich habe Bedenkzeit, ob ich dies hier wirklich veröffentliche.

Und ich werde mich wirklich heute hinsetzen und in den PC eintippen „Christlicher Aufstand“. Dann werde ich schauen, Jesus, was – kontrolliert von meinem Gehirn – weiter eingetippt werden möchte – oder soll oder muss.

Jesus: Ich bin mit dir.

Dezember 2022: Erhebung

01.12. Geburtstag

Was erwartet mich an meinem Geburtstag? Das fragte ich mich heute Morgen beim Aufstehen. Denn ich werde ihn als Einsiedler feiern.

Aber erst einmal war Gott da. Und er entführte mich ein drittes Mal in die tausendjährige Kirche. Die Kirche war jetzt erfüllt von einem Lichtermeer aus brennenden Kerzen. Ich musste mich erst einmal umschauen und genießen. Dann sehe ich dort: Gott und Jesus erwarten mich. Und eine dritte biblische männliche Gestalt steht auch noch neben ihnen – ihr Name tut hier nichts zur Sache. Die drei begleiten mich zu meinem Geschenk, das plötzlich wie ein größerer Berg aus Pappmaschee in der Kirche steht. Ich bekomme ein besonderes Messer in die Hand. Und damit schneide ich mich leicht und tief in den Berg hinein.

Zum Vorschein kommt nun ein übermannshoher schwarzer glatter und glänzender Würfel. Ich werde ermuntert, auch ihn mit dem Messer öffnen. Er besteht nur aus dünner schwarzer Plastik. Und bei einem ersten langen Schnitt fällt er gleich nach zwei Seiten auseinander. Mitten drin steht nun ein kleiner Junge. Ich versuche zu begreifen, was oder wer dieser Junge ist. Und dann verstehe ich plötzlich: Das bin ja ich als Kind. Und ich nun nehme ich diesen kleinen Jungen in meine Arme und drücke ihn an mich. Und dann jubelt ein Engelchor los. Und kleine Engel tanzen in einem weiten Kreis einen Reigen rund um uns herum.

Was soll das bedeuten? Ich denke: Ein dünner schwarzer Rahmen, der mein Leben immer noch ein wenig behindert hat, fällt genau heute. Und ich versöhne mich noch einmal extra über alle Jahrzehnte rückwärts bis in die Kindheit mit meinem gesamten Leben.

Ändert sich nun etwas an meinem Lebensgefühl? Ich weiß es noch nicht. Und ich gebe mir einen Tag Zeit, um besser ermessen zu können, was geschehen sein könnte. Und ob ich das Erlebte auch überhaupt öffentlich preisgebe.

Das Verrückte ist: Genau an meinem siebzigsten Geburtstag vor neun Jahren bekam ich als Geburtstagskind im Gottesdienst einer kleinen Gemeinde ungefähr dies prophetisch gesagt: Ich würde im Moment mit meinen Anliegen und Aufgaben festsitzen. Und so fühlte ich mich damals auch tatsächlich. Das stimmte also. Aber dann kam noch: Aber es würde für mich noch einen Durchbruch geben. Allerdings habe ich seitdem keinen Durchbruch erlebt. Und heute habe ich nun meinen Neunundsiebzigsten. Für Zahlentheoretiker ist das vielleicht eine besondere Zahl. Sollte da wirklich etwas Wesentliches geschehen? Jesus, wie siehst du das?

Jesus: Er lächelt nur vielsagend.

02.12. Rückenwind

Ich: Jesus, gestern am Geburtstagsnachmittag besuchte ich auch noch die Kapelle mit dem Zuversichtsbänkle. Und zwar in der Realität. Bei ihr bin ich ja schon mal innerlich am 31.10. gewesen. Nun aber ging ich tatsächlich hin. Unterwegs spürte ich einen auffälligen göttlichen Rückenwind. Und als ich auf dem Bänkle saß, machte mir Jesus Mut. Danach ging ich auch noch in die Kapelle, und dort machte mir Gott zusätzlich Mut.

Heute habe ich mich daraufhin entschlossen, das gestrige innerliche Geschehen tatsächlich als Durchbruch zu deuten und anzunehmen. Und es auch zu veröffentlichen. Das aber bedeutet: Mein Erwartungshorizont erweitert sich. Ich bin bereit, mich auf mehr als das einzustellen, was ich bisher denken konnte.

Dann ist es allerdings nicht mehr angemessen, „Christlicher Aufstand“ als Überschrift für eine neue Webseite zu nehmen – wie noch vorgestern geplant. Jetzt denke ich eher an „Christliche Erhebung“. Und den bereits begonnenen Entwurf werde ich entsprechend umarbeiten.

Jesus: Ich werde mit dabei sein …..

3.12. Schenken

Ich: Jesus, heute ist einer der Samstage vor Weihnachten. Und Gott hat sich mit mir – in einem inneren Bild – an die Einkaufstraße in der nächsten Stadt gesetzt. Wir haben das Treiben beobachtet. Und Gott hat gemeint: Er freue sich sehr an diesem Treiben. Ganz viele Menschen seien nun unterwegs, um Geschenke zu besorgen. Und auch wenn man dieses Treiben als Konsumrausch abtun könne, hier sei jetzt das Schenken eine wesentliche Triebkraft. Zwar steckt zudem häufiger sozialer Zwang dahinter: Man muss schenken – um nicht zu enttäuschen. Doch letztlich übten sich dabei alle im Schenken. Und das täte sowohl den Schenkenden gut und als auch den Beschenkten.

Und dann hat Gott mich noch gebeten, den gerade entstehenden Text über „Christliche Erhebung“ am 06.12. zum Nikolaustag als Webseite einzustellen. Weil er sich am großen Schenken beteiligen möchte.

Jesus, da frage ich dich: War nicht vor ein paar Tagen noch vom Aufstand gegen übliche Konventionen die Rede?

Jesus: Nun ja. Aber ich stecke an dem Tag keine Süßigkeiten in Kinderschuhe, sondern ich beschenke dann gezielt Herzen, die dafür offen sind.

04.12. Erhebung

Ich: Jesus, heute Morgen kommen mir einige Wunder in meinem Leben in den Sinn. Wunder, die besonders erhebend waren oder es noch sind. Und die mich wärmen und aufbauen können, wenn mal Unsicherheiten und Zweifel aufkommen.

Ein großes Wunder war, dass ich – dank Gott – verblüffend leicht und schnell vor zehn Jahren an meine jetzige Wohnung kam. Ich stand da unter größtem Druck. Und diese heutige Wohnung ist nun sogar die schönste Wohnung meines Lebens.

Mir kam auch das Wunder in den Sinn, mit dem mich Gott zum Schreiben eines neuen Buches gebracht hat. Das war vor sieben Jahren. Es ist ein anderes und ein späteres Buch als das, von dem ich vor fünf Tagen geschrieben habe. Und ich bin gerade wieder erstaunt, was und wie ich da geschrieben habe. Zwar wollte es kein Verlag haben. Aber ich kann voll und ganz dazu stehen.

Und dann ist da noch das Wunder dieses Jahres. Gott ist mir in diesem Jahr so unglaublich nahe gerückt, wie ich es mir seit Jahrzehnten gewünscht habe. Jubel! Jubel!

Jesus: Merkst du eigentlich, dass du vielleicht gerade Lust auf dein Buch gemacht hast? Ich weiß, in dir sträubt sich etwas, das Buch hier anzupreisen. Aber wenn es Menschen gut tun kann – und dafür will ich sorgen –, dann gib hier das Notwendige dazu an. Und wem es nicht gut tut, den will ich davon abhalten, es sich im Buchhandel zu besorgen.

Ich: Also gut, Jesus, hier die Daten: „Wenn Gott dich glückselig lächelt“ von Rolf Kretschmann. Dazu meine Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches: „Visionäre Bilder sind ein Dreh- und Angelpunkt dieses Buches. Sie sind überhaupt Teil meines Lebens mit Gott. Sie rücken vieles in ganz eigenes Licht, bieten verblüffende Pointen und öffnen, lehren, helfen. Das ist im Buch eindrücklich mitzuerleben. Einschließlich kostbarer Glücksmomente.“

05.12. Meine Bücher

Ich: Jesus, heute in der Nacht zum Nikolaustag wird vielen Kindern Süßes in die Schuhe gesteckt. Und du willst nun erwachsenen Christen auch ein Geschenk anbieten mit der Internetseite „Christliche Erhebung“. Ich stelle sie noch heute Abend ein.

Zudem gibt es zu Weihnachten ein weiteres Geschenk. In den letzten Tagen war hier – für mich selbst überraschend – viel von meinen Büchern die Rede. Da muss ich heute noch unbedingt nachlegen: Ich habe ein weiteres Buch geschrieben. Das war zwei Jahre nach dem zuletzt erwähnten Buch, und es ist eine christliche Fantasy-Erzählung. Das Buch fand ebenfalls keinen Verlag. Und ich habe es auch nicht selbst auf den Markt gebracht. Einmal fand es zwar eine begeisterte Leserin in meinem privaten Umfeld. Aber nur eine Person – das sagt eigentlich nichts.

Doch nun will ich es zu Weihnachten immerhin allen Interessierten auf einer weiteren Webseite zur Verfügung stellen. Was sagst du dazu, Jesus?

Jesus: Du hast immer etwas gegen Fantasy-Bücher gehabt. Und dann hast du dich eines Tages selbst dafür hergegeben. Das war schon ein bemerkenswerter Schritt.

06.12. Resonanz

Ich: Jesus, gestern berichtete mir eine gute Bekannte: Einer meiner Vorschläge zu neuen Gottesfeiern sei ihr gut verwendbar vorgekommen – vielleicht für ihre Gemeinde. Es war einer der wenigen Momente, wo mich eine Rückmeldung zu meinen Webseiten erreichte. Sonst sehe ich nur an der Zugriffs-Statistik, dass die Seiten immer mehr Besuch bekommen und offenbar immer mehr Resonanz finden.

Mir ist das Fehlen einer direkten Resonanz im Moment sehr recht. Vielleicht schirmt mich ja Gott sogar ein wenig ab. Denn bis Weihnachten habe ich noch einiges zu schreiben. Und das geht deutlich langsamer als früher.

Aber für erfreuliche Resonanz bin ich trotzdem weit offen …..

Jesus: Freu dich. Die Zugriffs-Statistik sagt dir jedenfalls: Für Gott ist deine Zeit jetzt ein Stück gekommen.

07.12. Gottes Handschrift

Ich: Jesus, ich vermute, ein großer Teil der Resonanz auf meine Webseiten hat mit meiner offenkundigen Jesus- und Gottesnähe zu tun. Und genau daran liegt mir ja. Ich möchte anderen Menschen Mut machen, sich selbst in eben diese Richtung zu bewegen.

Allerdings weiß ich auch genau, dass es da für viele Menschen große Hürden gibt. Sie kennen keine inneren Wahrnehmungen von Jesus oder Gott durch Sehen, Hören, Fühlen. Und das kann so bleiben.

Doch drei weitere Weg gibt es, Gottes Nähe zu erleben. Ein erster ist: Gott spricht auch durch die Umstände zu uns. Das können dann merkwürdige Dinge sein, die sich wie zufällig ergeben. Das können überraschende Begegnungen sein. Das können Sachverhalte sein, die in besonderer Weise unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Durch all das kann Gott sich zeigen und zu uns sprechen. Wir müssen nur erkennen, dass diese Umstände seine Handschrift tragen.

Ein zweiter Weg ist: Die Bibel aufschlagen und lesen. Gott kann da einen Text so aufleuchten lassen, dass wir merken: Gott meint uns genau jetzt mit diesem Text. Es ist fast so, als hätte Gott diesen Text geradezu für uns geschrieben.

Ein dritter Weg ist: Es gibt inzwischen Webseiten, auf denen zufällig ausgewählte Bibeltexte angezeigt werden. Wie diese Seite hier. Und man muss dann nur selbst entscheiden, ob es tatsächlich Gottes Hand ist, die den Text ausgesucht hat, den man bekommt. Dasselbe Zufallsprinzip wende ich bei den Hinweisen von Gott auf meiner Webseite Gottesoase.de an. Und einige Ideen für neue Gottesfeiern auf meiner Webseite Neue-Gottesfeiern.de beruhen auch darauf.

Dabei ist es immer wichtig, Gottes Hand und seine Handschrift tatsächlich zu erkennen. Völlige Sicherheit gibt es dabei allerdings nicht. Es hängt nie ein Zettel dran: Mit freundlichsten Grüßen von Gott! Und manchmal muss man einfach den Mut haben, sich dafür zu entscheiden, dass Gott einem tatsächlich gerade etwas sagt oder schenkt.

Jesus: Menschen müssen schon untereinander abtasten, wie weit sie ihrem Gegenüber trauen und vertrauen können. Denselben Aufwand wünscht sich Gott von den Menschen auch ihm gegenüber.

08.12. Der Fluss

Ich: Jesus, Gott hat mich heute innerlich auf eine Brücke mitgenommen. Es war eine Brücke über einen Fluss. Der Fluss kam reißend und wild auf die Brücke zu. Dann ging Gott mit mir auf die andere Seite der Brücke. Da war der Fluss nur noch ein kurzes Stück wild. Und dann mündete er in einen großen See, wurde ruhig und verlor sich darin.

Jesus, die Deutung kann sein: Ich fühle mich derzeit etwas unter Druck durch die Webseiten, die ich noch bis Weihnachten ins Netz bringen will. Das innere Bild kann für mich heißen: Nach Weihnachten wird es ruhig für mich werden.

Ich bin aber nicht allein vor Weihnachten unter Druck. Das innere Bild kann auch für all die anderen Menschen gedacht sein, die jetzt gestresst sind.

Jesus: Das siehst du richtig. Dieses Tagebuch hat inzwischen eine ganze Reihe von Lesern und Leserinnen. Ja, Gott kann da einigen von ihnen mit diesem Bild ermutigend sagen wollen: Deine hektische und stressige Zeit ist bald vorüber. Und diese Zusage muss sich nicht unbedingt nur auf Weihnachten beziehen. Gott kann auch anderen Stress meinen.

Der Mensch, der dies hier liest, sollte dann in sich ganz deutlich spüren: Oh, mit diesem Bild meint Gott genau mich!

09.12. Großer Dank an Gott

Ich: Jesus, es ist höchst erstaunlich was sich mit meinen Webseiten tut: Im Januar habe ich zuerst die Gottesoase ins Netz gebracht. Im Juni hatte sie im Schnitt 17 Zugriffe pro Tag. Jetzt im Dezember wurde sie täglich 34 mal besucht. Dazu habe ich seit Oktober vier weitere Webseiten eingestellt. Auch sie hatten aus niedrigeren Anfangszahlen heraus immer mehr Zuwachs. Alle Seiten zusammen hatten nun in den ersten acht Tagen des Dezember durchschnittlich 160 Besuche.

Dieses deutliche Anwachsen der Besucherzahlen ist zum Teil damit zu erklären, dass über Mund-zu-Mund-Propaganda immer mehr Menschen auf die Seiten aufmerksam werden. Aber zugleich ist auch herauszulesen: Gott selbst hilft mit, die Seiten zu verbreiten.

Gott, hiermit ein riesiger Dank an Dich!

Jesus: Es ist ja auch Gottes und mein Interesse, dass die Seiten immer mehr Menschen erreichen. Deshalb danken wir dir sehr, dass du sie schreibst und einstellst.

10.12. Gang ins Feuer

Ich: Jesus, heute Morgen hast du mich an eine frühere Entdeckung erinnert: Den befreienden und erhebenden Gang in ein inneres heiliges Feuer. Ich sage es allerdings lieber gleich: Er ist nur etwas für Menschen, die damit umgehen können.

Der Gang geht so: Man stellt sich ein heiliges Feuer vor. Es kann wärmen, aber es verbrennt einen nicht. Und darüber hinaus kann dieses Feuer vor allem läutern, aufbauen, erneuern.

Jesus: Du hast dich in den letzten Tagen gefragt, ob die neue Webseite „Christliche Erhebung“ nur den bisherigen Inhalt, also ein erhebendes Geschenk von mir, enthalten soll. Nein, du sollst sie noch vor Weihnachten um ein erhebendes heiliges Feuer ergänzen. Das würde mich freuen. Und du wirst das wohl auch schnell schaffen.

11.12. Frieden

Ich: Jesus, ich bin heute Morgen mit dir wieder innerlich aufs „Bänkle“ gegangen. Da haben wir in die vorweihnachtliche Welt hineingeschaut. Die wirkte friedlich. Und mir wurde bewusst: Das ist jetzt die Zeit, wo die Natur weitgehend ruht. Aber weiter ging das innere Bild nicht.

Jesus: Da ist es doch für eine friedliche Stimmung angemessen, dass es auch kein aufregendes inneres Bild gibt. Oder?

12.12. Weckruf?

Ich: Jesus, heute Morgen hatte ich Gefühl, meine Aufgaben im Internet neigen sich dem Ende entgegen. Denn auch die geplante Seite Gottesfest.de ist jetzt online, auf der ich so einiges zu meiner Person sage. Und zwar für die, wie wissen wollen, welch ein Mensch der Rolf Kretschmann ist, der hinter nun insgesamt sechs Webseiten im Netz steht.

Ich war ein wenig unruhig, weil ich keine Aufgabe mehr sah. Aber nun schlägt heute Abend bei mir ein Artikel schlägt wie eine Bombe ein. Er hat die Überschrift: „Noch fünf Jahre, dann kollabiert das System Kirche“.

Mich treibt schon länger um, wie neue Gottesfeiern aussehen könnten. Das hat seinen Niederschlag auf meiner Webseite Neue-Gottesfeiern.de gefunden. Mir geht es bei diesen Gottesfeiern darum, dass Gott die Chance bekommt, mehr Menschen direkt zu bewegen und für sich einzuspannen.

Jetzt ist mir danach, dass ich vielleicht Menschen sammeln soll, die auch neue Gottesfeiern plus einer Organisation dahinter wollen. Das heißt: Wenn du Leserin oder Leser einen stärkeren Impuls dahin fühlst, dann setzt dich doch bitte mit mir in Verbindung (siehe Impressum).

Und wie siehst du das Jesus?

Jesus: Nur zu! Alles fängt klein an. Und Gott und ich stehen zu deinem Aufruf. Du schaust einfach, was passiert.

13.12. „Geliebter Gott“

Ich: Jesus, vor 14 Tagen kam ich mit einer Frau über das Beten ins Gespräch. Ich habe da schon mal davon berichtet. Die Frau fühlte sich oft einsam. Und sie war immer wieder von Angst geplagt. Ich erfuhr, wie sie betet. Sie verwendete die Anrede „Herr“. Damit schlug sie sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Denn damit konnte sie Jesus genauso wie Gott meinen.

Aber eigentlich wollte sie Gott damit anreden. Der stand ihr näher. Nur ein „lieber Gott“ wollte ihr nicht über die Lippen. Die Anrede sei etwas für Kinder.

Ich schlug ihr damals vor, es einmal mit „geliebter Gott“ zu probieren. Das klingt innig. Sie griff das sofort auf. Und nun habe ich erfahren – und ich danke ihr, dass ich das weitergeben darf: Sie redet jetzt Gott mit „geliebter Gottvater“ an. Und sie spürt dabei ganz deutlich Schutz und Geborgenheit durch Gott. Das ist erstaunlich.

Mehr dazu unter „Erhebende Anrede von Gott“.

Jesus: Wenn man sich Gedanken über das eigene Verhältnis zu Gott macht und dann in inniger Weise auf ihn zugeht, belohnt das Gott. Er freut sich, wenn Menschen näher an Gott herankommen wollen und das auch ausdrücklich mit ihrer Anrede für ihn signalisieren.

14.12. Produktive Unruhe

Ich: Jesus, heute hat Gott mir das Thema „produktive Unruhe“ gegeben. Das Gegenteil davon ist wohl so etwas wie „stiller Frieden“. Und ist es ja auch so: Die Worte „Friede sei mit dir“ oder „mit euch!“ fallen relativ häufig in der Bibel. Jesus, Engel oder Apostel wünschen dann den Menschen Frieden. Daraus wird manchmal geschlossen: Gott sei grundsätzlich ein Gott des Friedens, also eines Dauerfriedens.

Dabei hat Gott uns ja in eine Natur hineingeschaffen, die den ständigen Wechsel kennt: Etwa den Wechsel von Tag und Nacht, den Wechsel von Sonne und Regen oder auch den Wechsel von Hunger und Sättigung. Und ständiger Wechsel hat mehr mit Unruhe als mit Ruhe und Frieden zu tun.

Und der Schöpfungsbericht in der Bibel zeigt Gott selbst als einen an sechs Tagen produktiven Gott. Man könnte sagen: Er befindet sich überwiegend in produktiver Unruhe, und er ruht nur am siebten Tag. Daraus kann man durchaus schließen: Produktive Unruhe sollte auch der Normalzustand des Menschen sein. Und dieser Zustand mündet dann – wenn es gut geht – in einen Erfolg ein, den man genießen und feiern kann. Also: Es ist danach selbstverständlich und von Gott so gewollt, dass dem Fest Weihnachten viel Unruhe voraufgeht. Die sollte allerdings möglichst produktiv sein.

Jesus: Da ergänze ich doch mal: Die produktive Unruhe – also die Festvorbereitung – sollte aber schon auch zielgerichtet, notwendig und letztlich hilfreich sein.

15.12. Geschenk für Gott

Ich: Jesus, wir können Gott ein riesiges Geschenk machen: Dann, wenn wir ihm unseren Willen schenken – zumindest ab und an. Wir sind keineswegs dazu verpflichtet. Gott lässt uns viel Freiheit. Aber gelegentlich weist er deutlich darauf hin, dass es manchmal klüger ist, auf Gottes Wunsch und Willen zu hören, als sich nur auf die eigene Klugheit zu verlassen.

Dabei richtet sich Gottes Wille nicht auf Dinge, die Gott nützen und uns schaden. Nein, Gott wünscht sich immer Dinge, die uns nützen. Und da kann er sich dann mit uns mitfreuen.

Jesus: So ist es. Und wenn du Gottes Willen folgst, dann machst du zudem auf Dauer aus dir einen neuen Menschen. Irgendwann willst du fast nichts mehr, was Gott nicht auch will. Und damit hebst du dich dann stark von den Normalmenschen ab.

16.12. Weltmusik …..

Ich: Jesus, heute Morgen ging Gott mit mir in ein inneres Bild. Er nahm mich darin mit in eine ganz bestimmte tausendjährige Kirche, die hier schon früher eine Rolle spielte. Erst war die Kirche nur leer. Dann aber entdeckte ich Gott hinter mir oben an der Orgel. Und als er da zu spielen begann, erfüllte wunderbarer Orgelklang den ganzen Kirchenraum. Bald öffnete sich die Kirchen auch noch nach oben und außen. Der Klang weitete sich über die Kirche hinaus aus. Und schließlich erfüllte Gottes Orgelklang sogar die ganze Welt.

Mir sagte Gott damit: Diese Welt ist immer noch seine Welt. Sie steht unter seiner Herrschaft und seiner Liebe. Sie ist zwar voller Schäbigkeiten und Häßlichkeiten bis hin sogar zu Morden. Aber Gott ließ damals auch Jesus in solch eine Welt hineingeboren werden. Und so wie die damalige Welt hat er auch die heutige Welt weiterhin fest in seiner Hand. Er hat sie in keiner Weise aufgegeben.

Jesus: Gott hat viel zu tun in der Welt. Vorgestern war hier ja schon von seiner produktiven Unruhe die Rede. Und er hätte die Welt, so wie sie ist, nicht geschaffen, wenn er sich davon jemals überfordert fühlen würde.

17.12. Pfingsten zu Weihnachten?

Ich: Jesus, heute Morgen kam in mir die Frage auf: Pfingsten zu Weihnachten? Und diese provozierende Frage ist von Gott, da bin ich mir sicher.

Es gibt so einige Christen, die so gut wie nichts mehr mit Weihnachten anfangen können. Weihnachten ist für sie abgegessen. Abgenudelt. Und ich bewundere alle im Pfarrdienst, die sich vorne hinstellen und noch mit einiger Be-Geist-erung über das Kind in der Krippe reden können.

Be-Geist-erung ist dabei das richtige Stichwort: Kerzen gehören zu Weihnachten. Und noch toller ist ein Kerzenmeer. Aber da kommen mir doch heute glatt die Flammen auf den Köpfen zu Pfingsten in den Sinn: Was wäre wohl, wenn es solch ein geistliches Flammenmeer zu Weihnachten gäbe? Ein Flammenmeer über der Christenheit, dass sich zu einer einzigen riesigen Flamme vereint, die zum den Himmel lodert?

Was singt eigentlich die Christenheit zu Weihnachten: Oh du fröhliche, oh du selige, gabenbringende oder knabenbringende oder gnadenbringende Weihnachtszeit?

Wie können wir uns vielleicht der Be-Geist-erung nähern? Und einer geistlichen Gnadenzeit? Ein Anfang wäre sicherlich, wenn wir uns ehrlich machten. Und wenn wir uns eingestehen, dass wir vor Gott häufiger so hilflos sind wie ein Kind in der Krippe.

Jesus: Ich weiß, in den letzten Tagen hat sich der Wunsch nach Begeisterung in dir eingenistet. Und du weißt genau, dass du nicht selbst Begeisterung in dir erwecken kannst. Wir werden sehen, was sich für dich tun lässt.

18.12. Heiße Spur im kalten Schnee

Ich: Gestern habe ich darüber geschrieben, dass die üblichen Weihnachtsrituale auf manche Christen abgegessen, abgenudelt, abgedroschen wirken.

Und heute Morgen hast du mich mit nach draußen genommen – in einem inneren Bild. Drinnen lebe ich bei 19 Grad Raumtemperatur schon etwas eingemummelt vor mich hin. Aber nach draußen hast du mich relativ leicht bekleidet mit in den Pulverschnee genommen. Da haben wir zu zweit eine ganz frische Doppelspur in den unberührten Schnee gezogen. Dann hieltest du an und fragtest mich, wie es meinen Füßen geht. Ich schaute an mir runter und sah, dass ich barfuß war. Zugleich spürte ich, dass ich mit warmen, ja sogar heißen Füßen unterwegs war.

Ich habe überlegt, was du mir damit sagen willst. Und ich bin zu folgendem Schluss gekommen: Mit heißem Herzen erhoffe ich für mich eine frische Jesusbegnung oder Gottesbegegnung zu Weihnachten. Und du, Jesus, scheinst mir genau das mit der Spur im unberührten Schnee zu versprechen. Mal sehen …..

Jesus: Ich werde werde dich im Unklaren lassen und dir damit die Spannung erhalten. Und du wirst sehen, ob und wie sich die Dinge für dich immer mehr auf Weihnachten hin verdichten …..

19.12. Gott als Weihnachtsmann

Ich: Jesus, heute Morgen sah ich innerlich spontan: Ich saß auf einem Schlitten, und der wurde von einem Weihnachtsmann gezogen. Mir war irgendwie klar: Der Weihnachtsmann ist Gott. Ich habe heftig protestiert mit den Worten: Gott, du machst dich lächerlich, wenn du mir als Weihnachtsmann erscheinst!

Aber Gott meinte, er mache sich oft lächerlich in den Augen von Menschen. Darüber sei er aber ganz hoch erhaben. Immer wieder wollen Menschen ihm vorschreiben, was er in ihren Augen zu tun und zu lassen hat.

Gott echauffiert sich bei dieser Antwort. Aber als ich das Wort „echauffieren“ denke, besteht Gott darauf, dass ich nichts vornehm vertusche. Ich solle klar sagen: Er sei manchmal einfach richtig zornig über die Überheblichkeit etlicher Menschen. Menschen, die besser wissen als er, wie sich ein Gott verhält.

Gott zieht mich dann als Weihnachtsmann auf dem Schlitten über das Eis eines Sees. Und ich habe ein bisschen Angst, dass zu seinem unvorhersehbaren Verhalten gehören könnte, mich mit dem Schlitten einbrechen zu lassen. Aber das geschieht nicht. Und wir kommen an Land und da zu einer Hütte.

In der Hütte empfängt uns ein sehr alter Mann mit weißen Haaren. Und dann taucht noch eine ebenso alte Frau auf. Beide wirken mit ihren weißen Haaren sehr weise. Und im Hintergrund entdecke ich, dass da auch noch ein Baby liegt.

Ich denke: Gott will mir vorführen, wie wir ihm begegnen sollen. Wir sollen das mit großer Weisheit und zugleich mit kindlichem Nichtwissen tun. Und beides hat viel mit Loslassen von falschen Gewissheiten zu tun.

Jesus: Darf ich dich ergänzen? Gott hat dich vielleicht ja zu Maria und Josef geführt. Nur die sind inzwischen alt und weise geworden. Und das Kind im Hintergrund erinnert noch an das Geschehen, das ihr Leben ganz wesentlich geprägt hat.

Und du darfst dieses Weihnachten auch darauf zurückblicken, wie ich dein Leben geprägt habe.

20.12. Erhebende Freude

Ich: Jesus, heute Morgen wollte ich von Gott wissen, was dran sei. Er meinte: „Freude“. Und Freude gehört ja auch immer mehr in die Adventszeit, je mehr sie sich Weihnachten nähert. Ich fragte dann: Als inneres Bild? Gott meinte: Als inneres Wissen. Da musste ich erst einmal nachdenken. Dann kam ich darauf: Wir haben das Wissen, dass Freude in uns steckt. Wir müssen ihr nur Gelegenheit geben, sich zu entfalten.

In der Regel denken wir: Es braucht es einen Anstoß von außen, damit Freude in uns aufkommt. Doch bei mir kam dann doch noch ein Bild hoch. Und in dem sah ich die Freude in ein kleines Kämmerchen eingesperrt und zusammengequetscht. Und zwar in mir. Und ich dachte: Naja, bei meinen Lebenserfahrungen hatte die Freude tatsächlich nicht so viel zu lachen. Da hatte sie relativ wenig Auslauf.

Doch dann fand ich heute Morgen einen Weg, die Freude in mir zu befreien. Und diesen Weg habe ich danach festgehalten und unter „erhebende Freude“ auf einer anderen Website als dieser ausführlicher beschrieben. Für weitere Menschen.

Zugleich kam auch noch der Wunsch auf nach Begeisterung. Das ist noch mehr als Freude. Das wäre doch etwas für Weihnachten …..

Jesus: Du wirst der Freude noch häufiger Gelegenheit geben müssen, aus dem Kämmerchen auszubrechen. Und andere müssen das auch. Die Freude ist bisher zu sehr an das Eingesperrtsein gewöhnt. Aber wenn ihr die Chance gegeben wird, kann sie sich durchaus langsam herausarbeiten.

Und dein Weihnachtswunsch? Nun, da werden wir sehen.

21.12. Begeisterung

Ich: Jesus, was ist das schön, wenn bei der Bescherung Kinder in impulsive Begeisterungsschreie ausbrechen! Weil die Geschenke voll ihre Wünsche treffen. Aber wie ist es bei erwachsenen Christen? Haben die überhaupt Wünsche, deren Erfüllung sie begeistern könnte? Und ist zu Weihnachten vielleicht nur feierliche Stille und erholsame Festruhe der Gipfel ihrer Wünsche?

So rein theoretisch ist deine Geburt, Jesus, ein entscheidender Gipfel der Menschheitsgeschichte. Aber wie steht mit der Begeisterung, wenn die Menschen auch dieses Jahr wieder auf dem weihnachtlichen Menschheitsgipfel ankommen?

Allerdings passen normalmenschliche Begeisterung und ein geistliches Fest nicht zusammen. Da kommt es auf geistliche Begeisterung an. Und davon sehe ich bisher auch bei mir selbst noch nichts. Also Jesus: Mein persönlicher Wunsch zu Weihnachten ist: Geistliche Begeisterung! Ich bitte dich ganz herzlich darum!

Jesus: Ich verspreche dir nichts, aber ich kümmere mich um alles …..

22.12. Versteckspiel

Ich: Jesus, heute kam mir die Idee, mir mal innerlich den Adventskalender vorzunehmen. Da wollte ich in einem inneren Bild ein Türchen öffnen. Dabei sah ich aber kein Türchen, sondern eine große Zimmertür vor mir. Und diese Tür trug die Zahl 22. Ich machte sie auf. Und ich kam durch sie hindurch in einen Park mit vielen Tannenbäumen. Der Park und die Bäume waren mit Lichtern weihnachtlich geschmückt. Erst schien alles nur still vor sich hin zu leuchten. Doch dann huschten hier und da kleine Engel herum. Sie spielten offenbar ein spannendes Versteckspiel.

Oh, lustig! dachte ich. Das passt in die Vorweihnachtszeit. Gibt es da nicht auch manchmal Versteckspiele mit Geschenken? Eltern versuchen etwa geheim zu halten, was die Kinder bekommen. Und die Kinder versuchen, das Versteck von Geschenken zu finden. Oder mit der Art der Verpackung wird erst einmal in die Irre geführt.

Jesus: Das wird manchmal mit Kindern gespielt. Es gibt aber auch Versteckspiele von Erwachsenen vor Weihnachten. Sie verheimlichen anderen ihre echten Gefühle zu Weihnachten. Und manchmal verheimlichen sie die auch vor sich selbst.

23.12. Maria und Josef unterwegs

Ich: Mir hat es gestern gefallen, ein Türchen am Adventskalender zu öffnen. Und heute darf ich es noch einmal tun. Dieses Mal ist die Tür erneut groß und trägt die Zahl 23, aber sie schimmert silbern. Und Jesus selbst öffnet sie mir.

Dahinter ist erst einmal alles dunkel. Dann erscheint immerhin am Himmel der Stern von Bethlehem. Aber langsam wird es heller. Ich erkenne nun Maria und Josef. Josef hilft der hochschwangeren Maria von ihrem Esel herunter. Dann setzen sich beide auf eine niedrige Mauer am Weg, um etwas zu rasten. Der Weg sieht holprig und die Mauer unbehauen aus. Die Reise dürfte recht anstrengend sein für eine hochschwangere Frau. Kurz wimmeln nun noch kleine Engel um das Paar herum. Aber schnell sind sie auch wieder weg.

Da stellen sich einige Fragen: Hatten die beiden keine Angst, unterwegs in fremder Umgebung von der Geburt überrascht zu werden? Hatte Maria Angst vor ihrer ersten Geburt? Hatten sie auch genug Windeln dabei? Oder bedeuten die kleinen Engel, dass die beiden äußerst behütet waren? Und wussten sie sich auch sehr behütet?

Jesus: Ich lenke mal deinen Blick auf etwas Ähnliches. Manche Menschen sind heutzutage auch noch auf dem Weg zu mir. Dieser Weg ist für sie ebenfalls holprig. Und unterwegs gibt es für diese Menschen oft keine Komfort-Rastplätze. Umso größer kann dann ihre Freude sein, wenn sie schließlich bei mir ankommen. Und wenn sie dann mich in sich hineinnehmen und ich in gewisser Hinsicht in ihnen geboren werde. Dieses Ankommen bei mir und meine Geburt in den Menschen kann sich sich sogar häufiger in einem Leben wiederholen. Ich werde für eine Weile aus dem Blick verloren und dann wieder neu gefunden.

24.12. Liebeserklärung von Gott

Ich: Jesus, da legt uns Gott dich als ein frisch geschlüpftes ganz kleines Menschlein aufs Stroh. In bescheidensten Verhältnissen. Und das ist dann eine ungeheure Liebeserklärung von Gott an die gesamte Menschheit. Das stellt sich aber erst später wirklich heraus.

Man muss genau hinsehen, um in diesem unscheinbaren Anfang Gott zu entdecken. Und in der Weihnachtsgeschichte werden extra einige Menschen von höchster Stelle mit der Nase darauf gestoßen. Auch wir selbst müssen meistens genau hinsehen, um jeden Tag neu Gott in unserem Leben zu entdecken.

Und nun mal ganz praktisch: Ich persönlich sperre heute Abend Augen und Ohren auf, damit mir Gott gerade an diesem Abend nicht entgeht. Ich bin überzeugt: Weil ich ihn erwarte, deshalb wird er mich heute nicht enttäuschen. Er wird sich von mir entdecken lassen – wo und wie auch immer. So war das ja auch schon in anderen Jahren.

Jesus: Du darfst gespannt sein …..

Ach so: Ich lege jetzt hiermit auch noch meine Fantasy-Erzählung Nimm’s leicht. Werde wie eine Federallen Leserinnen und Lesern auf den Gabentisch. Möge sie einigen gefallen!

25.12. Mehr zur Begeisterung

Ich: Gestern suchte und bat ich Gott inständig um ein System zum Wiederfinden: Man sollte leicht an die Stelle zurückkommen, bis zu der man vorher gelesen hatte. Und zwar in meiner obigen Internet-Erzählung. Zufällig schaute ich in ein Buch, das bei mir schon länger herumlag. Und darin waren kleine Kapitel einfach nur durchnumeriert. Das war’s, was ich brauchte! Das war ganz klar ein Tipp von Gott! Und so habe ich meine 86 Unterkapitel ebenfalls durchnummeriert. Und damit habe ich gestern nun die Erzählung als Weihnachtsgeschenk veröffentlicht.

Gestern wollte ich zudem am Heiligen Abend Augen und Ohren aufsperren, um Gott nicht zu verpassen. Dann, wenn er zu mir kommt. Lange tat sich nichts. Auch bei der Christmette nicht. Dann habe ich schließlich noch das Wort zum Sonntag geschaut. Und da hörte ich plötzlich drei Worte in mir: „Begeisterung schaut höher.“ Und genau das war mein gestriges Gottesgeschenk!

Denn mich treibt das Thema christliche Begeisterung um. Und ich stoße auf Bauklötzchen für Bauklötzchen dafür. Das „Begeisterung schaut höher“ war nun wieder ein Klötzchen! Und an dem habe ich noch weiter herumzudenken.

Jesus: Für viele besondere Zuwendungen von Gott ist vorher eine Suche mit ganzem Herzen nötig. Gott braucht meistens erst unseren ernsthaften Wunsch und Willen, um etwas geben und schenken zu können. Damit wir das dann auch wertschätzen. Und im Übrigen: Du hast dein erhofftes Geschenk bekommen!

26.12. Begeisterung im Christentum

Ich: Wie steht es mit der Begeisterung für Gott im Christentum? Die Frage stellt sich gerade Weihnachten, wo Gott uns mit Jesus beschenkt.

Heiligabend hatte ich Gelegenheit, zwei Pfarrerinnen und einen Pfarrer bei ihrer dienstlichen Tätigkeit zu beobachten. Eine Pfarrerin hatte dabei ein entspanntes Dauerlächeln. Ihr traute ich zu, für Gott und ihre Tätigkeit ein Stück zu brennen. Bei den anderen beiden vermutete ich nur Freude am Predigen.

Ich persönlich erfreue mich sehr an Gott. Aber bis zur Begeisterung für ihn ist bei mir noch einiges an Luft nach oben.

Dabei hat Begeisterung etwas Besonderes: Der Geist, der die Begeisterung trägt, springt auch leicht auf andere über. Er kann andere erfreuen, motivieren, mitreißen. Und das braucht und will doch das Christentum …..

Jesus: Ja, das braucht das Christentum. Aber ob die Christenheit in ihrer Mehrheit Begeisterung will, das ist schon die Frage. Begeisterte Menschen sind weniger gut unter Kontrolle zu halten. Sie haben oft ein weiteres Herz. Und engere Herzen fühlen sich von ihnen leicht überfordert.

27.12. Warum Begeisterung für Gott?

Ich: Begeisterung hebt das Lebensgefühl. Begeisterung motiviert, gibt Kraft und Ausdauer. Begeisterung weckt die Seele auf und lässt sie sich entfalten.

Ich weiß: Einige tragen Leid. Für sie ist Begeisterung nicht angesagt. Und ein Aufruf zu Begeisterung kann ihnen sogar weh tun. Deshalb sind sie hier auch nicht gemeint.

Aber für mich ist es gerade Thema. Und ich teile gern mit anderen, was mir dazu einfällt. Und Gott weiß, wem das hier dann vielleicht nützt.

Bei Begeisterung ist mal von den Geschenken Gottes zu reden. Wir lassen ja manchmal unter den Tisch fallen, was Gott uns schenkt. Aber wir können seine Geschenke auch großdenken und großreden. Und dann beschenkt uns Gott wahrscheinlich auch leichter wieder …..

Jesus: Wenn Menschen mit Begeisterung auf erhebende Geschenke von Gott blicken – und seien sie noch so klein –, dann schrumpft im Gegenzug das, was sie runterzieht. Die positive Erfahrung wird groß, negative Erfahrungen und Gefühle verlieren an Gewicht.

28.12. Freude und Begeisterung

Ich: Freut euch! verlangt Paulus. Aber Freude auf Knopfdruck geht nicht. Deshalb verstehen manche diese Worte von Paulus nicht als Aufforderung, sondern als inständige Bitte um Freude.

Deutlich mehr als Freude ist Begeisterung. Und Begeisterung auf Knopfdruck geht erst recht nicht. Aber gerade für Lob und Preis wird ein höchst begeistertes Herz gebraucht, damit die Worte nicht hohl und leer klingen.

Immerhin gibt es in der Bibel keine direkte Aufforderung: Lobt Gott! (Wenn ich richtig sehe.)

Die Menschen stimmen von sich aus Lob und Preis an – also wenn ihnen schon danach ist. An einer Stelle heißt es allerdings: Herr, tue meine Lippen auf, dass ich deinen Ruhm verkündige (Ps 51,17). Daraus schließe ich mal: Es ist eine absolut gute Idee, Gott um Begeisterung zu bitten. Und das mindestens ebenso inständig, wie Paulus sich für Freude einsetzt.

Mit Begeisterung im Herzen gewinnen dann Lob und Preis ordentlich an Schwung und werden jubelnd!

Jesus: Das schließt natürlich nicht aus, dass Menschen sich mitnehmen und mitreißen lassen, wenn andere Gottes Lob anstimmen. Etwa im Gottesdienst.

Aber mit Begeisterung im Herzen ist das Lob intensiver und wirkt persönlich erhebender.

29.12. Laute und stille Begeisterung

Ich: Torjubel im Stadion ist laute Begeisterung. Und wenn Gott eine grandiose Tat getan hat, ist laute Begeisterung auch für ihn angemessen. Dann einfach über Gott jubeln!

Aber stille Begeisterung für Gott ist das Übliche. Gott beschenkt uns ja mit vielen kleinen Aufmerksamkeiten. Und stille Begeisterung für Gott ist auch schon recht viel.

Dabei sind Gottes kleine Aufmerksamkeiten nicht zu unterschätzen. Wenn Gott etwa darauf hinweist, dass an einer Stelle noch etwas fehlt. Oder dass etwas falsch eingeordnet ist. Oder wenn er den Blick auf Überraschendes lenkt. Da fühlt man sich auch im Kleinklein des Alltags begleitet und behütet.

Jesus: So soll es auch sein. Und stille Begeisterung führt zu stiller Heiterkeit. Und zugleich kann sie auch hartnäckige Zuversicht mit sich bringen.

30.12. Zwischen den Jahren

Ich: Jesus, zwischen den Jahren ist das Zeitkorsett von Tagen und Jahren gelockert, in das man sonst gezwängt ist. Irgendwie ist man ein wenig aus der Zeit gefallen.

Wenn es gut läuft, kommt man ein wenig zu grundsätzlicherer Besinnung. Man überdenkt vielleicht ein wenig das zurückliegende Jahr. Man überlegt sich Vorsätze für das kommende Jahr, die man sich selbst vorsetzen will.

Als Christ frage ich mich aber auch: Was hat Gott mit mir vor? Und wie viel Vertrauen habe ich, dass ich im kommenden Jahr nie aus seiner Hand falle?

Jesus: Du möchtet auch wissen, wie es mit deinen Überschriften für die Monate im Tagebuch weitergeht. Oder genauer: Du fragst dich, ob die passende Überschrift für den Januar „Begeisterung“ sein wird. Ich sage dir: Ja!

31.12. Bilanztheater in der Kirche

Ich: Ich wollte heute Morgen von Gott wissen, welche Jahresbilanz er für mich zieht. Und er entführte mich in einem inneren Bild in eine kleine tausend Jahre alte Kirche hier in der Nähe. Da zog sich mitten durch die Kirche ein riesiger Vorhang wie ein Theatervorhang. Oh, dachte ich, das wird ja spannend! Dann ging der Vorhang auf. Und auf der großen Bühne dahinter stand ich selbst.

Vor der Bühne im Zuschauerraum saß zunächst nur ein Mensch. Dann wurden es mehr. Es wurde auch geklatscht – ich weiß weiß nicht von wie vielen. Und plötzlich gab es noch ein besonders lautes Klatschen. Das kam von Gott, der ganz hinten auch irgendwo saß.

Mir ist klar: Das innere Bild bezog sich auf meine öffentlichen Auftritte durch meine Webseiten. Dort habe ich im Januar als Erstes die Gottesoase eingestellt mit ihren „Hinweisen von Gott“. Im Juni hatte sie im Schnitt täglich 17 Besuche. Im Oktober kam das Gottes-Manifest dazu. Und danach habe ich fünf weitere Webseiten eingestellt. Zuletzt war es zu Weihnachten noch eine Fantasy-Erzählung mit Jesus und Gott. Im Schnitt hatten im Dezember alle sieben Webseiten zusammen täglich 170 Besuche.

Ich bin begeistert! Und ich danke Gott dafür von Herzen.

Jesus: Weißt du, dass Gott seinerseits dir für die Webseiten dankt? Du hast ihm damit Freude gemacht. Und er freut sich auf die Arbeit mit dir im Neuen Jahr.

Januar 2023: Begeisterung

01.01.2023 Ausblick

Ich: Jesus, gestern krachten um 23 Uhr ein paar Böller in der Nähe. Ich beschloss, mir die Ohren zu verstopfen und ins Bett zu gehen. Ich wollte dieses Mal nicht um 0.00 Uhr aus dem Fenster schauen und die neuesten Errungenschaften der Pyrotechnik begutachten.

Stattdessen stand ich heute Morgen noch im Dunkeln auf. Und ich wünschte mir einen Ausblick von Gott für das Neue Jahr. Und Gott war dann tatsächlich da, Jesus war da und auch noch eine Gestalt des Alten Testaments. Zusammen begaben wir uns – in meinem inneren Bild – zu zwei Bänken neben einer Kapelle, von der aus man weit ins Rheintal sieht.

Der Himmel hatte ein sehr dunkles Blau, und es war, als wenn man in die Unendlichkeit blickt. Dann sah ich in der Ebene ein Meer mit Urviechern. Es ist das Meer, das dort einmal vor Millionen von Jahren lag. Danach sah ich römische Legionen in Kampfausrüstung durch das Tal ziehen. Und schließlich standen überall kleine Zelte. Und ich wusste, damit war ich in der Gegenwart.

Zudem war mir schnell klar: Jedes dieser Zelte steht für ein menschliches Leben. Denn unser Leben ist wie ein Zelt: Es wird für eine gewisse Zeit aufgebaut und dann wieder abgerissen. Und dann sagte Gott die herrlich weit ausgreifenden Worte:

„Eure Freuden sind vergänglich. Eure Leiden sind vergänglich. Das Eigentliche kommt noch.“

Jesus: Ich weiß, du hast bei deinem Wunsch nach einem Ausblick an Näherliegendes gedacht. Das ist der menschliche Wunsch nach Orientierung in unübersichtlichen Zeiten. Aber so ist Gott: Er denkt viel, viel weiter als der Mensch …..

02.01.2023 Vorsätze und Vorgesetztes

Ich: Jesus, ach ja, die guten Vorsätze für das neue Jahr! Manchmal bringen sie ja etwas.

Aber immer kann Gott dazwischenkommen. Und er setzt uns etwas vor, das alle Vorsätze außer Kraft setzt.

Was Gott uns vorsetzt, kann dabei das weit und wunderbar übertreffen, was die guten Vorsätze überhaupt erbringen können. Gott kann aber auch diese Vorsätze völlig durcheinanderwirbeln nach dem Motto: Der Mensch denkt und Gott lenkt.

Jesus: Hast du Befürchtungen? Ja, Gott ist immer für Überraschungen gut. Für wunderbare, aber manchmal auch für höchst unangenehme Überraschungen. Und es ist dann mühsam oder es scheint ganz unmöglich, darin noch Gottes Liebe zu erkennen.

Aber tu mir den Gefallen: Übe dich in Vertrauen. Schiebe Befürchtungen immer wieder zur Seite. Und auch wenn du mit einigen Fragen in die Zukunft schaust – etwa wegen des Alters und anderem mehr: Gott will und kann dich gar nicht fallen lassen.

03.01. Begeisterung und Vertrauen

Ich: Jesus, offenbar soll jetzt im Januar häufiger Begeisterung das Thema sein. Und für heute ist Begeisterung und ihre Wirkung auf das Vertrauen dran.

Ich übe mich selbst derzeit in Begeisterung. Und aus dieser bisher kurzzeitigen Erfahrung glaube ich ableiten zu können: Wenn man von Gott begeistert ist, wird dadurch das Vertrauen zu ihm gestärkt. Schon psychologisch ist das logisch: Wer begeisternde Erfahrungen mit einer Person macht, sieht die Person positiver. Und damit kann das Vertrauen zu ihr wachsen.

Zudem ist es unter Menschen auch noch so: Wenn jemand positiv gesehen wird, tut er demjenigen leichter einen Gefallen, der ihn so positiv sieht. Dadurch wächst dessen Vertrauen zu ihm noch weiter.

Das lässt sich in gewisser Weise auch auf Gott übertragen. Wenn ich von Gott begeistert bin und ihn entsprechend positiv sehe, dann kann er sich mir mehr zuneigen. Ich mache daraufhin mehr positive Erfahrungen mit ihm, und das wiederum stärkt zusätzlich mein Vertrauen zu ihm.

Jesus: Und wenn – dank Begeisterung – mehr Vertrauen da ist, dann sind die Löcher, in die Menschen bei unglücklichen Erlebnissen oder Zweifeln fallen, nicht so tief. Größeres Vertrauen lässt den Lebensweg also weniger holprig werden, wenn man bewusst die Begeisterung über Gott pflegt.

Du hast allerdings noch nicht gesagt, wie man Begeisterung über Gott erlangen und einüben kann. Ich weise jetzt mal hiermit darauf hin.

04.01. Ein guter Morgen

Ich: Jesus, heute Morgen hat mich Gott sehr früh aus dem Bett geholt. Ich habe ein bisschen gejammert. Und ich habe zu Gott gesagt: Wenn ich so früh aufstehen muss, dann lass es – bitte! – auch ein besonderer Morgen sein.

Mir kamen dann die folgenden Worte in den Sinn, als ich vor Gott war: „Ein guter Morgen ist es, wenn die Dinge sich dir zuneigen und der Himmel dir zulächelt. Dann wird Gott in besonderer Weise mit dir sein.“

Die Worte gelten meinem Eindruck nach direkt denen, die diesen Tagebuchtext jetzt lesen. Also dir. Und es ist egal, an welchem Tag dir dieser Text vor Augen kommt. Es kann sein, dass Gott sich dir genau an dem heutigen Tag in besonderer Weise zuwenden will.

Jesus: Ja, so kann es sein.

05.01. Ablegen

Ich: Jesus, heute Morgen gab mir Gott das Wort „Ablegen“. Es kann zwei Bedeutungen haben: Etwas ablegen wie etwa die Kleidung. Oder von etwas ablegen, so wie ein Schiff vom Ufer ablegt.

Ich selbst habe gestern eine schöne Hoffnung endgültig ablegen müssen. Dafür ist aber an anderer Stelle gleich eine neue Hoffnung gewachsen. Und ich habe gestern auch begonnen, mit diesem Tagebuch gewissermaßen in See zu stechen, und zwar mit einem leicht veränderten Konzept.

Dieses veränderte Konzept ist jetzt: Ich richte das Tagebuch stärker auf die Leserinnen und Leser aus und spreche sie auch direkt an. So wie ich es gestern schon getan habe. Und für heute heißt das: Vielleicht will Gott dich an dem heutigen Tag dazu ermuntern, deinerseits etwas abzulegen und den Schritt auf etwas Neues hin zu wagen.

Jesus: Wenn man sich freiwillig etwas Neuem zuwendet, kann das Freude machen!

06.01. Gottes Sternchen

Ich: Jesus, in Spanien beschenkt man sich heute am Dreikönigstag. Etwa so, wie man es bei uns am Heiligabend tut. Und bei mir kommt der Gedanke auf, dass Gott selbst heute ebenfalls Menschen beschenken möchte.

Und tatsächlich: In einem inneren Bild zeigt mir Gott einen Stern am Himmel. Er hat lange Strahlen in alle Richtungen. Und von diesem Stern fällt ein Regen von vielen kleinen ebenfalls strahlende Sternchen zur Erde herunter. Die Menschen können sie mit den Händen auffangen.

Die Menschen können nun ein solches Sternchen einfach nur in der Hand halten und es mit den Fingern umschließen. Sie können es aber auch in ihr Herz aufnehmen. Und wenn du das jetzt vielleicht tun möchtest: Von dem kleinen strahlenden Sternchen in deinem Herzen geht dann eine besonder Freude aus, die dich erfüllen kann.

Jesus: Und ich unterstütze und stärke alle Sternchen in den Herzen.

07.01. Spitze Gebirgsgipfel

Ich: Jesus, ich sehe spitze und verschneite Gebirgsgipfel. Ich höre Gott: „Das bin ich!“ Und ich bekomme Fragezeichen in die Augen. Aber es kommt noch etwas: Nun sehe ich eine blühende Wiese mit Insektengesumm. Und Gott sagt: „Das bin ich auch!“

Gott hat nun die Frage an dich als Leserin oder Leser: „Wie bin ich für dich – mehr unnahbares Gebirge oder eine wohlriechende Wiese, in die du dich unbesehen hineinlegen magst?“

Da ist jetzt nur noch die Frage: Wie sehe ich selbst Gott? Ich glaube, ich sitze am Rande der Wiese auf einer Bank. Mit Hineinlegen habe ich es noch nicht so.

Jesus: Aber du schaust schon mit Freude auf die Wiese.

08.01. Schlammiger Weg

Ich: Jesus, Gott hat mich heute auf einen Weg geführt. Und Gott sagte mir dazu: „Das ist der Weg der Menschheit.“

Es war ein breiter Weg, der ziemlich schlammig war. Der Weg war ausgeleiert, er pendelte mal nach recht oder links, hatte gelegentlich ein Wasserloch oder auch mal einen großen Stein, der an die Oberfläche trat oder von der Seite her in den Weg hineinragte.

Mir war der Weg zuerst unangenehm und anstrengend. Ich fragte mich deshalb kurz, ob mir ein asphaltierter Weg lieber wäre. Aber diese Errungenschaft der menschlichen Neuzeit löste in mir nur Widerwillen aus. Igendwie musste der Weg so sein, wie er war. Und am Ende kam ich mit Gott an ein verschlossenes Holztor in einer mittelalterlichen Mauer. Mir war klar: Das ist das Tor am Ende jedes Menschenlebens.

Gott sagte nun: „Blick zurück!“ Und da sah ich ganz hinten über dem Weg eine tiefstehende Sonne. In ihrem Gegenlicht hatte alles auf dem Weg goldgelbe Konturen, die von Orange unterlegt waren. Es war wie das Bild eines großen Künstlers. Es war ein begeisterndes Bild.

Jesus: Und Gott schenkt dieses Bild allen Leserinnen und Lesern, die zur Zeit das Gefühl haben, im Schlamm des Lebens zu versinken.

09.01. Jesus auf der Bank

Ich: Ich sah dich, Jesus, auf einer Bank unter einem Baum sitzen. Du winktest mich neben dich. Und die Sonne schien, der Himmel war blau mit ein paar weißen Wölkchen, und die Erde lag in friedlichem Grün vor uns. Die Welt war in Ordnung und ganz heil.

Da sagtest du: „Schau mal hinter dich.“ Da sah ich hinten oberhalb von uns einen dunkel drohenden Wald. Es gab viel Schwarz in seinem Inneren. Ich schaute länger hin, um mehr zu erkennen. Jesus sagte nun: „Jeder Mensch hat ein gutes Stück Entscheidungsfreiheit, wie lange und wie viel er ins Dunkle oder ins Helle blicken will.“ Ich verstand und drehte mich gleich wieder um.

Jesus: Viele Menschen blicken viel zu lange ins Dunkle. Und dann klagen sie über die Übel und die Schlechtigkeit der Welt.

10.01. Bedürfnis Gottes

Ich: Jesus, Gott hat einen starken Wunsch, uns nahe zu sein. Das hat er mir heute mal wieder klargemacht. Das ist geradezu ein Bedürfnis für ihn, weil er uns so liebt.

Aber zugleich hält er sich zurück. Auch aus Liebe. Er will uns nicht bedrängen. Er will unserer Liebe zu ihm genug Zeit lassen, langsam und nachhaltig zu wachsen. Und auf dem Weg dahin erträgt Gott viele Zweifel, Fehltritte und auch Böswilligkeiten von uns. Aber er ist dabei nicht nachtragend und vergibt gern. Das ist so bewundernswert an ihm. Das ist so begeisternd!

Jesus: Ja, Gott hat ein riesiges Herz. Und gerade denen hilft er besonders gern wieder auf Beine, die ganz tief gefallen sind. Denn sie sind oft besonders dankbar und geben gern etwas von der Liebe an Gott zurück, die sie von ihm erfahren haben.

11.01. Entdecker werden

Ich: Jesus, Gott gab mir heute Morgen in einem inneren Bild erst einen Wanderstock in die Hand. Dann stieg er mit mir einen Berg hinauf. Und wir setzten uns dort auf eine Bank unterhalb des Gipfels. Von da aus blickten wir aufs Meer hinaus, das bis zum Horizont ging. Plötzlich war dieses Meer voller Segelschiffe mit geblähten Segeln. Und Gott machte mir klar: Das sind alles Schiffe von Entdeckern, die ausfahren, um Neuland zu entdecken.

Und wenn du dies hier liest, soll ich dich von Gott her fragen: Willst du nicht vielleicht auch Entdecker werden? Willst du vielleicht Neues mit Gott entdecken?

Wenn ja, dann sag es ihm.

Jesus: Und ich segne dich, wenn du dich dazu berufen fühlen, Neues mit Gott zu entdecken.

12.01. Sein Eigentum

Ich: Jesus, heute Nacht sagte mir Gott: „Du bist mein.“ Erst nach dem Aufstehen und in meiner Stille vor Gott habe ich diesen Satz ganz in meinen Kopf und meine Gefühle vordringen lassen können. Und ich erwiderte Gott: „Ja, ich bin dein.“

Gottes Satz schränkt einerseits meine Freiheit ein: Ich gehöre nicht allein mir selbst. Andererseits nimmt er mir Verantwortung ab: Gott trägt ein gutes Stück Verantwortung für mich mit. Das entlastet mich. Und das vermittelt Geborgenheit.

Wenn du dies liest, kannst du ja mal ausprobieren, was diese Sätze mit dir machen, wenn du sie aussprichst. Allerdings kannst du das nur mit Gewinn tun, wenn du eine Liebesbeziehung zu Gott hast.

Jesus: Damit ist schon alles gesagt.

13.01. „Jesus lebt!“

Ich: Jesus, als ich den gestern beschriebenen Satz von Gott bekam, fragte ich dich in der Nacht anschließend: Hast auch einen Satz für mich? Und ich bekam von dir zu hören: „Ich bin nicht für dich gestorben, sondern für dich geboren.“ Das empfand ich als ziemlich provozierend.

Als ich dann wach war, kümmerte ich mich um den Satz und verstand: Du legst mir gegenüber mehr Wert auf dein Leben als auf deinen Tod. Und mir fiel der Liedvers ein: „Jesus lebt, mit ihm auch ich.“ Er stammt aus einem Osterlied, das deine Auferstehung feiert und bejubelt.

Sicher ist dein Tod keine Nebensache. Und du hast dich damit für die Menschheit geopfert. Aber auf dein gesamtes Leben auf der Erde und die anschließende Existenz als Weltenherrscher kommt es an.

Jesus: Ich finde es nicht glücklich, dass ich an unendlich vielen Kreuzen als Gekreuzigter herumhänge. Mit dem Anblick mache ich Menschen eher depressiv. Mir gefällt die Ostkirche, wo ich über den Altären als Weltenherrscher throne. Das kann Mut machen. Sofern ich da nicht als machtlüsterner Weltenherrscher dargestellt bin, sondern Liebe ausstrahle.

14.01. Du bist geliebt!“

Ich: Jesus, als ich Gott heute Morgen um einen Impuls bat, sagte Gott mir: „Du bist geliebt!“ Ich habe das gern für mich entgegengenommen. Aber mir war sofort klar, ich habe das vor allem weiterzugeben. Und zwar an dich, der du dies liest.

Viele Menschen haben in ihrem Leben zu wenig gehört und erlebt, dass sie geliebt sind. Vielleicht gehörst du auch dazu. Dann hat Gott auf jeden Fall die Worte für dich gesagt. Und er hat damit gemeint: Er hat eine besondere Liebe zu dir, die deinem Mangel an bisher erfahrener Liebe ein Stück abhelfen soll.

Jesus: Und ich schließe mich dem an mit den Worten: „Meine Liebe umgibt dich.“

15.01. Kreativzentrum

Ich: Jesus, heute Morgen habe ich dich gebeten, mich in ein inneres Bild zu führen. Und das Bild für ein Kreativzentrum tauchte in mir auf. Ein lieber Mann, der vor einiger Zeit aus dieser Welt abberufen wurde, hat es mir hinterlassen. Als Prophetie. Eine gute Weile habe ich nicht mehr daran gedacht. Und jetzt plötzlich schiebst du mir dieses Bild in den Kopf?

Ja, inzwischen sind die Ideen für neue Gottesfeiern in der Welt, die mir Gott gegeben hat. Diese Ideen vorbildlich zu realisieren, könnte eine der Aufgaben für solch ein Zentrum sein. Aber die Menschen dafür sind doch noch in keiner Weise da! Und ebenso fehlen bisher materielle Umsetzungsmöglichkeiten.

Jesus: Aber ich bitte jetzt hier mal für dich: Sollte jemand, der das hier liest, jetzt innerlich ein Interesse daran spüren, möge er oder sie sich bitte bei dir melden. Über Kreativcenter@gmx.de.

16.01. Begeisterung!

Ich: Jesus, ich bin ein bisschen erschüttert. Kaum schreibe ich etwas von Kreativzentrum, habe ich schon den ersten Menschen dafür an Bord. Es ist eine jüngere Frau, mit der ich schon einmal auf Zoom zusammengearbeitet habe. Sie ist mir nach eineinhalb Jahren auf einem Internetportal wieder über Weg gelaufen. Jesus, ich bin begeistert!

Jesus: Das ist nur der der Anfang. Du wirst sehen, in nächster Zeit wird sich noch einiges tun.

17.01. Danke!

Ich: Jesus, der erste schnelle Erfolg gestern war wunderbar. Aber leider gehen gleich meine Erwartungen hoch, dass es so weitergeht. Und mir ist klar: Nein, das wird es nicht.

Da ärgert mich meine Natur, die gegen alle Vernunft sofort lossprinten will. Und ich werde nachdrücklich auf die irdischen Grenzen hingewiesen, innerhalb derer ich mein Leben zu gestalten haben. Das ist schon ein gewisser Schmerz.

Wie damit umgehen? Mir wird klar: Ich muss dafür danken. Denn diese Grenzen haben eben einen göttlichen Sinn, auch wenn der sich nicht unbedingt gleich erschließt. Und so sage ich für diese Grenzen wirklich hiermit Gott „Danke!“

Jesus: Dein Dank hat eine besondere Wirkung: Du stellst dich damit über das, was dich stört und ärgert. Und du unterstellst damit diesen Dingen einen Sinn. Das kann dich spürbar entlasten.

Und die Wirkung dieses Danks können nun gleich auch noch alle anderen ausprobieren, die dies lesen …..

18.01. Herrlichkeit

Ich: Jesus, Gott hat mich heute Morgen auf eine Weide mit vielen Schafen gestellt. Und er hat mir auch noch einen Hirtenstab in die Hand gedrückt. So einen Stab, der oben gebogen ist und mit dem man ein Schaf festhalten kann, dem man sich mal etwas eingehender widmen muss. Es war offensichtlich, dass Gott mich zum Hirten dieser Herde erklärte. Na gut, habe ich ihm gesagt, aber das reicht nicht. Denn die Weide war schon abgegrast. Dann muss ich ja wohl auch noch für Futter sorgen. Gib mir bitte etwas für die Herde! Und Gott sagte: „Sie werden meine Herrlichkeit sehen!“ Das war überwältigend, da stand mir der Mund offen.

Allerdings ist auch völlig offen, wann das geschehen wird. Noch in diesem Leben oder später …..

Als ich dies geschrieben hatte und dann aus dem Fenster sah, standen da Wolkenstreifen voll verheißungsvollem Morgenrot am Himmel …..

Jesus sagt nun gar nichts, aber er hält nur den Daumen nach oben.

19.01. Zukunft

Ich: Jesus, Gott nahm mich mit in die alte tausendjährige Kirche, die ich liebe. Als wir da waren, geschah lange einfach nichts. Dann aber öffnete sich die Kirchentür, und ein Kind kam herein. Nach einer Weile folgte noch eine ganze Schar weiterer Kinder samt ihrer Hüterin. Gott umgab sie irgendwie alle und sagte mir: „Sie sind meine geliebte Zukunft.“

Ich erwiderte: Die Welt sieht doch so bedrückend aus: Menschen meinen schon, künstliche Menschen mit Bewusstsein und Gefühlen erschaffen zu können. Es werden wie in uralten Zeiten immer noch Kriege mit unendlich vielen Toten, Verletzten und Verstümmelten ausgetragen. Oder Reiche dominieren die Welt in vielerlei Hinsicht, während Arme ärmer werden.

Jesus: Denk aber auch an die vielen Menschen, die dagegen halten. Sie retten immer wieder die Schöpfung. Sie spenden für Benachteiligte. Und ein riesiger Teil der Menschheit setzt sich in sozialen Berufen direkt für andere Menschen ein.

20.01. Realitäten

Ich: Jesus, heute werde ich mal politisch. Die Panzerfrage treibt mich um: Möchtest du und möchte Gott Kampfpanzer für die Ukraine als Nothife, um das Leiden dort abzukürzen? Du hast mir ein inneres Bild gegeben, in dem ein Vogel gegen eine Glasscheibe fliegt. Und damit abstürzt. Gott hat mir nun klargemacht – so denke ich zumindest –, dass dieser Vogel Putin ist. Und dass Gott selbst seinen Flug beenden wird.

Dies hier hinzuschreiben, das riskiere ich nur, weil ich jetzt ausdrücklich hinzufüge: Ich nehme für mich nicht in Anspruch, dass ich tatsächlich richtig gesehen und gehört habe. Denn ja, ich wünsche mir, dass Gott für alle sichtbar in der Ukraine eingreift. Aber wegen diesem Wunsch kann ich nur allzu leicht mir selbst auf den Leim gehen …..

Jesus: Ich äußere mich nicht dazu. Die Realitäten sollen für sich selbst sprechen.

21.01. Lebendiger Weg

Ich: Jesus, Gott hat mir heute Morgen gesagt: „Du bist unterwegs“. Aha, habe ich erst einmal gedacht. Aber dann habe ich Gott gefragt, wie ich denn unterwegs bin. Und Gott ergänzte seine Worte so: „Auf einem lebendigen Weg.“

Das stimmt für mich insoweit, als ich am Überlegen bin, ob ich ein erstes Stück Weg für das in Aussicht genommene Kreativzentrum unter die Füße nehme. Auch ohne personelle Verstärkung, die sich gerade nicht weiter abzeichnet.

Zugleich habe ich das starke Gefühl: Wenn du das hier jetzt liest, könnte Gott seine Worte auch für dich gesprochen haben. Insbesondere dann, wenn du dich ebenfalls gerade fragst, wie es für dich weitergeht.

Jesus: Ein lebendiger Weg kann ein angenehm belebender Weg sein. Und er ist dann auch ein guter Weg.

22.01. Wegweisung

Ich: Jesus, mich treibt jetzt ein wenig um, ob und wie sich die erste Gottesfeier realisieren lässt, die ich auf Neue-Gottesfeiern.de beschrieben habe. Und es ist fast schon verrückt: Plötzlich sind gute Idee dafür da.

Zudem war gestern der erste Tag, an dem es über 300 Zugriffe auf alle meine bisherigen Webseiten gegeben hat. Ich will es nicht anders interpretieren als: Gott sagt mir damit, dass ich auf einem richtigen Weg bin.

Jesus: Das kann ich dir nur bestätigen.

23.01. Rückblick

Ich: Jesus, Gott hat mich heute an den Beginn dieses Tagebuchs erinnert. Am ersten Oktober 2022 schrieb ich da: „Heute Nacht war mir danach, den Krempel hinzuschmeißen. Mich fallen zu lassen. Das Gefühl ganz abzuschreiben, dass ich noch eine Aufgabe habe.“ Und wo stehe ich da heute?! Ja, ich bin erstaunt und begeistert.

Jesus: Und ich habe dir damals zum Tagebuch gesagt: „Ja, es ist ein Experiment, aber es kann sich lohnen.“

24.01. Glockenklang

Ich: Jesus, heute hatte ich mit Gott ein intensiveres Gespräch in meiner Lieblingskirche. Am Ende wurde ein immer gewaltigerer tiefer Glockenklang hörbar und spürbar. Der bescheidene Turm der Kirche hätte das Gewicht der dazu passenden Glocke nie tragen oder ihrem Klang standhalten können. Und ich habe verstanden: Gott ist der Herr dieser Welt, und er gibt die Macht über sie nie auf.

Jesus: Ja, so viele fragen: Wo ist Gott? Die Wirren, die Gewalt, die Schmerzen in der Welt verwirren sie.

25.1. Neues Leben

Ich: Jesus, du hast mich heute oben auf einen alten hohen runden Turm über einer Stadt mitgenommen. Unten auf der glatten Fläche vor dem Turm sah ich Menschen wie Ameisen. Dann kam eine riesige Welle, schwappte bis um den Turm herum und nahm alle Menschen mit sich irgendwohin. Zurück blieb so etwas zurück wie eine dicke Schmutz- und Lehmschicht. Nach einiger Zeit belebte sich die Schicht. Maigrünes Leben zog ein und überzog das Gebiet unten vor dem Turm mit Gras, Büschen und Bäumen. Und die Menschen kehrten zurück in eine völlig veränderte und neue Existenz.

Jesus, was kann das bedeuten? Willst du vielleicht dem einen oder anderen Menschen verheißen, der dies liest: Die Ödnis seines Lebens wird sich in Freude verwandeln?

Oder ist etwas ganz anderes gemeint: Denn gestern ist die Entscheidung gefallen, Kampfpanzer in die Ukraine zu schicken. Wird die Ukraine womöglich nach dem Krieg wunderbar ergrünen und erblühen?

Jesus: Ich lasse das offen. Aber ich gebe dem einen oder anderen Menschen das deutliche Gefühl dafür, was hie tatsächlich gemeint ist.

26.01. Not und Freiheit

Ich: Jesus, der Mensch wendet sich in der Not an dich. Und aus Hilfe in der Not erwächst echte Liebe. Liebe zu dir. Oder Liebe zu Gott.

Jetzt leben wir aber in einer Gesellschaft mit viel Freiheit und Wohlstand. Und im Prinzip mit viel weniger Not. Und viele Menschen verabschieden sich in dieser Gesellschaft vom überkommenen Glauben.

Jesus: Wenn du genau hinschaust, gibt es in Freiheit und Wohlstand andere Not: Die Menschen sind sensibler und anspruchsvoller. Und sie kommen in der Freiheit häufiger in innere Not. Wenn sie sich dann an Gott oder an mich wenden und so Hilfe bekommen, kann das zu innigerer Liebe zu Gott führen als ein nur überkommener und traditionell gelebter Glaube.

27.01. Entwurf fertig

Ich: Jesus, ein Entwurf für die winzigste Gottesfeier ist fertig, die ich auf Neue-Gottesfeiern.de beschrieben habe. Jetzt muss ihn nur noch ein Webdesigner umsetzen und mir helfen, die winzigste Feier im Internet abrufbar zu machen. Denn der Entwurf ist trotz aller Kürze technisch doch etwas anspruchsvoll.

Jesus: Ich gratuliere dir! Und freue mich darauf, wenn die kleine Feier bereit ist, Menschen anzusprechen und Gott etwas näher zu bringen.

28.01. Zumutung

Ich: Jesus, heute Morgen hat mich Gott erschreckt: Er fragte mich, ob er mir etwas zumuten dürfe. In mir stieg prompt die Erinnerung an ziemlich schwere Jahre auf, die ich von ihm zugeteilt bekommen habe. Und ich bekam Angst, dass es nun um eine größere Last gehen könnte.

Ich überlegte. Dann kam der Gedanke, dass alles, was uns Gott zumutet, zu unserem Besten ist. Und ich sagte tapfer: Ja, er dürfe. Und dann sagte Gott mir: Ich solle die 600 Fotos, die ich für die winzigste Gottesfeier vorgesehen hatte, auf die 300 besten Bilder eindampfen – also mehr Klasse anstelle von Masse. Und das ist nun eine sehr überschaubare Arbeit. Ich war sehr erleichtert.

Wenn Gott uns in dieser Form fragt, zeigt sich, wie weit wir ihm vertrauen. Und vielleicht geht es bei dir, wenn du dies liest, auch gerade um dein Vertrauen zu Gott.

Jesus: Es geht noch um mehr. Gott hätte dich nicht gefragt, wenn er ein Nein hätte erwarten müssen. Aber er hat seinerseits dir auch vertraut und hat ein Ja von dir erwartet. Das gegenseitige Vertrauen hat Gott also mit seiner Frage sichtbar gemacht.

29.01. Verführung

Ich: Jesus, Gott gab mir heute das Stichwort „verführen“. Als ich darüber nachdachte, fand ich: Unter Verführung versteht man gewöhnlich eine Versuchung, die zu etwas Schlechtem führt. Doch Gott arbeitet auch mit Verführung. Aber mit einer Verführung zum Guten. Und da trifft das Wort Verlockung vielleicht besser.

Gott hat die Schönheiten der Welt geschaffen. Sie sind zum Teil unglaublich verlockend. Aber darauf springen nur wenige Menschen an und wollen deshalb Gott kennenlernen.

Gott hat allerdings auch noch seine Liebe und Hilfe zu bieten. Und unsere Aufgabe ist es, seine Liebe und Hilfe in schöne Angebote umzumünzen. In Angebote, die für diejenigen, die ihn noch nicht kennen, verlockend und verführerisch sind. Gar nicht so einfach. Bei dem Entwurf für die winzigste Gottesfeier gebe ich mir jedenfalls alle Mühe, ihn so ansprechend und auch verlockend wie möglich zu machen. Und jetzt siebe ich auch noch die etwas weniger ansprechenden Fotos aus.

Jesus: Du weißt, die Besucherzahlen werden zeigen, wie gut dir das gelungen ist. Du darfst dich darauf freuen.

30.01. Frieden

Ich: Jesus, Gott hat mir für heute das Wort „Frieden“ gegeben. Ich habe hier schon mal über Frieden und Unruhe geschrieben (14.12.) Aber heute geht es nun um Frieden und Kampf. Und das heißt: Es geht um den Kampf mit dem Bösen.

Gott will nicht Frieden um jeden Preis. Vielmehr sieht er ab und an die Notwendigkeit, den Kampf mit dem Bösen aufzunehmen und ihm nicht das Feld zu überlassen. Da fällt mir natürlich sofort der Ukrainekrieg ein. Gott weiß aber immer selbst am besten, wann wir wirklich einen Kampf mit dem Bösen aufzunehmen haben. Und er weiß auch, ob wir dabei als Sieger daraus hervorgehen werden oder ob wir den Kampf im schlimmsten Fall mit vielen Schmerzen, schwerer Behinderung oder gar Tod bezahlen.

Jesus: Aber Gott belohnt auch den Kampf mit dem Bösen – sofern er tatsächlich zum Kampf aufgerufen hat. Und erst recht belohnt er den Kampf, wenn der Kampf viel kostet und vielleicht sogar das Leben. Auch ich selbst bin von Gott für meinen Tod belohnt worden. Und zwar mit himmlischer Machtfülle.

31.01. Dschungel

Ich: Jesus, heute hast du mich in einem inneren Bild in den Dschungel geführt. Rundum war Grün. Und der Himmel war nur zu ahnen. Wärst du nicht dabei gewesen, hätte ich Angst gehabt und hätte mich verirrt gefühlt. Dann gingst du mit mir nur einige Schritte weiter, und unerwartet öffnete sich der Dschungel, und wir waren an einem träge dahinfließenden Strom. Das brachte zwar viel Ausblick, aber es brachte nicht wirklich weiter. Schließlich tauchte aber ein wackeliges Kanu auf, und mit dem war jetzt weiterzukommen.

Vielleicht ist das ein Bild für dich als Leser oder Leserin: Wenn du zur Zeit in einer scheinbar aussichtslosen Lage sein solltest, achte auf eine vielleicht etwas wackelige Idee oder Gelegenheit, die dich weiterbringen kann.

Jesus: Du selbst arbeitest gerade auch an einer etwas wackeligen Idee: Nämlich der Idee mit der winzigsten Gottesfeier. Aber es ist gerade das einzige etwas wackelige Gefährt, das dich weiterbringen kann.

Februar 2023: Wartezeit

01.02. Engelgeschwader

Ich: Jesus, Gott stellte mich innerlich ans Fenster. Und da sah ich am Himmel einige Flugzeuge nach Osten fliegen. Ich dachte an die derzeitige Diskussion um die Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine. Und mir kam das Wort „Fluchzeug“ in den Sinn. Denn Kampfflugzeuge sind nichts anderes als fliegende Tötungsmaschinen.

Aber dann tat sich noch etwas anderes: Eine Weile danach erschienen auch noch ganze Engelgeschwader am Himmel und flogen ebenfalls nach Osten.

Ich sagte dir, Jesus: Aber das große Sterben verhindern die Engelsgeschwader nicht in der Ukraine. Das ist mehr als bitter. Und du hast mir geantwortet:

Jesus: Alle Menschen müssen irgendwann sterben. Die einen schon früh, die anderen spät. Und alle müssen auf dem Weg dahin mehr oder weniger leiden. Die Engelgeschwader kämpfen in der Ukraine mit und sorgen dafür, dass das Böse nur so weit kommt, wie Gott es zulässt. Und die Engel holen zudem all diejenigen voller Liebe heim, deren Zeit abgelaufen ist.

02.02. Ein guter Wurf

Ich: Jesus, gestern habe ich meinen Entwurf für die winzigste neue Gottesfeier an meinen Designer gesandt. Und ihre Bezeichnung soll sein: Tipp von Gott.

Als ich nun heute Morgen Gott fragte, was er davon hält, meinte er: „Ein guter Wurf!“ Zugleich fragte er mich, ob er mir etwas Gutes zumuten dürfe. Was für eine Frage! Aber ich merkte, dass ich nicht begeistert ja! dazu sagen konnte. Sondern dass ich zurückhaltend blieb. Das hat wohl mit der langjährigen Erfahrung zu tun, dass Gutes von Gott manchmal recht anstrengend sein kann.

Aber wir werden sehen. Und da der Designer oft einige Zeit braucht für seine Arbeit, beginnt jetzt vielleicht eine etwas anstrengende Wartezeit …..

Jesus: Immerhin meinst du innerlich zu wissen, dass etwas Besonderes geschehen wird. Und manchmal hast du tatsächlich auch ein gutes Vorauswissen gehabt. Aber ich kann und will dir nicht sagen, ob dein inneres Gefühl dich zu Recht trägt oder trügt.

03. 02. Dauergenuss

Ich: Jesus, ich dachte darüber nach, dass ich nicht gerade ein Genussmensch bin. Und ich fragte mich, wie es einmal in der zukünftigen jenseitigen Welt sein wird. Werden wir da in Dauergenuss schwelgen?

Jesus: Dauergenuss – o nein! Gott selbst ist kein Dauergenussgott. Er ist Schöpfer. Und das heißt: Er ist an erster Stelle Macher und Schaffer. Und im biblischen Schöpfungsbericht steht sein Schaffen im Verhältnis 6:1 zu seinem Genießen. Erst am siebten Tag seines Schöpfungsprozesses nahm sich danach Gott die Zeit, sich an dem Geschaffenen zu erfreuen.

04.02. Krimis

Ich: Abends, wenn ich nicht mehr denken kann und will, lande ich oft bei Naturfilmen. Daneben gibt es aber auch Krimis, die mich ebenfalls besonders reizen. Irgendwie ist mir das peinlich. Gegen typische Liebesfilme habe ich allerdings eine Aversion.

Jesus: Da lächle ich. Das sind doch Grundelemente des Lebens: Gottes Schöpfung. Der Kampf gegen das Böse. Und die Liebe.

Bei Naturfilmen geht es um das Staunen über die Formen des von Gott geschaffenen Lebens. Bei den Krimis geht es letztlich um den Sieg über das Böse und um ein Stück Erlösung davon. Und die typischen Liebesfilme, die behaupten, es gäbe eine billige Erlösung von den Leiden der Welt durch die Liebe: Nun ja, da kennst du zu viel andere Realität.

05.02. Gier

Ich: Jesus, Gier ist heute das Wort des Tages. Und du hast es mir gegeben. Es gibt die Gier etwa nach Geld, Vermögen, Macht, Erfolg, Glück. Der Gier liegt dabei ein eigentlich ganz normales Bedürfnis zu Grunde: das Bedürfnis nach Entfaltung. Nur ist bei der Gier dieses Bedürfnis außer Rand und Band geraten. Insbesondere dann, wenn andere Bedürfnisse – wie etwa das Bedürfnis nach Liebe – zu kurz kommen. Da wird ein Ausgleich gesucht.

Diejenigen, die einer Gier verfallen, haben zudem leider oft das Pech, dass die äußeren Umstände sie zu wenig bremsen. Denn Gier macht wirklich nie zufrieden und glücklich.

Jesus: Ja, so ist es. Zufriedenheit dagegen beschert ein bescheidenes Glück, mit dem sich besonders gut leben lässt. Und wie das Wort schon sagt: Innerer Friede ist dabei eine wesentliche Voraussetzung.

06.02. Supermarkt

Ich: Jesus, Gott nahm mich heute innerlich mit in einen neuen Supermarkt in der Nähe. Der Markt hat eine wunderbare Einkaufsatmosphäre. Und Gott sagte drinnen um sich weisend: „Alles hier ist meine Schöpfung!“ Gott hat dabei recht, weil alle menschlichen Nahrungsmittel im Markt auf Pflanzen und Tieren seiner Schöpfung beruhen. Und die Ideen, wie sie in Essbares und Trinkbares umgesetzt werden, entspringen zudem dem Gehirn seines Geschöpfes Mensch.

Dann nahm mich Gott mit in ein Flüchtlingslager in der Wüste. Die Menschen leben da unter erbärmlichen Umständen. Und sie bekommen nur ein paar Grundprodukte, die Hilfsorganisationen für sie besorgt haben. Ich sagte da zu Gott: „Dass deine Liebe dieses Elend zulässt! Intuitiv und emotional kann ich das mit deiner Liebe nicht in Verbindung bringen. Das geht nur mit einem rein theoretischen Glaubenssprung.“

Jesus: Und Gott dankt dir, dass du diesen Sprung wagst. Ja, hinter dem furchtbaren Elend steht auch Gottes Liebe. Aber das wird erst in der himmlischen Welt offenbar werden.

07.02. Strenge

Ich: Jesus, es gibt schlechte und gute Strenge. Die schlechte Strenge ist manchmal unkritisch übernommene Gewohnheit. Sie kann auch Strenge um der Strenge willen sein oder Strenge aus Prinzip. Schlechte Strenge kann jedenfalls ganz schön hart sein. Und sie wird dann von Betroffenen als herzlos erlebt. Sie verbessert vielleicht manche Dinge, aber sie verschlechtert die Situation der unmittelbar betroffenen Menschen. Und sie kann diese Menschen sogar schädigen.

Gute und notwendige Strenge ist dagegen eine Strenge, die in abgewogener Weise Grenzen setzt. Sie hat dabei immer auch das Wohl der Menschen im Auge, die von einer möglichen Maßnahme betroffen sind. Und sie setzt zugleich weniger oder seltener Grenzen und läßt möglichst viel Freiheit.

Jesus: Gott setzt auch Grenzen. Und das können die Betroffenen manchmal als sehr hart erleben. Aber Gottes Strenge ist gute Strenge. Gott übt sie mit viel Augenmaß und Liebe aus.

08.02. Übermut

Ich: Jesus, es kann ziemlich viel daneben gehen, wenn man voller Übermut über die Stränge schlägt. Und wenn man völlig unkontrolliert einem spontanen und emotionalen Impuls nachgibt.

Andererseits kann es auch guttun, aus Gewohntem auszubrechen. Und sich mal eine besondere Freiheit zu nehmen. Die sollte allerdings niemandem schaden und für einen selbst wirklich gut sein.

Jesus: In der Bibel wird von mir extra berichtet: Ich habe mal gesagt, dass man die für Juden vorgeschriebene Feiertagsruhe brechen darf, um einen Esel aus dem Brunnen zu ziehen, in den er gefallen ist. Und das gilt bis heute: Man darf aus Liebe gegen Vorschriften verstoßen, wenn das ernsthaft dem Wohl der Betroffenen dient.

09.02. Wolkenkratzer

Ich: Jesus, Gott stieg mit mir in den Aufzug eines Wolkenkratzer. Und er fuhr darin mit mir bis in die oberste Etage. Da hatten wir einen gewaltigen Ausblick.

Dann lächelte Gott und meinte: Er habe es in jeden Menschen gelegt, ein gutes Stück über sich selbst hinauszukommen. Aber das gelinge nicht mit materiellen und menschlichen Mitteln, sondern letztlich nur mit seinen göttlichen Mitteln.

Jeder Mensch muss dann aber auch irgendwann wieder zurück auf den Boden der irdischen Tatsachen. Und wir fuhren wieder hinunter.

Jesus: Ich lächle auch. Erinnerst du dich, wie du in jungen Jahren vom Baum gefallen bist? Beim Fallen hofftest du immer wieder, dass wenigstens der nächste Ast unter dir hält. Aber einer nach dem anderen brach. Aber immerhin bremste jeder brechende Ast etwas deinen Fall. Und du kamst unten ganz heil an – zu deinem eigenen Erstaunen.

So bin ich bereit, auch anderen Menschen zu helfen, die zu riskant zu hoch gestiegen sind und wieder auf die Erde zurück müssen.

10.02. Wörterteich

Ich: Jesus, Gott hat mich heute in einem inneren Bild an einen Teich gebracht. Fische sprangen aus dem Wasser. Dann kam mir das Wort „Wörterteich“. Und ich sah mich als Angler da sitzen, der mit der Angelrute ein Wort nach dem anderen aus dem Teich zog. Danach wurde aus den gefischten Worte ein Wortgericht zu bereitet.

Ja, Worte können nährend sein. Manchmal sind sie aber auch nur schöner Schein – also Wortgeklingel – und ohne Nährwert. Und manchmal können Worte auch verdorben und pures Gift sein. Jesus, ich hoffe, dass meine Worte hier im Tagebuch überwiegend nährend sind.

Jesus: Ich segne sie. Damit sie für viele Nährwert haben.

11.02. Zahn

Ich: Jesus, in sechs Wochen habe ich einen Zahnarzttermin. Aber jetzt tut mein Zahn weh. Ich fürchte Schlimmes. Erst wollte ich noch heute um einen vorgezogenen Termin bitten. Dann aber hast du mich im inneren Bild auf eine Bank mitgenommen, auf der wir schon häufiger saßen. Es ist eine Bank neben einer Kapelle. Es war rundum stockfinster. Da hast du mir deine Hand von außen auf den Zahn gelegt. Und deine Hand war dabei voller Licht. Du meintest dabei: Im Laufe des Tages würde der Schmerz verschwinden. Und er würde bis zum Zahnarzttermin verschwunden bleiben.

Jesus: Lass dich überraschen.

12.02. Kleine Wunder

Ich: Jesus, gestern hatte ich einen merkwürdigen Vormittag. Nicht nur der Zahn irritierte mich seit dem Abend davor. An jenem vorgestrigen Abend begann auch das eine Knie, sich schmerzhaft bemerkbar zu machen. Zudem fiel an jenem Abend auf meiner PC-Tastatur das „s“ aus. Ich musste sofort eine neue Tastatur bestellen, weil ich nun beim Schreiben stark gehandikapt war.

Und dann kam der gestrige Morgen. Ich war da zunächst wegen des Zahns mit dir im inneren Bild. In den Stunden danach hatte ich dann die Idee zu einer Übung mit dem Knie, die ich eigentlich nie mache. Und der Schmerz im Knie war weg. Und zudem funktionierte auch plötzlich das „s“ auf der Tastatur wieder.

Dann kam der Nachmittag. Problemlos konnte ich mit meinem Knie eine kleine Bergwanderung machen. Aber unterwegs macht sich der Zahn immer mehr schmerzhaft bemerkbar. Zweimal pochte auch das Blut deutlich in ihm. Ich entschloss mich, nun doch noch bei meinem Zahnarzt um einen deutlich vorgezogenen Termin zu bitten. Doch den konnte ich erst in knapp drei Wochen bekommen. Und ich bekam schlimme Ideen, was nun mit meinem Zahn passieren würde. Dann kam der Impuls, eine entzündungshemmende Schmerztablette zu nehmen. Und heute Morgen, wo deren Wirkung ausgelaufen ist, ist der Schmerz tatsächlich vorbei. So, wie du es gestern versprochen hast, Jesus.

Jesus: Das alles ist geballte Hilfe. Und du weißt selbst, dass es eine Ausnahme ist. Denn das sind die kleinen Wunder, die Gott nur manchmal schenkt. Er hat dich dieses Mal damit bedacht, damit du hier darüber schreibst.

13.02. Freiheit und Bindung

Ich: Jesus, heute ist das Thema Freiheit und Bindung dran. Gott hat mir klargemacht, dass das ein Kapitel für meine Webseite Gottes-Manifest.de sein soll. Die Seite ist verblüffend gut besucht. Es hat wohl etwas damit zu tun, dass Gottes Sicht auf die Dinge interessant ist und vielleicht auch ins Nachdenken bringt. Und ich kann nur hoffen und bitten, Jesus, dass ich beim Schreiben wirklich möglichst oft und weitgehend Gottes Sicht erfasse.

Also dann mache ich mich mal ran an das Thema.

Jesus: Du bist nicht unfehlbar. Das weißt du. Und du kannst nur nach bestem Wissen und Gewissen schreiben. Aber Gott wird dabei ein ganz viel mit dir sein.

14.02. Lebendiges Wasser

Ich: Jesus, heute hast du mich innerlich an Kante einer hohen Steilwand geführt. Wir haben uns da gesetzt, und unsere Beine baumelten über dem Abgrund. Ich bin überhaupt nicht schwindelfrei. Aber in einem inneren Bild habe ich dabei kein Problem. Und dann schlugst du vor, in die Welt unter uns hinabzuspringen. Wir taten es. Und unten landeten wir an einer kristallklaren Quelle. In ihrem Quelltopf sahen wir, wie Wasser aus dem Boden herausquoll und abfloss.

Mir fiel eine Bibelstelle im Johannesevangelium ein, wo du, Jesus, von lebendigem Wasser sprichst, das du geben willst (4,10-13). Und was sollte nun dieses innere Bild?

Jesus: Ich spreche damit zu einigen Menschen, die dies hier lesen. Und sie werden spüren und wissen, was ich ihnen damit sage.

15.02. Sicherheit

Ich: Jesus, wieder war ein inneres Bild mit Gott dran: Gott nahm mich mit auf einen Bahndamm, und da setzten wir uns zwischen die Schienen. Ich dachte: Wie verrückt ist das denn! Und prompt kündigte sich in der Ferne auch noch ein Zug an. Ich wollte aufspringen. Aber Gott hielt mich zurück und bedeutete mir: Wir stehen jetzt in aller Ruhe ganz gemächlich auf. Und so taten wir es. Der Zug war schließlich da, rauschte an uns vorbei, und wir setzten uns wieder zwischen die Gleise.

Ich verstehe so viel: Mit Gott sind wir in Sicherheit. Wir brauchen nicht hektisch zu werden.

Jesus: So ist es. Du kennst es ja: Da meldet sich bei dir schmerzhaft ein Zahn, und dir kommen gleich Schreckensvisionen. Gott will nun denen sagen, die dies hier lesen: Immer ruhig bleiben. Ihr seid wirklich in Gottes Hand.

16.02. Liebe und Lüge

Ich: Jesus, Gott hat mir heute „Liebe und Lüge“ als Thema aufgetragen. Und ganz klar ist sofort: Wir leben in unserer Gesellschaft weithin vom gegenseitigen Vertrauen. Und das setzt voraus, dass wir uns untereinander weitgehend nicht belügen – also täuschen und betrügen.

Allerdings gehört es zur Lebensklugheit, nicht immer die Wahrheit offen auf den Tisch zu legen. Sondern manchmal kann es für Betroffene hilfreicher sein – und da kommt die Liebe ins Spiel –, nachteilige Tatsachen zu verschweigen.

Und zudem: Wer hat nicht schon auf die Frage, wie es ihm geht, mit einer Lüge geantwortet? Denn es kann Selbstschutz im Sinne von Selbstliebe sein, anderen nicht Fakten in die Hand zu drücken, die danach gegen einen selbst verwendet werden können.

Jesus: Von mir wird in der Bibel der Satz berichtet: Die Wahrheit wird euch frei machen (Joh 8,32). Und das ist im Prinzip absolut wahr. Doch von jedem Prinzip gibt es Ausnahmen. Und wenn mal eine Lüge sehr wohl angebracht ist und dem obersten göttlichen Gebot der Liebe folgt, hat Gott kein Problem damit.

17.02. Walnuss

Ich: Jesus, vorhin gab mir Gott das Bild einer Walnuss. Sie war extrem hart. Aber sie öffnete sich von innen. Ein Keimling drängte heraus. Er wuchs und wuchs. Und wurde er zu einem immer größeren Baum.

Jesus: Wieder siehst du keinen Bezug zu deinem eigenen Leben. Das Bild ist auch nicht für dich. Der Mensch, für den Gott es gedacht hat, wird das spüren. Und er wird es als Geschenk von Gott annehmen und verstehen können.

18.02. Spaziergang

Ich: Jesus, heute ist mal etwas ganz anders dran. Gott hat mir einen bestimmten Spaziergang aufgetragen mit einem bestimmten angenehmen Menschen. Die Schneeglöckchen beginnen sich draußen zu zeigen. Und es gibt nicht weit entfernt immer einen ganzen Berghang voller blühender Märzenbecher. Da dürfte jetzt auch schon der Frühling Einzug halten. Und es lohnt sich voraussichtlich, da mal vorbeizuspazieren.

Jesus: Mach das. Dafür blühen die Märzenbecher ja dort, damit sich Menschen an diesem Teil von Gottes Schöpfung erfreuen.

19.02. Ausgewogenheit der Liebe

Ich: Jesus, heute ist Sonntag. Und du hast dich innerlich mal wieder mit mir auf die Bank neben der Kapelle gesetzt. Der Sinn des Lebens wurde Thema. Ich war noch etwas müde, und sah prompt den Sinn des Lebens in Mühe und Arbeit. Aber das konnte ja nicht alles sein. Du fragtest, was wohl noch Sinn sei. Und da tauchte als oberster Sinn des Lebens die Liebe auf.

Mühe und Arbeit immer im Sinne der Liebe? Eigentlich schon. Nur mal mühen wir uns für andere. Manchmal auch für Gott. Und zu anderer Zeit wiederum arbeiten wir allein für uns selbst. Und ich habe überlegt und in mich hineingefühlt, ob das bei mir in einem guten Verhältnis zueinander steht.

Jesus: Es kommt auf eine gute Ausgewogenheit an. Die kann zwar jeden Tag anders sein. Aber das Verhältnis zueinander zählt auf Dauer. Und da wäre es gut, wenn das jeder Mensch gelegentlich überprüft und kontrolliert. So ganz intuitiv kann das Bauchgefühl oft durchaus eine gute Antwort geben.

20.02. Rücken

Ich: Jesus, heute kamen mir die Stichworte: „Im Rücken haben“. Viele Menschen haben Schmerzen im Rücken. Und es zeigt sich immer wieder, dass die meisten Schmerzen offenbar mit seelischen Belastungen zun tun haben und nicht mit körperlichen Ursachen. Denn ein aufrechter Gang fällt gar nicht so leicht, wenn man von Sorgen, Ängsten oder Konflikten niedergedrückt wird.

Mir hat Gott nun heute gesagt, dass ich ihn im Rücken haben kann, wenn ich will. Und mit ihm im Rücken lässt sich dann gut und aufrecht gehen. Und auch Freuden lassen sich so viel besser auskosten. Heute ist ja Rosenmontag …..

Jesus: So viele Menschen brauchen Gott im Rücken. Und du Mensch, der du dies liest, kannst ja mal ausprobieren, wie es sich anfühlt, Gott im Rücken zu haben. Und wie es innerlich hebt.

21.02. Frühlingstage

Ich: Jesus, hier vor Ort haben wir vorgezogene Frühlingstage, als sei die Welt bis ins tiefste Innere in Ordnung. Gestern Rosenmontag strahlte die Sonne nur so vom Himmel. Heute tut sie es auch. Man kann äußerlich Winterhüllen abwerfen. Und innerlich Freude um Freude anziehen.

Morgen am Aschermittwoch wird der Himmel allerdings bedeckt sein. Das passt auch wieder. Es ist hier, als würde der Himmel bestätigen: Trotz allen Leides in der Welt haben Freudentage zwischendurch volle Berechtigung.

Jesus: Es ist doch so: Leid ist auf Dauer nicht ohne kleinere oder auch größere Freudenzeiten auszuhalten. Und es ist notwendige Selbstpflege und Selbstliebe, solche Zeiten auszukosten. Dafür gibt Gott sie.

22.02. Aschermittwoch

Mit Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit auf der kirchlichen Ebene. Für mich beginnt sie heute in überraschender Weise: Keine Bilder. Keine Stichworte. Keine sonstigen Ideen für das Schreiben hier.

Jesus: Aber du fastest – bitte schön – nur heute so.

23.02. Liebe überall

Ich: Jesus, Gott hat mich gestern zutiefst überrascht und verblüfft. Ich dachte über die Freiheit in unserer demokratischen Gesellschaft nach. Bislang herrschte bei mir der Gedanke vor: Diese Freiheit ist schlecht für deine Kirchen, weil die mit der Freiheit einhergehende Konsumgesellschaft viele Menschen zum Austritt aus den Kirchen bringt.

Gott aber hat mir gezeigt: Neben moralischer Verwahrlosung ist in dieser sich entkirchlichenden Gesellschaft ein Zuwachs an Nächstenliebe zu beobachten: Auf bisher unterdrückte Gruppen wird mehr Rücksicht genommen. Ihnen wird mehr Freiheit zugestanden. Und auch überkommene Gesetze, die Menschen unterdrückt haben, werden gelockert. Und es geht etwas gerechter zu. Mit anderen Worten: Gottes Liebe breitet sich in der freien Gesellschaft aus.

Jesus: Kirchlicherseits hat die Fastenzeit begonnen. Und damit ist vielleicht auch wieder Klarheit im Kopf. Es ist so: Frauen durften früher nur mit Genehmigung des Mannes beruflich tätig werden. Rollstuhlfahrer mussten sehen, wo sie blieben, als es noch keine Zugangshilfen für sie gab. Alte mussten allein zurechtkommen, als es noch kein barrierefreies Wohnen gab. Ausländische Arbeitskräfte mussten sich selbst um ihre Integration kümmern. Da hat sich viel geändert. Sexismus, Rassismus, Autoritarismus sind weithin verpönt. Ich sage mal: Gottes Liebesgeist breitet sich in der Gesellschaft aus.

23.02. Licht

Ich: Jesus, Gott brachte mich innerlich zu meiner tausendjährigen Lieblingskirche. Ich stand vor ihrer Tür, trat ein und setzte mich ganz hinten hin aus Respekt vor Gottes Größe. Aber ich sollte nach ganz vorn kommen. Ich tat das und verneigte mich vorn vor Gott. Und Gott zeigte mir da ein Loch im Dach der Kirche, durch das himmlisches Licht herunterfiel. Das Loch erweiterte sich und ich stand plötzlich in einem breiten Lichtstrahl da.

Jesus, was soll das bedeuten?

Jesus: Das ist wieder ein Bild für viele andere Menschen. So fängt es mit Gott an: Ein himmlischer Lichtstrahl dünn wie ein Streichholz fällt zunächst auf einen Menschen. Und wenn der Mensch es will und sich entsprechend verhält, verbreitert sich sich der Lichtstrahl immer mehr.

Und gestern hast du in deinem breiten Lichtstrahl eine Erkenntnis bekommen, die du hier ausbreiten solltest.

24.02. Krieg und Liebe

Ich: Jesus, ein Volk kämpft in einem grausamen Krieg um seine Freiheit. Mitten in Europa. Heute jährt sich der Beginn dieses Krieges in der Ukraine. Und den wenigsten ist bewusst, dass dieses Volk auch für die Liebe kämpft.

Denn Liebe braucht Freiheit. Liebe äußert sich dann etwa in Rücksichtnahme, Verständnis, Ehrlichkeit, Wahrheit, Unterstützung Schwacher oder vielen persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten. Das alles wird in autoritären Regimen beschnitten, behindert, unterdrückt und ist in vielerlei Hinsicht unerwünscht. Stattdessen regieren da insbesondere Machtversessenheit und Geldgier.

Meine Vermutung ist: Gott will nun den Ukrainern ihre bisherige Freiheit erhalten und ihr Land für noch mehr Freiheit und Liebe öffnen. Und vielleicht hat er dafür sogar Russland im Blick. Das ist ja eigentlich ein durchaus christlich geformtes Land. Und vielleicht denkt Gott letztendlich dabei sogar an die gesamte Welt.

Jesus: Zu deiner Vermutung will ich mich nicht äußern. Es gibt aber leider Christen, die sich auf die Seite autoritärer Regime schlagen. Und die so die Beschneidung von Freiheit und Liebe unterstützen. Viele davon sind selbst autoritär aufgewachsen, und Freiheit und Liebe verunsichert sie. Und es gibt auch noch andere Gründe für ihr Verhalten. Jedenfalls wird Gott einmal mit Liebe und Gerechtigkeit über ihr Verhalten urteilen.

25.02. Segnender Lichtkreis

Ich: Jesus, du hast mich heute Morgen noch im Dunkeln mit auf die Straße vorm Haus genommen. Und da habe ich innerlich gesehen, wie du einen Lichtkreis um dich herum gelegt hast, der die Straße von einer Seite bis zur anderen überdeckte. Und du hast gesagt: Alles, was diesen Kreis durchquert – also jeder Mensch und jedes Fahrzeug – wird in diesem Kreis gesegnet.

Jesus: Du hast daraufhin gefragt, was mit diesem inneren Bild eigentlich anzufangen ist. Ich habe dir darauf gesagt: Es gibt lichte Orte, die tun einem richtig gut. Und es gibt ebenso dunkle Orte, von denen man sich besser fernhält. Und dies ist ein warnender Impuls für einige Menschen, die dies lesen und vorhaben, sich an einen dunklen Ort zu begeben.

26.02. Löwenzahn

Ich: Jesus, in einem neuen inneren Bild ging Gott als riesige Gestalt über das Land. Er hatte dabei die Natur im Blick. Und plötzlich beugte er sich ganz tief hinunter. Bei einem Löwenzahn war der Stengel mit seiner dottergelben Blüte abgeknickt. Und Gott richtete den Stengel und die Blüte wieder auf, so dass die Pflanze weiterblühen und am Ende noch Samen hervorbringen kann.

Jesus, da bleibt mir die Sprache weg, da verstumme ich, wenn ich sehe, wie das gewaltige Wesen Gott sich um einen abgeknickten Blütenstengel bei einer Allerweltspflanze kümmert.

Jesus: Ja, das ist für menschliche Gehirne eine gewaltige Herauforderung. Und es gibt ja so viele Winzigkeiten im menschlichen Leben, um die Gott sich liebevoll kümmert. Das ist für viele unbegreiflich.

27.02. Bettler

Ich: Jesus, du hast mich heute Morgen in einem inneren Bild mit dir mitgenommen. Wir kamen zu einem alten Stadttor. Da hast du dich an der einen Seite des Torbogens auf dem Boden hingekauert. Du hast deine Hände zu einer Schale geformt und vor dich hingehalten. Damit hast du dich dort zum Bettler gemacht.

Ich war entsetzt und sagte: „Das kannst du doch nicht machen!“ Aber du hast mich an die von dir überlieferten Worte in der Bibel erinnert: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben….. Ich war nackt, und ihr habt mir etwas anzuziehen gegeben …..“ (Mat 25, 35-36).

Jesus: Du weißt doch, dass ich mit den Ärmsten der Armen bin. Dass ich zutiefst mit ihnen mitfühle. Daran muss ich gelegentlich mal erinnern.

28.02. Verkehrskreisel

Ich: Jesus, innerlich kam heute eine lichte Gestalt zu mir und hat mich mitgenommen. Warst du es? War es ein Engel? Jedenfalls war das Ziel ein Verkehrskreisel. Und wir haben uns in der Mitte auf zwei Stühle gesetzt. Die Gestalt fragte mich, wie es mir an dieser Stelle geht. Ich fand es ausgesprochen merkwürdig, so im Mittelpunkt eines um uns herum kreiselnden Lebens zu sitzen. Dann sagte die Gestalt: Gott sorgt sich so um dich. Und er kreist so um dich. Diese Worte machten mich ein Stück fassungslos.

Jesus: Ja, es scheint unfassbar zu sein, so im Mittelpunkt von Gottes Aufmerksamkeit zu sein. Aber jeder Mensch ist es. Doch Gott lässt es fast niemanden merken. Denn das würde die Menschen zutiefst irritieren.

März 2023

01.03. Der Hammer!

Ich: Jesus, Gott gab mir für heute das Wort „Hammer“. Und schnell war ich damit beim Ausruf „Das ist der Hammer!“ Und von da ging es zu der staunenden Feststellung: „Gott ist der Hammer!“ Ja, der urgewaltige Gott ist der Hammer. Und was für ein merkwürdiger Anfang für den Monat März!

Jedenfalls: Gott kann das zärtlichste Hämmerchen sein, das man sich vorzustellen vermag. Er hört die winzigsten Klangunterschiede, wenn er etwa eine traurige Seele ein bisschen zurechthämmert. Aber er kann auch ein riesiger epochaler Hammer sein, wenn er in blutigen Kriegsgewittern ganze Völker in eine neue Form umschmiedet.

Wir müssen da gerade ziemlich erschreckt seinem urgewaltigen Tun zuschauen.

Jesus: Gott ist für menschliche Gehirne fast nicht zu fassen. Aber immerhin in winzigen Bruchteilen macht er sich für Menschen begreifbar. Und auch für dich.

02.03. Glück und Leid

Ich: Jesus, Gott hat mich heute früh aus dem Bett geholt. Und dann hat er meistens etwas Besonderes für mich.

Heute sah ich innerlich Gott ganz vage als urgewaltige Gestalt. Er hatte die Erde in seiner Hand. Und sie war nur so groß wie eine Apfelsine. Ich fragte ihn: Was ist die Erde für dich? Und er sagte: Konzentriertes Glück und konzentriertes Leid. Ich fragte weiter: Und was bedeutet das für dich? Gott: Das konzentrierte Glück ist mein Handgeld, mit dem ich Menschen für mich anwerbe. Darauf ich noch einmal: Und das Leid? Das Leid ist der Ofen, in dem die Menschen wie zuvor geformter Ton gebrannt werden. Sie werden so Gestalten, die im nachfolgenden Leben hervorragende Dienste leisten können – voller Glück.

Jesus: Ich weiß: Du möchtest gar nicht erst mehr dazu wissen. Denn du weißt: Es ist noch nicht die Zeit dafür.

03.03.

Ich: Jesus, nach dem gestrigen urgewaltigen Bild muss ich heute erst einmal schweigen.

04.03. Gebetstrieb

Ich: Jesus, wir Menschen haben körperliche Triebe: Den Trieb zu essen und zu trinken. Und der Sexualtrieb gehört auch dazu. Wir haben zudem seelische Triebe: Etwa den Trieb, glücklich werden zu wollen. Und für mich ich registriere ich: Bei mir hat sich auch noch ein Gebetstrieb eingestellt. Erst ist es gute Gewohnheit geworden, mit Gott jeden Morgen ins Gespräch zu gehen. Inzwischen kann ich gar nicht mehr ohne.

Jesus: Das ist ein geistlicher Trieb, den Gott zu den anderen Trieben schenken kann. Der ist eine Hilfe dabei ist, mit Gott ständig in Kontakt zu bleiben. Und Gott möchte diesen Drang zum Gebet gern vielen, vielen Menschen schenken.

05.03. Ernsthafter Hinweis

Ich: Jesus, Gott hat mich ein wenig zur Brust genommen, wie man so schön sagt. Er hat mich darauf hingewiesen, dass ich unendlich viele Arbeitsstunden in die sieben Internetseiten gesteckt habe, die es jetzt von mir im Internet stehen. Aber ich begleite sie zu wenig mit Gebet. Gott möchte, dass ich deutlich mehr darum bitte, dass er durch diese Seiten liebevoll zu Menschen sprechen kann.

Eigentlich ist die achte Seite mit Tipps von Gott fast auch schon fertig. Aber mein Webdesigner ist gehindert, sie ganz fertigzustellen. Und das hat mich ins Nachdenken gebracht.

Jesus: Ja, du hast Gott richtig verstanden: Du darfst und sollst deine Arbeitsergebnisse weiter intensiv begleiten.

06.02. Gottes Wartezeiten

Ich: Jesus, ich warte auf meinen Webdesigner, wie gestern schon gesagt. Und es es geht nicht so voran, wie ich es mir wünsche. Da hatte ich nun Zeit, über Gottes Wartezeiten nachzudenken.

Es gibt die kleinen Wartezeiten. Da gibt Gott uns etwas Zeit, damit sich der Staub der Wünsche und Erwartungen legen kann, den die ersten Ideen aufgewirbelt haben. Und in der Wartezeit werden wir dann realistischer und können mit einem Projekt besser umgehen.

Und es gibt Gottes lange Wartezeiten. Die können Jahre und Jahrzehnte dauern. Da ist entweder die Zeit noch nicht reif für die Dinge, die einem vorschweben. Oder man ist selbst noch nicht reif dafür. Dann muss sich erst noch charakterlich etwas ändern, bis man den Dingen wirklich gewachsen ist.

Jesus: In langen Wartezeiten schleift Gott dann den Charakter mit immer feinerem Schleifpapier. Und ja, das kann dauern.

07.03. Gottes Höflichkeit

Ich: Jesus, wir Menschen sind an Höflichkeit untereinander gewöhnt. Wir sagen anderen nicht ins Gesicht, was sie verletzen könnte. Oder wir verschweigen auch Dinge, die andere von uns nicht wissen sollen, damit sie diese Dinge nicht womöglich missbrauchen oder sogar gegen uns verwenden.

Gott seinerseits hält es auch so mit uns. Er kennt unsere Schwächen und so manches Fehlverhalten. Aber er konfrontiert uns nicht einfach damit. Er macht das erst dann und oft nur in kleinen Dosen, wenn wir es fassen können. Und wenn uns eine Konfrontation tatsächlich weiterhilft.

Zudem verschweigt Gott uns Menschen auch viele Dinge, die er tut oder tun möchte. Wir sollen ihm nicht mit kurzsichtigen Ansichten und kurzsichtigem Tun in seine Vorhaben hineingrätschen. Und für uns es gilt auch gegenüber Gott: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“

Jesus: Überhaupt würde zu viel Wissen Menschen völlig konfus machen. Gott lässt die Menschen grundsätzlich möglichst nur so wenig wissen, dass sie ein bisschen den Überblick behalten können.

08.03. Gottes Freundlichkeit

So einige Christen erleben Gott als ihren Freund. Er ist für sie ein freundlicher Gott. Aber was ist ein Freund?

Im Vergleich mit Partnerin oder Partner haben Freundin oder Freund mehr Distanz zu uns. Zwar gibt es eine innere Verbindung zu ihnen, die durchaus ein Stück mit Liebe zu tun hat. Und wer Gott als Freund hat, liebt ihn auch.

Dabei kann die Distanz ein wichtiger Vorteil sein gegenüber der Nähe in einer engen Partnerschaft: Eine Freundin oder ein Freund kann Dinge teilweise objektiver und kritischer sehen.

Gottes Freundlichkeit enthält Distanz uns gegenüber – bei all seiner Liebe zu uns. Und gerade damit kann Gott uns besonders gut helfen. Denn er sieht, hört und fühlt viel mehr als wir. Und das lässt er uns dann zugute kommen, wenn wir es brauchen können.

09.03. Die Tipps

Ich: Jetzt endlich ist sie online! Die neue Webseite mit Tipps von Gott, die ich vor genau fünf Wochen bei meinem Webdesigner in Auftrag gegeben habe.

Zweimal ist in der Zeit mein Monitor ausgefallen, den ich für den Austausch mit dem Designer brauchte. Einmal musste ich mir dabei einen neuen Monitor zulegen. Dann brauchte der Designer ungewöhnlich lange und wurde anscheinend in seiner Arbeit aufgehalten. Danach arbeitete das System langsamer als angekündigt, das die Webseite zugriffsbereit macht. Und als die Seite vor drei Tagen endlich im Netz war, kamen trotz Werbung keine hilfreichen Zugriffe darauf. Mit anderen Worten: Die Seite wird immer wieder von nicht so guten Kräften behindert.

Gott kann aus 3000 Sprüchen einen Spruch für die Seite auswählen, und der wird dann darauf angezeigt. Nach früheren Erfahrungen mit diesem System wird dann etwa jeder dritte angezeigte Spruch als von Gott und als hilfreich erlebt. Und das ist verblüffend gut. Seit die Seite online ist, aber keine Resonanz zu haben scheint, bin ich mehr als irritiert. Und ich probierte auch, ob ich selbst vielleicht von Gott über diese Seite hilfreichen Zuspruch bekomme. Und das Unglaubliche war: Wenn ich nach kurzem Gebet einen Spruch gezogen habe, und das geschah inzwischen sechsmal, dann kam nur einmal nichts Brauchbares und fünfmal ein mich aufbauender Spruch von Gott. Und vorhin kam zuletzt: „Tu deinen Dienst ohne Murren. Ich helfe dir.“

Das Besondere an dieser Webseite ist: Man kann nach dem Ziehen eines Spruches angeben, ob man ihn als hilfreich erlebt hat. Leute, welche die Seite nutzen wollen, können dann sehen, wie viele Menschen bereits vor ihnen einen solchen hilfreichen Spruch erhalten haben. Diese Dokumentation des Erfolgs ist deshalb durchaus ein Kernstück der Seite.

Jesus: Für Gott ist diese Seite etwas Besonderes. Und er wünscht sich viel Resonanz dafür. Denn er hat damit noch einiges vor. Wenn du dies hier liest, bitte nutze auch du mal einen möglichen Tipp von Gott auf der Seite. Und gib danach an, ob dir der erhaltene Tipp etwas gebracht hat.

10.03. Das „Müssen“

Ich: Das Wort „Müssen“ war lange ein rotes Tuch für mich. Bei meinem strengen Vater war das Müssen für seine Kinder tagtäglich selbstverständlich.

Und manche Christen meinen, dass sie auch bei Gott vieles müssen. Allerdings sagen Gottes Gebote „du sollst“. Und darin steckt viel Freiheit. Denn wahre Liebe, so wie Gott sie hat, lässt viel Freiheit.

Gott hat mir gegenüber lange das „du musst“ vermieden. Weil er meine Geschichte kennt. Doch inzwischen höre ich es gelegentlich von ihm. Aber dann spüre ich dahinter auch immer seine Liebe und kann es gut akzeptieren.

Jesus: Ja, es ist eine besondere Freiheit, wenn man das Müssen ohne inneren Aufstand oder seelische Blockade annehmen kann.

11.03. Ergebenheit gegenüber Gott

Ich: Es gibt Freundschaft mit Gott. Es gibt auch Partnerschaft mit Gott. Das ist, wenn Gott uns als Partner braucht, weil er einen Auftrag nicht allein durchführen will. Dabei wünscht er sich unser Mitdenken und Mitentscheiden.

Und dann gibt es auch noch Ergebenheit gegenüber Gott. Das ist eine Art Dienerschaft. Diener sind ihrem Herrn ganz ergeben. Sie tun alles, was er will. Und das verlangt Gott manchmal auch von uns. Er wünscht sich dann volle Ergebenheit in seinen Willen.

Was fällt es uns manchmal schwer, das zu akzeptieren, was Gott uns zumutet! Das sind die Dinge, bei denen Gott uns keinen Einblick in sein Vorhaben und sein Tun gewährt. Ich hatte da gerade etwas zu schlucken, und deshalb dieses Thema …..

Jesus: Ja, dienen ist nicht jedermanns Sache. Aber vorbehaltlose Hingabe an Gott zu können, ist elementar für eine gute Gottesbeziehung.

12.03. Dienen

Ich: Jesus, Gott hat mich heute mal wieder in ein inneres Bild mitgenommen. Darin ging es erst kurz hoch nach oben in den Himmel. Dann schnell hinunter über die Schützengräben im Osten Ukraine. Danach nahm Gott mich mit ins Paradies zu Adam und Eva. Wir saßen da auf einer Bank und sahen den beiden zu.

Ich fragte Gott, wozu er die Menschen eigentlich erschaffen habe. Und Gott sagte: „Damit sie mir dienen.“ Und dann fügte er hinzu: „Und damit ich ihnen dienen kann.“ Oh, dachte ich, was für eine gewaltige Ansage angesichts von teilweise unglaublichem Leid in der Welt.

Jesus: Du weißt ja, ich bin unter anderem deshalb gekreuzigt worden, damit glaubhaft ist: Gott weiß um das Leid in der Welt. Denn er hat es in meiner Person sozusagen am eigenen Leib erlebt. Er sieht sich in besonderer Verantwortung allen Leidenden gegenüber. Denn er mutet ihnen ja das Leid zu.

13.03. Wann konfrontiert Gott uns?

Ich: Es ist unbestritten: Manchmal müssen wir aufgerüttelt und konfrontiert werden.

Dabei ist es so: Wir Menschen brauchen ein inneres Gleichgewicht. Wir vertragen es nicht, aus dem Gleichgewicht zu kommen und ins Straucheln zu geraten. Etwa durch einen kräftigen Schubs. Gott weiß das, und er vermeidet das in der Regel.

Aber Gott schaut auch genau hin, ob wir gerade in der Lage sind, eine Konfrontation auszuhalten und zu bewältigen. Und wenn sie gerade dringend nötig ist und wenn Gott uns letztlich damit etwas Gutes tun kann, dann scheut er auch nicht davor zurück.

Jesus: Die Wahrheit kann frei machen – selbst wenn sie weh tut. Und wenn man dadurch sogar erst einmal zu Boden geht.

14.03. Zusammenfassung

Ich: Jesus, Gott hat mir heute Morgen das Stichwort „Zusammenfassen“ gegeben. Ich war gespannt, was sich dazu ergeben würde. Und es entwickelte sich in meinem Geist eine Zusammenfassung des derzeitigen Standes meiner Dinge.

Seit ich dieses Tagebuch mit dir begonnen habe, ist so einiges geschehen. Ich habe etwa neue Webseiten geschrieben und ins Internet gestellt. Sie haben mich verblüffende Resonanz erleben lassen. Mein Vertrauen und meine Liebe zu Gott sind dadurch gewachsen und intensiver geworden. Zugleich erlebe ich mich als ziemlich begnadet durch Gott und durch deine Zuwendung. Ich bin dafür im Geist vor euch auf die Knie gegangen. Zugleich war mir sehr bewusst, dass mich ein gewaltiger Filter davor schützt, eure wahre grandiose Größe zu erkennen und zu erleben. Diese Größe würde mich in Mikrosekunden zerquetschen.

Und seit einer Woche stehen nun die „Tipps von Gott“ im Internet. Ein inneres Wissen sagt mir dazu: Sie werden einiges bewirken. Ein wunderbares Gefühl.

Jesus: Genieße es.

15.03. Ereignis

Ich: Jesus, Gott hat mich heute Morgen mal wieder im Geiste in die alte romanische Kirche mitgenommen. Da fing bald die Glocke im Turm an zu läuten. Sie hatte einen eher hellen Klang. Als sie langsam ausschwang, fingen Orgeltöne an, die Kirche bis in den letzten Winkel zu erfüllen. Und dann machte sich auch noch ein Wohlgeruch bemerkbar, der mir das Herz einfach weitete.

Gott war dieses Mal nicht sichtbar. Aber er war spürbar gegenwärtig. Und ich hatte den Eindruck, dass er mir mit diesem Erleben sagen wollte: Heute passiert draußen in der Welt ein besonderes Ereignis, das mit mir zu tun hat. Ich dachte schnell an etwas, was ich mir sehr wünsche. Doch hier ist noch nicht darüber zu reden.

Jesus: Wenn das, was du dir wünschst, tatsächlich eintritt, ist es noch früh genug, darüber zu sprechen.

16.03. Freude

Ich: Jesus, nach längerer Zeit hast du mich mal wieder auf die Bank neben der Kapelle mitgenommen. Wir haben in die Landschaft geblickt. Und sie wirkte frühlingshaft. Ja, sie leuchtete sogar ein bisschen von innen heraus. Dann wurde ein Stück aus der Landschaft dicht herangeholt. Es war eine Wiese. Und die Wiese wurde noch weiter herangezoomt, bis nur noch eine Löwenzahnpflanze groß vor meinen Augen stand. Ich sah genau die gezahnten Blätter. Dann sah ich ebenso die Blüte. Sie bildet einen Korb aus kleinen dottergelben Lappen und Läppchen, die im Kreis angeordnet sind. Löwenzahn ist zwar eine Allerweltspflanze, aber ein wunderbares Stück Schöpfung. Das gilt umso mehr, wenn man weiß, dass alles an dieser Pflanze essbar und verwertbar ist.

Ich fragte dich: Was sagst du zu dieser Pflanze? Und du sagtest „Freude!“. Dann sagtest du mit Blick auf den Schöpfer dieser Freude: „Gott ist auch Freude“. Und dann sagtest du noch etwas, aber das lasse ich dich hier jetzt selber sagen:

Jesus: Du, der du dies liest, du bist auch eine Freude. Eine Freude für Gott, deinen Schöpfer. Auch wenn du dich selbst nur als Allerweltspflanze oder als Allerweltsmensch erlebst.

17.03. Freude und Begeisterung

Ich: Jesus, gestern war Freude dran. Und zur Abwechslung werde ich heute mal biblisch. Denn Paulus verlangt: „Freut euch!“ Doch Freude auf Knopfdruck hält nicht länger als ein paar Minuten an. Deshalb kann man diese Worte von Paulus eigentlich nicht als Aufforderung, sondern nur als inständige Bitte interpretieren, sich um längerfristige Freude zu bemühen.

Und Begeisterung auf Knopfdruck geht auch kaum. Doch will man den Schöpfer loben und preisen, dann ist eigentlich ein höchst begeistertes Herz nötig. Sonst können die Worte ziemlich hohl und leer klingen. Hier allerdings gibt es in der Bibel, wenn ich recht sehe, keine direkte Aufforderung zu Lob und Preis. Vielmehr fängt ein überfließendes Herz von ganz allein an: „Ich will den Herren loben …..“

An einer Stelle heißt es allerdings in den Psalmen: „Herr, tue meine Lippen auf, dass ich deinen Ruhm verkündige“. Daraus ist zu schließen: Es ist eine absolut gute Idee, Gott um Begeisterung zu bitten. Und das auch so inständig, wie Paulus es sich für Freude wünscht. Lob und Preis gewinnen dann Schwung, Elan und Jubel!

Jesus: Da frage ich dich doch mal: Bittest eigentlich du selbst inständig um Freude und Begeisterung?

Ich: Jesus, ja da muss ich etwas zerknirscht ganz ehrlich gestehen: Da ist noch einiges an Luft nach oben. Danke, dass du mich darauf hinweist!

18.03. Begeisterung kann heilen

Ich: Jesus, Gott hat mir heute gesagt „Begeisterung kann heilen“. Und das ist ja auch logisch. Ich gebe es hiermit weiter.

Denn bei Begeisterung können Bedenken wegfallen, die uns sonst behindern. Hemmungen verlieren ihre Wirkung. Es ist mehr Kraft da, Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Wir können uns damit mehr und besser entfalten. Und das beseitigt krankmachende Gegebenheiten und fördert die Gesundheit.

Begeisterung ist in gewisser Weise sogar das Gegenteil von Depression. Begeisterung ist dabei allerdings nicht eine Euphorie, bei der man den Kontakt zur Realität verliert. Sondern bei ihr bleiben die Füße immer noch am Boden.

Jesus: Ist das nicht ein wunderbarer Grund für dich und andere, um mehr Begeisterung zu bitten?

19.03. Gottes Kostbarkeit

Ich: Jesus, Gott ist das Kostbarste, was es für uns gibt. Aber es kann ein längerer Weg dahin sein, bis wir das wirklich begreifen.

Beim Volk Israel hat Gott seine Kostbarkeit so betont: Da hat er sich mit heiliger Unnahbarkeit umgeben. Und diese Unnahbarkeit wird teilweise noch heute gepflegt. Etwa wenn Priester eine hervorgehobene Stellung haben.

Später bei Jesus zeigt Gott sich als Vater. So wie im Vaterunser. Da ist er uns Menschen ziemlich nahegerückt. Das allerdings kann dazu verführen, ihn allzu menschlich zu behandeln. Und ihn zum billigen Nothelfer und Wunscherfüller herabzuwürdigen.

Gott allerdings weiß sich zu schützen. Er macht sich rar, schweigt sich aus. Scheint oft völlig unerreichbar zu sein. Nur hin und wieder gibt er sich kurz zu erkennen. Erst wenn Menschen tiefer in eine gottgegebene Demut hineingewachsen sind, wird Gott nahbarer. Und dann können Menschen auch mehr seine Kostbarkeit erkennen und schätzen.

Jesus: Ja, Gott schützt sich. Aber nicht aus Angst vor den Menschen, sondern aus Liebe zu ihnen. Einen großen Schatz bewahrt man auch davor, dass er etwa verunreinigt, entwertet oder missbraucht wird. Gott will für die Menschen kostbar sein und bleiben.

20.03. Liebe

Ich: Jesus, Gott hat mir heute das Thema Liebe gegeben. Ich habe im Gottes-Manifest schon so viel darüber geschrieben. Aber es kann natürlich nie genug sein.

Was ist also Liebe? Liebe ist so viel: Zuneigung und Zuwendung. Sie ist Zuhören und Zusehen. Sie ist Mitfühlen und Mitdenken. Sie ist in die Schuhe des anderen Menschen Steigen und ihn Verstehen. Sie ist Wünschen, Wollen, Denken und Handeln.

Liebe ist, was die Welt zusammenhält. Gottes Liebe steckt im gesamten Kosmos, in der gesamten Schöpfung und in jeder Gesellschaft und Gemeinschaft. Wenn die Liebe aus einer Gemeinschaft verschwindet, zerfällt sie. Das ist oft am deutlichsten an der kleinsten Gemeinschaft zu sehen, der Ehegemeinschaft.

Jesus: Und vergiss nicht die Gemeinschaft mit Gott und mir. Da muss man allerdings erst einmal hineinwachsen. Und eine Gesellschaft beginnt auseinanderzufallen, wenn nicht mehr genug Menschen Gemeinschaft mit uns haben.

21.03. Frühlingsanfang

Ich: Jesus, heute Nacht hat der kalendarische Frühlung begonnen. Und Gott hat mich innerlich heute Morgen wieder mal in seine Kirche mitgenommen. Da setzte er mich auf einen der Stühle, und ich harrte der Dinge, die da kommen sollten. Und was kam? Eine Schwalbe, und die ist eigentlich ein pfeilschneller Flieger. Aber hier flatterte sie nur in engen Kurven im Innenraum der Kirche herum und war da gefangen.

Und Gott sagte mir: So ist der Glaube vieler Menschen. Er könnte höher, schneller, weiter fliegen. Aber er ist in Glaubensenge gefangen.

Als ich dann aus der Kirche hinaustrat, empfing mich ein duftender Frühling und weitete mir das Herz.

Jesus: Es wäre so schön, wenn viele Menschen sich jetzt ein Herz nehmen würden, um in einen persönlichen Glaubensfrühling aufzubrechen. Ich würde dann nichts lieber tun, als sie in ihren neuen Frühling hinein zu begleiten. Und tatsächlich wird das der eine oder der andere Mensch wagen, der dies liest. Und ich freue mich riesig darüber.

22.03. Heute Trost

Ich: Jesus, heute will Gott hier Menschen trösten. Und Menschen brauchen Trost, wenn sie einen Verlust erlitten haben. Sie brauchen Trost, wenn Schmerz da ist. Oder sie brauchen Trost, wenn sich ihnen wichtige Vorhaben zerschlagen haben.

Und wie tröstet Gott dann heute? Er kann Hilfe schicken. Er kann Freude geben. Er kann den Blick auf die Dinge verändern. Er kann ein Stück Freiheit schaffen. Und er kann sich selbst nähern und direkt seine Liebe spüren lassen.

Jesus: Und du, der du dies liest, solltest vielleicht auch noch selbst Gott um seinen besonderen Trost bitten.

23.03. Tag als Blüte

Ich: Jesus, du hast mir den Gedanken gegeben, den Tag mal als eine Blüte zu sehen. Morgens ist er dann noch eine Knospe, danach entfaltet er sich und blüht auf. Und Abends ist er bereits Frucht. Das am Tag Geleistete und Erfahrene ist schließlich der reife Fruchtkörper.

Sieht man es so, kann es wohlgestaltete Tagesblüten geben. Am Abend können sie mit einem ansehnlichem Ergebnis aufwarten. Und ebenso können Tage dadurch völlig missraten, dass an solchen Tagen nichts aufblüht und nichts reift.

Jesus: Und Gott will nun dir, der du dies liest, einen Tag geben, an dem er hier und da ein wenig bei der Entfaltung deiner Tagesblüte hilft. Achte mal darauf, ob du Gottes Finger wahrnimmst, wenn sie dir beim Entfalten ein wenig helfen.

24.03. Sieg

Ich: Jesus, du hast mir für heute das Wort „Sieg“ gegeben. Und du meinst damit den Sieg über uns selbst. Ein elementares Thema.

Der Sieg über uns selbst ist, wenn wir ungute oder vielleicht sogar destruktive Impulse in uns niederkämpfen. Wenn wir also erst einmal für den Sieg des Guten über das Böse in uns selbst sorgen. Und zwar bevor wir erwarten, dass andere gut sind.

Und dann ist da noch ein anderer Sieg: Der tritt ein, wenn wir Gottes Willen akzeptieren, statt unsere eigenen Wünsche zu verfolgen und durchzusetzen. Dabei kann es häufiger um die Annahme von Schmerz und Verlust gehen. Und dieser Sieg kommt dann in den Worten zum Ausdruck: „Dein Wille geschehe“.

Jesus: Als Belohnung gibt es dann häufiger inneren Frieden. Der ist meistens nicht mit Geld zu erkaufen. Und heute will Gott denen, die dies lesen, einen kleinen Sieg über sich selbst schenken.

25.03. Überholspur

Ich: Jesus, heute sollte ich mich in einem inneren Bild in ein Auto setzen. Gott setzte sich neben mich. Und dann ging es auf die Autobahn. Ich sollte da das Gaspedal durchdrücken und mit 200 km/h alle anderen Autos überholen. Ich tat es. Nach einer Weile sagte Gott, ich sollte mich jetzt zwischen die viel langsameren Autos einreihen, die auf der rechten Spur fuhren. Und er fragte mich dann: Wie war es, links alle zu überholen? Ich fand es im Nachhinein furchtbar anstrengend. Denn ich musste hochkonzentriert sein, um jederzeit etwa auf Autos reagieren zu können, die selbst zum Überholen ausscheren könnten. Und ich war da in meinem Tempo sozusagen ganz allein und einsam auf weiter Flur.

Jesus: Viele Menschen wollen andere überholen und etwas Besonderes sein. Sie wollen besonders sein, um mehr von anderen gesehen zu werden. Aber der Preis kann kann sein, dass sie sich dann mit ihrer Besonderheit nur in Einsamkeit hineinbugsieren. Dabei wollen sie oft eigentlich nur mehr Liebe bekommen, weil sie bisher zu wenig davon hatten.

26.03. Angstliebe

Ich: Jesus, das Wort „Angstliebe“ finde ich nicht im Internet. Aber ich finde, es trifft solche Situationen: Man liebt einen Menschen, obwohl man zugleich auch ein Stück Angst vor ihm hat.

Mir geht es mit Gott so: Ich liebe Gott. Aber zu meinem Erschrecken keimt manchmal leise Angst in mir auf, wenn ich ihn nicht verstehe. Und wenn er mich im Stich zu lassen scheint. Das sind uralte Reflexe, die in solcher Situation in mir durchschlagen. Das Vertrauen auf Gott ist dann wie weggewischt. Und ich muss gelegentlich ackern, um diese Situation zu akzeptieren und mich trotz Angst Gott wieder anzunähern.

Jesus: Das geht vielen Menschen so. Und Gott lässt häufiger Angst zu, um Menschen vor falscher Sicherheit zu bewahren.

Menschen sind häufig in der Versuchung, endgültig wissen zu wollen, wie Gott tickt. Denn dann könnten sie ohne Rückkoppelung mit ihm nach eigenem Gutdünken die Dinge in ihrem Leben regeln. Aber Unwissenheit und Angst zwingen sie, immer wieder auf Gott zu schauen und um Vertrauen zu ihm zu ringen.

27.03. Lächeln

Ich: Jesus, ich weiß, heute ist Lächeln dran. Und damit ich einen Ansatz habe, bitte ich dich um ein kleines Bild dazu. Du zeigst mir nun einen Menschen, der vor einer Versammlung steht. Er lächelt erst einmal alle Menschen an. Und man entnimmt diesem Lächeln: Der Mensch freut sich über alle, die da sind. Aber er freut sich auch darüber, dass ihm die Aufgabe zufällt, den Menschen etwas vorzutragen.

Es gibt also das Begrüßungslächeln, mit dem man anderen signalisiert: Man begegnet ihnen gern. Und das andere Lächeln ist: Man signalisiert, dass man sich mit sich selbst und der eigenen Aufgabe wohlfühlt. Und das Begrüßungslächeln fällt sicherlich umso freudiger aus, je mehr man mit sich selbst im Reinen ist. Und man kann dabei Lächeln als zartes Zeichen von Liebe zum Gegenüber, aber auch zur eigenen Person deuten.

Jesus: Ich bringe es mal so auf den Punkt: Je mehr Liebe, desto mehr Lächeln.

28.03. Verletzungen

Ich: Jesus, wir kommen nicht ohne Verletzungen durchs Leben. Der kleine Schnitt in den Finger ist meistens harmlos. Schlimmer sind Unfälle, die zu bleibenden Behinderungen führen. Und ganz schlimm können seelische Verletzungen und Traumata sein.

Gott lässt viele Verletzungen zu, weil sie – wenn es gut läuft – zu hilfreichen Erfahrungen werden können. Allerdings müssen oft stärkere Verletzungen und Traumata be- und besonders verarbeitet werden, damit sie nicht nur weniger negativ wirken, sondern sogar nützlich werden können. Und Gott stellt auch Hilfen dafür bereit oder greift selbst helfend ein.

Tragisch wird es, wenn verletzte Menschen nur um sich schlagen können und womöglich noch aus einer Machtposition heraus erlebte Verletzungen ausbügeln wollen. Das geht nicht gut aus.

Jesus: Ja, es gibt abschreckende Beispiele dafür etwa auf der hohen Ebene der Politik. Die Verletzung eines Menschen kann dann die körperliche und seelische Verletzung von vielen anderen Menschen nach sich ziehen.

Aber natürlich gilt das auch auf der ganz persönlichen Ebene: Wie viele Eltern etwa verletzen ihre Kinder, die dann ihrerseits wieder andere verletzen. Das sind alltägliche Tragödien.

29.03. Mitreißender Strom

Ich: Jesus, heute Morgen sind die Worte da: „Mitreißender Strom“. Und mir kommt das Bild einer Talsperre, deren Mauer fällt. Und das Wasser strömt durch die Lücke, reißt immer mehr Mauerteile mit sich und ebenso immer mehr Schlick, Sand und Steine, die sich vor der Mauer abgelagert haben. Es ist kein Unglück, sondern ein Segen. Das Wasser kann wieder frei strömen und die Natur unterhalb der bisherigen Staumauer wieder mehr bewässern. Es kann allem Leben aufhelfen, das bisher allzu gezügelt und kanalisiert war.

Jesus: Ja, es werden zur Zeit tatsächlich immer wieder Talsperren aufgelöst, damit sich neues Leben entfalten kann. Aber das Bild ist auch Symbol dafür, was Gott immer wieder mal tun kann und auch tatsächlich tut. Kann sein, dass Gott bei dir, der du dies liest, einiges auflösen will.

30. 03. Wirbelsturm

Ich: Jesus, Gott hob mich heute auf und nahm mich in einem Wirbelsturm mit. Es war sogar ein urgewaltiger Tornado, aber ich war im windstillen Auge in der Mitte des Sturms geborgen. Ich bat Gott, dass dieser Tornado keine Menschen verletzen oder schädigen möge. Damit wollte ich nichts zu tun haben. Und nach einiger Zeit setzte mich der urgewaltige Tornado ganz sanft auf einer völlig unbeschädigten Frühlingswiese ab.

Jesus: Ja, manchmal zeigt Gott seine Macht.

31.03. Abschied

Ich: Jesus, vielleicht war der gestern erlebte innere Wirbelsturm ein symbolischer Abschied. Nämlich der Abschied hier vom Jesus-Tagebuch. Und wenn mich dieser Wirbelsturm auf einer blühenden Frühlingswiese absetzte, dann ist das vielleicht ein Hinweis, dass nun etwas frühlingshaft Neues beginnt.

Denn morgen ist es so weit: Die neue Webseite „Tagebuch mit Gott“ geht online. Für diese Webseite hatte ich den Impuls, Gott in den Vordergrund zu stellen und persönlich hinter ihn zurückzutreten. Und ich denke, dieser Impuls war von Gott.

Es ist immer spannend, wie weit dann tatsächlich Nachfrage für Neues da ist. Und wie weit Gott interessierte Menschen für ein neues Angebot findet. Ich bitte jetzt jedenfalls Gott ausdrücklich, die neue Webseite für viele Menschen zu segnen.

Jesus: Ich meinerseits verabschiede mich nun vorerst von den bisherigen Leserinnen und Lesern. Aber natürlich bleibe ich bei ihnen und gehe unsichtbar immer mit ihnen mit! Also auch mit dir.

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Widerspruchsrecht gegen die Datenerhebung in besonderen Fällen sowie gegen Direktwerbung (Art. 21 DSGVO)

WENN DIE DATENVERARBEITUNG AUF GRUNDLAGE VON ART. 6 ABS. 1 LIT. E ODER F DSGVO ERFOLGT, HABEN SIE JEDERZEIT DAS RECHT, AUS GRÜNDEN, DIE SICH AUS IHRER BESONDEREN SITUATION ERGEBEN, GEGEN DIE VERARBEITUNG IHRER PERSONENBEZOGENEN DATEN WIDERSPRUCH EINZULEGEN; DIES GILT AUCH FÜR EIN AUF DIESE BESTIMMUNGEN GESTÜTZTES PROFILING. DIE JEWEILIGE RECHTSGRUNDLAGE, AUF DENEN EINE VERARBEITUNG BERUHT, ENTNEHMEN SIE DIESER DATENSCHUTZERKLÄRUNG. WENN SIE WIDERSPRUCH EINLEGEN, WERDEN WIR IHRE BETROFFENEN PERSONENBEZOGENEN DATEN NICHT MEHR VERARBEITEN, ES SEI DENN, WIR KÖNNEN ZWINGENDE SCHUTZWÜRDIGE GRÜNDE FÜR DIE VERARBEITUNG NACHWEISEN, DIE IHRE INTERESSEN, RECHTE UND FREIHEITEN ÜBERWIEGEN ODER DIE VERARBEITUNG DIENT DER GELTENDMACHUNG, AUSÜBUNG ODER VERTEIDIGUNG VON RECHTSANSPRÜCHEN (WIDERSPRUCH NACH ART. 21 ABS. 1 DSGVO).

WERDEN IHRE PERSONENBEZOGENEN DATEN VERARBEITET, UM DIREKTWERBUNG ZU BETREIBEN, SO HABEN SIE DAS RECHT, JEDERZEIT WIDERSPRUCH GEGEN DIE VERARBEITUNG SIE BETREFFENDER PERSONENBEZOGENER DATEN ZUM ZWECKE DERARTIGER WERBUNG EINZULEGEN; DIES GILT AUCH FÜR DAS PROFILING, SOWEIT ES MIT SOLCHER DIREKTWERBUNG IN VERBINDUNG STEHT. WENN SIE WIDERSPRECHEN, WERDEN IHRE PERSONENBEZOGENEN DATEN ANSCHLIESSEND NICHT MEHR ZUM ZWECKE DER DIREKTWERBUNG VERWENDET (WIDERSPRUCH NACH ART. 21 ABS. 2 DSGVO).

Beschwerde­recht bei der zuständigen Aufsichts­behörde

Im Falle von Verstößen gegen die DSGVO steht den Betroffenen ein Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres gewöhnlichen Aufenthalts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes zu. Das Beschwerderecht besteht unbeschadet anderweitiger verwaltungsrechtlicher oder gerichtlicher Rechtsbehelfe.

Recht auf Daten­übertrag­barkeit

Sie haben das Recht, Daten, die wir auf Grundlage Ihrer Einwilligung oder in Erfüllung eines Vertrags automatisiert verarbeiten, an sich oder an einen Dritten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format aushändigen zu lassen. Sofern Sie die direkte Übertragung der Daten an einen anderen Verantwortlichen verlangen, erfolgt dies nur, soweit es technisch machbar ist.

SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung

Diese Seite nutzt aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der Übertragung vertraulicher Inhalte, wie zum Beispiel Bestellungen oder Anfragen, die Sie an uns als Seitenbetreiber senden, eine SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung. Eine verschlüsselte Verbindung erkennen Sie daran, dass die Adresszeile des Browsers von „http://“ auf „https://“ wechselt und an dem Schloss-Symbol in Ihrer Browserzeile.

Wenn die SSL- bzw. TLS-Verschlüsselung aktiviert ist, können die Daten, die Sie an uns übermitteln, nicht von Dritten mitgelesen werden.

Auskunft, Löschung und Berichtigung

Sie haben im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen jederzeit das Recht auf unentgeltliche Auskunft über Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten, deren Herkunft und Empfänger und den Zweck der Datenverarbeitung und ggf. ein Recht auf Berichtigung oder Löschung dieser Daten. Hierzu sowie zu weiteren Fragen zum Thema personenbezogene Daten können Sie sich jederzeit an uns wenden.

Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

Sie haben das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Hierzu können Sie sich jederzeit an uns wenden. Das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung besteht in folgenden Fällen:

Wenn Sie die Richtigkeit Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten bestreiten, benötigen wir in der Regel Zeit, um dies zu überprüfen. Für die Dauer der Prüfung haben Sie das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.

Wenn die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten unrechtmäßig geschah/geschieht, können Sie statt der Löschung die Einschränkung der Datenverarbeitung verlangen.

Wenn wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr benötigen, Sie sie jedoch zur Ausübung, Verteidigung oder Geltendmachung von Rechtsansprüchen benötigen, haben Sie das Recht, statt der Löschung die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.

Wenn Sie einen Widerspruch nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt haben, muss eine Abwägung zwischen Ihren und unseren Interessen vorgenommen werden. Solange noch nicht feststeht, wessen Interessen überwiegen, haben Sie das Recht, die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.

Wenn Sie die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten eingeschränkt haben, dürfen diese Daten – von ihrer Speicherung abgesehen – nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses der Europäischen Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden.

4. Datenerfassung auf dieser Website

Server-Log-Dateien

Der Provider der Seiten erhebt und speichert automatisch Informationen in so genannten Server-Log-Dateien, die Ihr Browser automatisch an uns übermittelt. Dies sind:

Browsertyp und Browserversion

verwendetes Betriebssystem

Referrer URL

Hostname des zugreifenden Rechners

Uhrzeit der Serveranfrage

IP-Adresse

Eine Zusammenführung dieser Daten mit anderen Datenquellen wird nicht vorgenommen.

Die Erfassung dieser Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Der Websitebetreiber hat ein berechtigtes Interesse an der technisch fehlerfreien Darstellung und der Optimierung seiner Website – hierzu müssen die Server-Log-Files erfasst werden.

Kontaktformular

Wenn Sie uns per Kontaktformular Anfragen zukommen lassen, werden Ihre Angaben aus dem Anfrageformular inklusive der von Ihnen dort angegebenen Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, sofern Ihre Anfrage mit der Erfüllung eines Vertrags zusammenhängt oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist. In allen übrigen Fällen beruht die Verarbeitung auf unserem berechtigten Interesse an der effektiven Bearbeitung der an uns gerichteten Anfragen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) oder auf Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO) sofern diese abgefragt wurde.

Die von Ihnen im Kontaktformular eingegebenen Daten verbleiben bei uns, bis Sie uns zur Löschung auffordern, Ihre Einwilligung zur Speicherung widerrufen oder der Zweck für die Datenspeicherung entfällt (z. B. nach abgeschlossener Bearbeitung Ihrer Anfrage). Zwingende gesetzliche Bestimmungen – insbesondere Aufbewahrungsfristen – bleiben unberührt.

Anfrage per E-Mail, Telefon oder Telefax

Wenn Sie uns per E-Mail, Telefon oder Telefax kontaktieren, wird Ihre Anfrage inklusive aller daraus hervorgehenden personenbezogenen Daten (Name, Anfrage) zum Zwecke der Bearbeitung Ihres Anliegens bei uns gespeichert und verarbeitet. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter.

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, sofern Ihre Anfrage mit der Erfüllung eines Vertrags zusammenhängt oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich ist. In allen übrigen Fällen beruht die Verarbeitung auf unserem berechtigten Interesse an der effektiven Bearbeitung der an uns gerichteten Anfragen (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) oder auf Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO) sofern diese abgefragt wurde.

Die von Ihnen an uns per Kontaktanfragen übersandten Daten verbleiben bei uns, bis Sie uns zur Löschung auffordern, Ihre Einwilligung zur Speicherung widerrufen oder der Zweck für die Datenspeicherung entfällt (z. B. nach abgeschlossener Bearbeitung Ihres Anliegens). Zwingende gesetzliche Bestimmungen – insbesondere gesetzliche Aufbewahrungsfristen – bleiben unberührt.